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VIOLETT • Fastenzeit

3. Fastensonntag (Oculi)

Dominica III in Quadragesima

Violett I. Klasse Fastenzeit

Austreibung des stummen Dämons.

Introitus

Oculi mei semper ad Dóminum, quia ipse evéllet de láqueo pedes meos: réspice in me, et miserére mei, quóniam únicus et pauper sum ego. Ad te, Dómine, levávi ánimam meam: Deus meus, in te confído, non erubéscam, Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in saecula saeculorum. Amen.

Meine Augen schauen stets auf den Herrn, denn er wird meine Füße aus dem Netz ziehen: blicke auf mich und erbarme dich meiner, denn ich bin einsam und arm. Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele: mein Gott, ich vertraue auf dich, ich werde nicht zuschanden werden. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Oratio (Kollekte)

Quǽsumus, omnípotens Deus, vota humílium réspice: atque, ad defensiónem nostram, déxteram tuæ majestátis exténde.

Wir bitten dich, allmächtiger Gott, schau auf die Gelübde der Demütigen, und strecke zu unserer Verteidigung die Rechte deiner Majestät aus.

Lesung (Lectio / Epistola)

Léctio Epístolæ beáti Pauli Apóstoli ad Ephésios. Fratres: Estóte imitatóres Dei, sicut fílii caríssimi: et ambuláte in dilectióne, sicut et Christus diléxit nos, et trádidit semetípsum pro nobis oblatiónem, et hóstiam Deo in odórem suavitátis. Fornicátio autem et omnis immundítia aut avarítia nec nominétur in vobis, sicut decet sanctos: aut turpitúdo aut stultilóquium aut scurrílitas, quæ ad rem non pértinet: sed magis gratiárum áctio. Hoc enim scitóte intelligéntes, quod omnis fornicátor aut immúndus aut ávarus, quod est idolórum sérvitus, non habet hereditátem in regno Christi et Dei. Nemo vos sedúcat inánibus verbis: propter hæc enim venit ira Dei in fílios diffidéntiæ. Nolíte ergo éffici partícipes eórum. Erátis enim aliquándo ténebræ: nunc autem lux in Dómino. Ut fílii lucis ambuláte: fructus enim lucis est in omni bonitáte et justítia et veritáte.

Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Epheser. Brüder: Ahmt Gott nach als geliebte Kinder, und wandelt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Gabe und Opfer für Gott zu lieblichem Wohlgeruch. Unzucht aber und jede Unreinheit oder Habsucht werde bei euch nicht einmal genannt, wie es sich für Heilige geziemt, auch nicht Schändlichkeit oder törichtes Gerede oder Zoten, was sich nicht gehört, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen und verstehen, dass jeder Unzüchtige oder Unreine oder Habsüchtige, was Götzendienst ist, kein Erbe hat im Reich Christi und Gottes. Niemand verführe euch mit nichtigen Worten: denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Unglaubens. Werdet also nicht ihre Teilhaber. Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts; denn die Frucht des Lichts ist in aller Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.

Graduale / Alleluia

Exsúrge, Dómine, non præváleat homo: judicéntur gentes in conspéctu tuo. ℣. In converténdo inimícum meum retrórsum, infirmabúntur, et períbunt a facie tua. Ad te levávi óculos meos, qui hábitas in cœlis. ℣. Ecce, sicut óculi servórum in mánibus dominórum suórum. ℣. Et sicut óculi ancíllæ in mánibus dóminæ suæ: ita óculi nostri ad Dóminum, Deum nostrum, donec misereátur nostri, ℣. Miserére nobis, Dómine, miserére nobis.

