3. Fastensonntag (Oculi)

Dominica III in Quadragesima

I. Klasse Violett Fastenzeit 📅 28 Tage vor Ostern Credo
Im Kalender:

Introitus

Latein
Oculi mei semper ad Dóminum, quia ipse evéllet de láqueo pedes meos: réspice in me, et miserére mei, quóniam únicus et pauper sum ego. Ad te, Dómine, levávi ánimam meam: Deus meus, in te confído, non erubéscam, Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in saecula saeculorum. Amen.
Deutsch
Meine Augen schauen immer auf zum Herrn; Er ist´s, der meine Füße aus der Schlinge lösen wird. Schau her auf mich und hab mit mir Erbarmen; ich bin so einsam und so arm. (Ps. ebd. 1-2) Zu Dir erhebe ich meine Seele, o Herr; mein Gott, auf Dich vertraue ich: drob werd ich nicht erröten. ℣. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Meine Augen (bis zum Ps.).

Oratio (Kollekte)

Latein
Quǽsumus, omnípotens Deus, vota humílium réspice: atque, ad defensiónem nostram, déxteram tuæ majestátis exténde.
Deutsch
Wir bitten Dich, allmächtiger Gott: schau auf das Flehen der Demütigen und strecke die Rechte Deiner Majestät zu unsrem Schutze aus. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. ℟. Amen.

Lesung (Lectio / Epistola)

Latein
Léctio Epístolæ beáti Pauli Apóstoli ad Ephésios. Fratres: Estóte imitatóres Dei, sicut fílii caríssimi: et ambuláte in dilectióne, sicut et Christus diléxit nos, et trádidit semetípsum pro nobis oblatiónem, et hóstiam Deo in odórem suavitátis. Fornicátio autem et omnis immundítia aut avarítia nec nominétur in vobis, sicut decet sanctos: aut turpitúdo aut stultilóquium aut scurrílitas, quæ ad rem non pértinet: sed magis gratiárum áctio. Hoc enim scitóte intelligéntes, quod omnis fornicátor aut immúndus aut ávarus, quod est idolórum sérvitus, non habet hereditátem in regno Christi et Dei. Nemo vos sedúcat inánibus verbis: propter hæc enim venit ira Dei in fílios diffidéntiæ. Nolíte ergo éffici partícipes eórum. Erátis enim aliquándo ténebræ: nunc autem lux in Dómino. Ut fílii lucis ambuláte: fructus enim lucis est in omni bonitáte et justítia et veritáte.
Deutsch
Brüder! Ahmet Gott nach als Seine vielgeliebten Kinder und wandelt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt und Sich für uns als Opfergabe hingegeben hat, Gott zum lieblichen Wohlgeruch. Unzucht aber und jede Unreinigkeit oder Geiz sollen unter euch nicht einmal genannt werden, wie es sich für Heilige [Christen] ziemt; ebensowenig Schamlosigkeit; törichtes Gerede und Possen, die sich nicht schicken; um so mehr aber Danksagung. Denn das wisset wohl und merket: Kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Geiziger, der ja nichts anderes ist als ein Götzendiener (weil er materielle Dinge zu seinem Götzen macht), hat Anteil am Reiche Christi und Gottes. Laßt euch von niemand mit nichtssagenden Worten verführen; denn solcher Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. Werdet also nicht ihre Genossen. Ihr waret einst Finsternis, nun aber seid ihr Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichtes! Die Frucht des Lichtes aber besteht in lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit.

Graduale / Alleluia

Latein
Exsúrge, Dómine, non præváleat homo: judicéntur gentes in conspéctu tuo. ℣. In converténdo inimícum meum retrórsum, infirmabúntur, et períbunt a facie tua. Ad te levávi óculos meos, qui hábitas in cœlis. ℣. Ecce, sicut óculi servórum in mánibus dominórum suórum. ℣. Et sicut óculi ancíllæ in mánibus dóminæ suæ: ita óculi nostri ad Dóminum, Deum nostrum, donec misereátur nostri, ℣. Miserére nobis, Dómine, miserére nobis.
Deutsch
Erhebe Dich, o Herr, nicht soll der Mensch obsiegen; ereilen soll die Völker das Gericht vor Deinem Angesicht. ℣. Zurückgeschlagen hast Du meinen Feind; sie strauchelten und kamen um vor Dir.

