Das vollständige Römische Meßbuch — Schott 1927
Lateinisch und deutsch · 2. verbesserte Auflage · Herder, Freiburg im Breisgau 1927
Anselm Schotts „Das vollständige Römische Meßbuch lateinisch und deutsch mit Einführungen“, herausgegeben von P. Pius Bihlmeyer OSB (Beuron / Herder, 2. Auflage 1927) — von mir vollständig digitalisiert und hier als durchsuchbares PDF mit OCR-Textebene zum freien Download bereitgestellt.
Du suchst den Schott zum Download? Die viel gesuchte Ausgabe 1962 ist in der Regel noch urheberrechtlich geschützt und nicht legal als kostenloses PDF erhältlich. Die hier angebotene Ausgabe von 1927 ist gemeinfrei und bietet im Wesentlichen dieselbe überlieferte römische Liturgie — die wenigen Unterschiede zum Schott bzw. Missale 1962 sind unten erklärt.
Hinweis: Beim Scannen wurden vier Seiten beschädigt. Diese werden derzeit wiederhergestellt und anschließend in das PDF eingefügt. Die aktuelle Fassung ist bis auf diese vier Seiten vollständig.
Unterschiede im Text zum Missale Romanum 1962
Der Schott von 1927 gibt das Missale Romanum in der Gestalt der Editio typica von 1920 wieder — also den Stand nach den Reformen Pius’ X. (Neuordnung des Psalteriums 1911) und vor allen späteren Eingriffen. Das Missale Romanum 1962 (Editio typica unter Johannes XXIII.), das dieser Website zugrunde liegt, unterscheidet sich davon durch drei große Reformwellen. Die Messordnung (Ordo Missae) und der eigentliche Wortlaut der Gebete sind weithin identisch; die Unterschiede betreffen vor allem Karwoche, Rubriken/Kalender und einige Formulare.
1.Karwoche (Reform Pius’ XII., 1955)
Der größte Unterschied. Mit dem Ordo Hebdomadae Sanctae instauratus (1955) wurde das gesamte Triduum Sacrum neu geordnet. Der Schott 1927 hat noch die alte Form:
- Osternacht (Vigil) am Karsamstagmorgen — 1962 in die Nacht zurückverlegt, mit neuer Lichtfeier, Erneuerung der Taufgelübde (in der Volkssprache) und reduzierten Prophetien (12 → 4 Lesungen).
- Palmweihe und Palmprozession, Gründonnerstag (Abendmahlsmesse am Abend), Karfreitag (Nachmittag) — 1955/1962 in Aufbau und Uhrzeit deutlich verändert.
2.Rubriken und Kalender (1955 / Rubrikenkodex 1960)
Die Dekrete Cum nostra hac aetate (1955) und der in das Missale 1962 aufgenommene Rubrikenkodex von 1960 vereinfachten den Vollzug erheblich:
- Ränge der Feste: das alte System (Duplex I./II. Klasse, Duplex maius, Duplex, Semiduplex, Simplex) wurde durch die vier Klassen I–IV ersetzt.
- Oktaven: nur noch Weihnachten, Ostern und Pfingsten — 1927 gibt es noch zahlreiche Oktaven (Epiphanie, Fronleichnam, Himmelfahrt, Herz Jesu, Heiligenoktaven u. a.).
- Vigilien und Kommemorationen stark reduziert; in der Regel nur noch eine Oration statt der früheren Häufung mehrerer Gebete.
- Confiteor vor der Kommunion der Gläubigen entfällt 1962 — im Schott 1927 ist es noch vorgesehen.
3.Neue Feste und Meßformulare (1925–1962)
Zwischen 1920 und 1962 kamen Feste und eigene Formulare hinzu, die im Schott 1927 noch fehlen oder anders lauten:
- Mariä Aufnahme in den Himmel (15. Aug.): nach der Dogmatisierung 1950 erhielt das Fest das neue Formular „Signum magnum“ — 1927 steht noch das alte Formular „Gaudeamus“.
- Hl. Josef der Arbeiter (1. Mai), 1955 eingeführt (ersetzt das alte Patronatsfest des hl. Josef); Unbeflecktes Herz Mariä (1944); Königin Maria (1954) — alle nach 1927.
- Christkönig: 1925 von Pius XI. eingeführt (letzter Sonntag im Oktober) — je nach Druck dieser Auflage bereits enthalten.
- Namen des hl. Josef im Canon: Johannes XXIII. fügte Ende 1962 den hl. Josef in das Communicantes ein. Der Canon im Schott 1927 nennt ihn noch nicht.
Schott 1927
Missale Romanum nach der Editio typica 1920 · alte Karwoche · altes Rangsystem mit vielen Oktaven · Canon ohne hl. Josef.
Missale 1962
Editio typica unter Johannes XXIII. · reformierte Karwoche (1955) · vier Festklassen · hl. Josef im Canon — Grundlage dieser Website.
Der lateinische Text des Missale ist gemeinfrei. Diese Ausgabe ist daher frei zugänglich. Wer den geltenden Stand der überlieferten Liturgie sucht, findet ihn im Proprium und Kalender nach dem Missale Romanum 1962.
Häufige Fragen
Gibt es den Schott 1962 zum kostenlosen Download?
Eine legale kostenlose PDF-Ausgabe des Schott von 1962 gibt es in der Regel nicht — sie ist noch urheberrechtlich geschützt. Gemeinfrei und damit frei herunterladbar ist die hier angebotene Ausgabe von 1927. Sie enthält im Wesentlichen dieselbe überlieferte römische Liturgie; die Unterschiede zum Stand von 1962 sind oben erklärt.
Ist der Download wirklich kostenlos und legal?
Ja. Anselm Schott († 1925) und der Bearbeiter Pius Bihlmeyer († 1931) sind seit mehr als 70 Jahren verstorben; die Ausgabe 1927 ist damit gemeinfrei. Der lateinische Text des Missale Romanum ist ohnehin gemeinfrei.
Was ist der Unterschied zwischen dem Schott 1927 und dem Missale 1962?
Vor allem die Karwochenreform von 1955, das vereinfachte Rang- und Kalendersystem (Rubrikenkodex 1960) sowie einige nach 1927 hinzugekommene Feste und Formulare. Ordo Missae und Gebetswortlaut sind weithin gleich. Details siehe Unterschiede zum Missale 1962.
In welchem Format und Umfang ist das PDF?
Ein durchsuchbares PDF mit OCR-Textebene, 1495 Seiten, rund 60 MB, lateinisch und deutsch.