4. Fastensonntag (Laetare)

Dominica IV in Quadragesima

I. Klasse Rosa Fastenzeit 📅 21 Tage vor Ostern Credo
Im Kalender:

Introitus

Latein
Lætáre, Jerúsalem: et convéntum fácite, omnes qui dilígitis eam: gaudéte cum lætítia, qui in tristítia fuístis: ut exsultétis, et satiémini ab ubéribus consolatiónis vestræ. Lætátus sum in his, quæ dicta sunt mihi: in domum Dómini íbimus. Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in saecula saeculorum. Amen.
Deutsch
Freu dich, Jerusalem! Kommt alle zusammen, die ihr es liebt; froh überlaßt euch der Freude, die ihr traurig waret; frohlocken sollet ihr und satt euch trinken an der Tröstung Überfülle, die euch quillt. (Ps. 121, 1) Wie freute ich mich, da man mir sagte: Wir ziehen zum Hause des Herrn. ℣. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Freu dich (bis zum Ps.).

Oratio (Kollekte)

Latein
Concéde, quǽsumus, omnípotens Deus: ut, qui ex mérito nostræ actiónis afflígimur, tuæ grátiæ consolatióne respirémus.
Deutsch
Wir bitten Dich, allmächtiger Gott: laß uns, die wir mit Recht für unsere Missetaten gezüchtigt werden, durch den Trost Deiner Gnade wieder aufatmen. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. ℟. Amen.

Lesung (Lectio / Epistola)

Latein
Léctio Epístolæ beáti Pauli Apóstoli ad Gálatas Fratres: Scriptum est: Quóniam Abraham duos fílios hábuit: unum de ancílla, et unum de líbera. Sed qui de ancílla, secúndum carnem natus est: qui autem de líbera, per repromissiónem: quæ sunt per allegoríam dicta. Hæc enim sunt duo testaménta. Unum quidem in monte Sina, in servitútem génerans: quæ est Agar: Sina enim mons est in Arábia, qui conjúnctus est ei, quæ nunc est Jerúsalem, et servit cum fíliis suis. Illa autem, quæ sursum est Jerúsalem, líbera est, quæ est mater nostra. Scriptum est enim: Lætáre, stérilis, quæ non paris: erúmpe, et clama, quæ non párturis: quia multi fílii desértæ, magis quam ejus, quæ habet virum. Nos autem, fratres, secúndum Isaac promissiónis fílii sumus. Sed quómodo tunc is, qui secúndum carnem natus fúerat, persequebátur eum, qui secúndum spíritum: ita et nunc. Sed quid dicit Scriptúra? Ejice ancíllam et fílium ejus: non enim heres erit fílius ancíllæ cum fílio líberæ. Itaque, fratres, non sumus ancíllæ fílii, sed líberæ: qua libertáte Christus nos liberávit.
Deutsch
Brüder! Es steht geschrieben: Abraham hatte zwei Söhne, einen von der Magd und einen von der Freien. Der von der Magd war auf dem Wege des Fleisches geboren, der von der Freien aber auf Grund einer Verheißung. Das ist bildlich gesprochen: es bedeutet die beiden Testamente. Das eine stammt vom Sinai und gebiert zur Knechtschaft; es wird durch Agar dargestellt. Der Berg Sinai liegt nämlich in Arabien; er steht in Zusammenhang mit dem jetzigen Jerusalem (der Alte Bund wurde in der Heimat der Agar, in dem geknechteten Arabien, gestiftet und nach Jerusalem übertragen; er hat darum die Zeichen der Knechtschaft an sich), das mit seinen Kindern in der Knechtschaft ist. Jenes Jerusalem aber, das von oben stammt, ist frei, und das ist unsre Mutter. Steht doch geschrieben [Is. 54, 1] «Freue dich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst; brich in Jubel aus und jauchze, die du nie in Wehen liegest; denn zahlreicher sind die Kinder der Vereinsamten [der Sara] als die Kinder der Vermählten.» Wir, meine Brüder, sind wie Isaak Kinder der Verheißung. Aber wie damals der nach dem Fleische Geborene den nach dem Geiste Geborenen verfolgte, so ist es auch jetzt. Doch was sagt die Schrift? «Verstoße die Magd mit ihrem Sohne; denn der Sohn der Magd soll nicht Erbe sein neben dem Sohne der Freien» [1 Mos. 21, 10]: So sind auch wir, meine Brüder, nicht Kinder der Magd, sondern der Freien auf Grund der Freiheit, die uns Christus geschenkt hat.

Graduale / Alleluia

Latein
Lætátus sum in his, quæ dicta sunt mihi: in domum Dómini íbimus. ℣. Fiat pax in virtúte tua: et abundántia in túrribus tuis. Qui confídunt in Dómino, sicut mons Sion: non commovébitur in ætérnum, qui hábitat in Jerúsalem. ℣. Montes in circúitu ejus: et Dóminus in circúitu pópuli sui, ex hoc nunc et usque in sǽculum.
Deutsch
Wie freute ich mich, da man mir sagte: Wir ziehen zum Hause des Herrn. ℣. Friede sei in deiner Festung, Überfluß in deinen Türmen.

Tractus

Latein
Qui confidunt in Domino, sicut mons Sion: non commovebitur in æternum, qui habitat in Jerusalem. ℣. Montes in circuitu ejus: et Dominus in circuitu populi sui, ex hoc nunc et usque in sæculum.
Deutsch
Wer auf den Herrn vertraut, steht da, fest, wie der Sionsberg; nicht wanken wird in Ewigkeit, wer wohnet in Jerusalem. ℣. Wie ringsum Berge es umgeben, so ist der Herr rings um Sein Volk von nun an bis in Ewigkeit.