Steh auf, Herr, der Mensch soll nicht die Oberhand behalten: die Völker sollen vor deinem Angesicht gerichtet werden. ℣. Wenn du meinen Feind zurückweist, werden sie geschwächt und vergehen vor deinem Angesicht. Zu dir erhebe ich meine Augen, der du wohnst in den Himmeln. ℣. Siehe, wie die Augen der Knechte auf den Händen ihrer Herren. ℣. Und wie die Augen der Magd auf den Händen ihrer Herrin: so sind unsere Augen auf den Herrn, unseren Gott, gerichtet, bis er sich unser erbarmt, ℣. Erbarme dich unser, Herr, erbarme dich unser.

Tractus

Ad te levavi oculos meos, qui habitas in cælis. ℣. Ecce, sicut oculi servorum in manibus dominorum suorum. ℣. Et sicut oculi ancillæ in manibus dominæ suæ: ita oculi nostri ad Dominum, Deum nostrum, donec misereatur nostri. ℣. Miserere nobis, Domine, miserere nobis.

Zu dir erhebe ich meine Augen, der du wohnst in den Himmeln. ℣. Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren. ℣. Und wie die Augen der Magd auf die Hände ihrer Herrin: so sind unsere Augen auf den Herrn, unseren Gott, bis er sich unser erbarmt. ℣. Erbarme dich unser, Herr, erbarme dich unser.

Evangelium

In illo témpore: Erat Jesus ejíciens dæmónium, et illud erat mutum. Et cum ejecísset dæmónium, locútus est mutus, et admirátæ sunt turbæ. Quidam autem ex eis dixérunt: In Beélzebub, príncipe dæmoniórum, éjicit dæmónia. Et álii tentántes, signum de cœlo quærébant ab eo. Ipse autem ut vidit cogitatiónes eórum, dixit eis: Omne regnum in seípsum divísum desolábitur, et domus supra domum cadet. Si autem et sátanas in seípsum divísus est, quómodo stabit regnum ejus? quia dícitis, in Beélzebub me ejícere dæmónia. Si autem ego in Beélzebub ejício dæmónia: fílii vestri in quo ejíciunt? Ideo ipsi júdices vestri erunt. Porro si in dígito Dei ejício dæmónia: profécto pervénit in vos regnum Dei. Cum fortis armátus custódit átrium suum, in pace sunt ea, quæ póssidet. Si autem fórtior eo supervéniens vícerit eum, univérsa arma ejus áuferet, in quibus confidébat, et spólia ejus distríbuet. Qui non est mecum, contra me est: et qui non cólligit mecum, dispérgit. Cum immúndus spíritus exíerit de hómine, ámbulat per loca inaquósa, quærens réquiem: et non invéniens, dicit: Revértar in domum meam, unde exívi. Et cum vénerit, invénit eam scopis mundátam, et ornátam. Tunc vadit, et assúmit septem álios spíritus secum nequióres se, et ingréssi hábitant ibi. Et fiunt novíssima hóminis illíus pejóra prióribus. Factum est autem, cum hæc díceret: extóllens vocem quædam múlier de turba, dixit illi: Beátus venter, qui te portávit, et úbera, quæ suxísti. At ille dixit: Quinímmo beáti, qui áudiunt verbum Dei, et custódiunt illud.

In jener Zeit: Jesus trieb einen Dämon aus, und dieser war stumm. Und als er den Dämon ausgetrieben hatte, redete der Stumme, und die Volksscharen verwunderten sich. Einige aber von ihnen sagten: Durch Beelzebul, den Fürsten der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. Und andere, die ihn versuchten, verlangten von ihm ein Zeichen vom Himmel. Er selbst aber, da er ihre Gedanken sah, sprach zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und Haus wird auf Haus fallen. Wenn aber auch der Satan in sich gespalten ist, wie wird sein Reich bestehen? Weil ihr sagt, durch Beelzebul treibe ich die Dämonen aus. Wenn aber ich durch Beelzebul die Dämonen austreibe: eure Söhne, durch wen treiben sie sie aus? Darum werden sie selbst eure Richter sein. Wenn ich aber durch den Finger Gottes die Dämonen austreibe: dann ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen. Wenn ein Starker, bewaffnet, seinen Hof bewacht, so ist das, was er besitzt, in Frieden. Wenn aber ein Stärkerer als er über ihn kommt und ihn besiegt, nimmt er ihm alle seine Waffen weg, auf die er vertraute, und verteilt seine Beute. Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut. Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, durchwandert er wasserlose Orte und sucht Ruhe; und wenn er sie nicht findet, spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, von dem ich ausgegangen bin. Und wenn er kommt, findet er es mit Besen gereinigt und geschmückt. Dann geht er und nimmt sieben andere Geister mit sich, bösere als er selbst, und sie ziehen ein und wohnen dort. Und es werden die letzten Dinge jenes Menschen schlimmer als die ersten. Es geschah aber, als er dies sagte: da erhob eine Frau aus der Volksmenge ihre Stimme und sprach zu ihm: Selig der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja vielmehr selig, die das Wort Gottes hören und es bewahren.