Tractus

Latein
Ad te levavi oculos meos, qui habitas in cælis. ℣. Ecce, sicut oculi servorum in manibus dominorum suorum. ℣. Et sicut oculi ancillæ in manibus dominæ suæ: ita oculi nostri ad Dominum, Deum nostrum, donec misereatur nostri. ℣. Miserere nobis, Domine, miserere nobis.
Deutsch
Zu Dir erheb ich meine Augen, der Du im Himmel wohnst. ℣. Sieh, wie der Sklaven Augen auf die Hand des Herrn. ℣. Und wie der Sklavin Augen auf der Herrin Hand, so blicken unsre Augen auf zum Herrn, zu unsrem Gott, bis Er Sich über uns erbarmt. ℣. Erbarm Dich unser, Herr; erbarm Dich unser.

Evangelium

Latein
In illo témpore: Erat Jesus ejíciens dæmónium, et illud erat mutum. Et cum ejecísset dæmónium, locútus est mutus, et admirátæ sunt turbæ. Quidam autem ex eis dixérunt: In Beélzebub, príncipe dæmoniórum, éjicit dæmónia. Et álii tentántes, signum de cœlo quærébant ab eo. Ipse autem ut vidit cogitatiónes eórum, dixit eis: Omne regnum in seípsum divísum desolábitur, et domus supra domum cadet. Si autem et sátanas in seípsum divísus est, quómodo stabit regnum ejus? quia dícitis, in Beélzebub me ejícere dæmónia. Si autem ego in Beélzebub ejício dæmónia: fílii vestri in quo ejíciunt? Ideo ipsi júdices vestri erunt. Porro si in dígito Dei ejício dæmónia: profécto pervénit in vos regnum Dei. Cum fortis armátus custódit átrium suum, in pace sunt ea, quæ póssidet. Si autem fórtior eo supervéniens vícerit eum, univérsa arma ejus áuferet, in quibus confidébat, et spólia ejus distríbuet. Qui non est mecum, contra me est: et qui non cólligit mecum, dispérgit. Cum immúndus spíritus exíerit de hómine, ámbulat per loca inaquósa, quærens réquiem: et non invéniens, dicit: Revértar in domum meam, unde exívi. Et cum vénerit, invénit eam scopis mundátam, et ornátam. Tunc vadit, et assúmit septem álios spíritus secum nequióres se, et ingréssi hábitant ibi. Et fiunt novíssima hóminis illíus pejóra prióribus. Factum est autem, cum hæc díceret: extóllens vocem quædam múlier de turba, dixit illi: Beátus venter, qui te portávit, et úbera, quæ suxísti. At ille dixit: Quinímmo beáti, qui áudiunt verbum Dei, et custódiunt illud.
Deutsch
In jener Zeit trieb Jesus eine Teufel aus, der stumm war (der den Besessenen stumm machte). Als Er den Teufel ausgetrieben hatte, redete der Stumme, und das Volk wunderte sich. Einige aber von ihnen sagten: «Durch Beelzebub, den Obersten der Teufel, treibt Er die Teufel aus.» Andere stellten Ihn auf die Probe und forderten von Ihm ein Zeichen vom Himmel. Als Er ihre Gedanken sah, sprach Er zu ihnen: «Jedes Reich, das in sich selbst uneins ist, zerfällt, und ein Haus stürzt über das andere. Wenn nun auch der Satan in sich uneins ist (dies wäre der Fall, wenn ein Teufel den andern austreiben würde), wie soll dann sein Reich bestehen? Ihr sagt ja, Ich treibe durch Beelzebub die Teufel aus. Wenn Ich durch Beelzebub die Teufel austreibe, durch wen treiben dann eure Söhne sie aus? Also werden diese eure Richter sein. Wenn Ich aber durch den Finger Gottes die Teufel austreibe, so ist wahrhaft das Reich Gottes zu euch gekommen. Wenn ein Starker bewaffnet seinen Hof bewacht, ist sein Eigentum in Sicherheit. Wenn aber einer über ihn kommt, der stärker ist als er (der «Starke» ist der Teufel, der «Stärkere» Christus), und ihn überwindet, so nimmt er ihm seine ganze Waffenrüstung, auf die er sich verließ, und verteilt seine Beute. Wer nicht mit Mir ist, der ist gegen Mich; und wer nicht mit Mir sammelt, der zerstreut. – Wenn der unreine Geist aus dem Menschen ausgefahren ist, schweift er durch dürre Gegenden und sucht Ruhe. Weil er sie nicht findet, spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, von wo ich ausgefahren bin. Wenn er nun kommt, findet er es mit Besen gereinigt und geschmückt. Dann geht er hin, nimmt noch sieben andere Geister mit sich, die ärger sind als er. Und sie ziehen ein und wohnen daselbst; und die letzten Dinge dieses Menschen werden ärger sein als die ersten.» – Es geschah aber, während Er so redete, erhob eine Frau aus dem Volke ihre Stimme und sprach zu Ihm: «Selig der Leib, der Dich getragen, und die Brust, die Dich genährt hat.» Er aber sprach: «Ja, selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen!»