Offertorium

Justítiæ Dómini rectæ, lætificántes corda, et judícia ejus dulcióra super mel et favum: nam et servus tuus custódit ea.

Die Rechtsordnungen des Herrn sind richtig und erfreuen die Herzen, und seine Urteile sind süßer als Honig und Wabe: denn auch dein Knecht hält sie.

Secreta (Stillgebet)

Hæc hóstia, Dómine, quǽsumus, emúndet nostra delícta: et, ad sacrifícium celebrándum, subditórum tibi córpora mentésque sanctíficet.

Dieses Opfer, Herr, so bitten wir, reinige unsere Vergehen und heilige zur Feier des Opfers die dir unterworfenen Leiber und Herzen.

Communio

Passer invénit sibi domum, et turtur nidum, ubi repónat pullos suos: altária tua, Dómine virtútum, Rex meus, et Deus meus: beáti, qui hábitant in domo tua, in sǽculum sǽculi laudábunt te.

Der Sperling hat sich ein Haus gefunden und die Turteltaube ein Nest, wo sie ihre Jungen birgt: deine Altäre, Herr der Heerscharen, mein König und mein Gott. Selig, die in deinem Hause wohnen, sie werden dich preisen in alle Ewigkeit.

Postcommunio

A cunctis nos, quǽsumus, Dómine, reátibus et perículis propitiátus absólve: quos tanti mystérii tríbuis esse partícipes.

Von allen Schulden und Gefahren, bitten wir, o Herr, löse uns in deiner Huld: die du gewürdigt hast, an diesem so großen Geheimnis teilzuhaben.

Praefatio Præfatio de Quadragesima

Vere dignum et justum est, æquum et salutare, nos tibi semper et ubique gratias agere: Domine sancte, Pater omnipotens, æterne Deus: Qui corporali jejunio vitia comprimis, mentem elevas, virtutem largiris et præmia: per Christum, Dominum nostrum. Per quem majestatem tuam laudant Angeli, adorant Dominationes, tremunt Potestates. Cæli cælorumque Virtutes ac beata Seraphim socia exsultatione concelebrant. Cum quibus et nostras voces ut admitti jubeas, deprecamur, supplici confessione dicentes: Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus Deus Sabaoth. Pleni sunt cæli et terra gloria tua. Hosanna in excelsis. Benedictus, qui venit in nomine Domini. Hosanna in excelsis.

Wahrhaft würdig und recht ist es, billig und heilsam, dass wir dir immer und überall Dank sagen: Heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott: Der du durch leibliches Fasten die Laster niederhältst, den Geist erhebst, Tugend schenkst und Belohnung: durch Christus, unseren Herrn. Durch ihn preisen deine Majestät die Engel, beten die Herrschaften an, erzittern die Mächte. Die Himmel und die Kräfte der Himmel und die seligen Seraphim feiern in gemeinsamer Freude. Mit ihnen bitten wir, dass du auch unsere Stimmen zuzulassen gebietest, indem wir in demütiger Lobpreisung sprechen: Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Voll sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe. Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.