Offertorium

Latein
Justítiæ Dómini rectæ, lætificántes corda, et judícia ejus dulcióra super mel et favum: nam et servus tuus custódit ea.
Deutsch
Des Herrn Gesetze sind gerecht, sie machen froh die Herzen; und seine Satzungen sind süßer noch als Honig und Honigseim. Daher befolgt sie auch Dein Knecht.

Secreta (Stillgebet)

Latein
Hæc hóstia, Dómine, quǽsumus, emúndet nostra delícta: et, ad sacrifícium celebrándum, subditórum tibi córpora mentésque sanctíficet.
Deutsch
Herr, wir bitten: diese Opfergabe tilge unsre Vergehen und heilige Leib und Seele Deiner Diener zur Feier des Opfers. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. ℟. Amen.

Communio

Latein
Passer invénit sibi domum, et turtur nidum, ubi repónat pullos suos: altária tua, Dómine virtútum, Rex meus, et Deus meus: beáti, qui hábitant in domo tua, in sǽculum sǽculi laudábunt te.
Deutsch
Der Sperling hat ein Heim gefunden, ein Nest die Turteltaube, worin sie ihre Jungen birgt; so finde ich für mich Deinen Altar, o Herr der Himmelsheere, mein König und mein Gott. Glückselig, die in Deinem Hause wohnen; sie preisen Dich in alle Ewigkeit.

Postcommunio

Latein
A cunctis nos, quǽsumus, Dómine, reátibus et perículis propitiátus absólve: quos tanti mystérii tríbuis esse partícipes.
Deutsch

Praefatio

Latein
Vere dignum et justum est, æquum et salutare, nos tibi semper et ubique gratias agere: Domine sancte, Pater omnipotens, æterne Deus: Qui corporali jejunio vitia comprimis, mentem elevas, virtutem largiris et præmia: per Christum, Dominum nostrum. Per quem majestatem tuam laudant Angeli, adorant Dominationes, tremunt Potestates. Cæli cælorumque Virtutes ac beata Seraphim socia exsultatione concelebrant. Cum quibus et nostras voces ut admitti jubeas, deprecamur, supplici confessione dicentes: Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus Deus Sabaoth. Pleni sunt cæli et terra gloria tua. Hosanna in excelsis. Benedictus, qui venit in nomine Domini. Hosanna in excelsis.
Deutsch
Es ist in Wahrheit würdig und recht, billig und heilsam, Dir immer und überall dankzusagen, heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott. Durch das Fasten des Leibes unterdrückst Du die Sünde, erhebst Du den Geist, spendest Tugendkraft und Lohn: durch Christus, unsern Herrn. Durch Ihn loben die Engel Deine Majestät, die Herrschaften beten sie an, die Mächte verehren sie zitternd. Die Himmel und die himmlischen Kräfte und die seligen Seraphim feiern sie jubelnd im Chore. Mit ihnen laß, so flehen wir, auch uns einstimmen und voll Ehrfurcht bekennen: Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe! Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!

3. Fastensonntag (Oculi) (Dominica III in Quadragesima) ist ein Fest I. Klasse im liturgischen Kalender der überlieferten römischen Liturgie nach dem Missale Romanum 1962. Das Fest wird am 28 Tage vor Ostern begangen. Es fällt in die liturgische Zeit: Fastenzeit.

Auf dieser Seite finden Sie die vollständigen Messtexte (Proprium) in Latein und Deutsch zum Mitbeten und Studium.