Evangelium

Latein
In illo témpore: Abiit Jesus trans mare Galilǽæ, quod est Tiberíadis: et sequebátur eum multitúdo magna, quia vidébant signa, quæ faciébat super his, qui infirmabántur. Súbiit ergo in montem Jesus: et ibi sedébat cum discípulis suis. Erat autem próximum Pascha, dies festus Judæórum. Cum sublevásset ergo óculos Jesus et vidísset, quia multitúdo máxima venit ad eum, dixit ad Philíppum: Unde emémus panes, ut mandúcent hi? Hoc autem dicébat tentans eum: ipse enim sciébat, quid esset factúrus. Respóndit ei Philíppus: Ducentórum denariórum panes non suffíciunt eis, ut unusquísque módicum quid accípiat. Dicit ei unus ex discípulis ejus, Andréas, frater Simónis Petri: Est puer unus hic, qui habet quinque panes hordeáceos et duos pisces: sed hæc quid sunt inter tantos? Dixit ergo Jesus: Fácite hómines discúmbere. Erat autem fænum multum in loco. Discubuérunt ergo viri, número quasi quinque míllia. Accépit ergo Jesus panes, et cum grátias egísset, distríbuit discumbéntibus: simíliter et ex píscibus, quantum volébant. Ut autem impléti sunt, dixit discípulis suis: Collígite quæ superavérunt fragménta, ne péreant. Collegérunt ergo, et implevérunt duódecim cóphinos fragmentórum ex quinque pánibus hordeáceis, quæ superfuérunt his, qui manducáverant. Illi ergo hómines cum vidíssent, quod Jesus fécerat signum, dicébant: Quia hic est vere Prophéta, qui ventúrus est in mundum. Jesus ergo cum cognovísset, quia ventúri essent, ut ráperent eum et fácerent eum regem, fugit íterum in montem ipse solus.
Deutsch
In jener Zeit fuhr Jesus über das Galiläische Meer, das auch See von Tiberias [Genesareth] heißt. Eine große Volksmenge folgte Ihm, weil sie die Wunder sahen, die Er an Kranken wirkte. Da ging Jesus auf einen Berg und setzte Sich daselbst mit Seinen Jüngern nieder. Es war kurz vor Ostern, dem Feste der Juden. Als Jesus die Augen erhob und die große Volksmenge sah, die zu Ihm gekommen war, sprach Er zu Philippus: «Woher werden wir Brot kaufen, das diese zu essen bekommen?» Das sagte Er, um ihn auf die Probe zu stellen; denn Er wußte wohl, was Er tun wollte. Philippus antwortete Ihm: «Brot für zweihundert Denare (etwa 150 Mark) reicht nicht aus für sie, daß jeder auch nur ein wenig bekomme.» Da sprach einer von Seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus: «Es ist ein Knabe hier, der fünf Gerstenbrote und zwei Fische hat: allein was ist das für so viele?» Jesus sprach: «Laßt die Leute sich setzen.» Es war nämlich viel Gras an dem Orte. Da ließen sich die Männer nieder, gegen fünftausend an der Zahl. Jesus nahm nun die Brote, und nachdem Er ein Dankgebet gesprochen hatte, ließ Er sie denen austeilen, die sich gesetzt hatten; desgleichen auch die Fische, soviel sie wollten. Als sie satt waren, sprach Er zu Seinen Jüngern: «Sammelt die übrig gebliebenen Stücklein, damit sie nicht zu Grunde gehen.» Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit Stücklein, die von den fünf Gerstenbroten übrig waren, nachdem alle satt geworden waren. Da nun die Leute das Wunder sahen, das Jesus gewirkt hatte, sprachen sie: «Dieser ist wahrhaft der Prophet, der in die Welt kommen soll!» Jesus aber erkannte, daß sie kommen und Ihn mit Gewalt fortführen wollten, um Ihn zum König zu machen. Er zog Sich daher abermals auf den Berg zurück, um allein zu sein.

Offertorium

Latein
Laudáte Dóminum, quia benígnus est: psállite nómini ejus, quóniam suávis est: ómnia, quæcúmque vóluit, fecit in cœlo et in terra.
Deutsch
Lobet den Herrn, denn Er ist gütig; singet Seinem Namen, denn Er ist lieb. Was immer Er will, alles vollbringt Er im Himmel und auf der Erde.

Secreta (Stillgebet)

Latein
Sacrifíciis præséntibus, Dómine, quǽsumus, inténde placátus: ut et devotióni nostræ profíciant et salúti.
Deutsch
Wir bitten Dich, Herr: schaue versöhnt auf die hier dargebrachten Opfergaben, damit durch sie unsere Hingabe und unser Heil gefördert werden. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. ℟. Amen.

Communio

Latein
Jerúsalem, quæ ædificátur ut cívitas, cujus participátio ejus in idípsum: illuc enim ascendérunt tribus, tribus Dómini, ad confiténdum nómini tuo, Dómine.
Deutsch
Jerusalem, du Stadt so wohl gebaut; dicht schließt sich Haus an Haus. Die Stämme, Gottes Stämme, wallen dort hinauf, zu preisen Deinen Namen, Herr.

Postcommunio

Latein
Da nobis, quǽsumus, miséricors Deus: ut sancta tua, quibus incessánter explémur, sincéris tractémus obséquiis, et fidéli semper mente sumámus.
Deutsch

Praefatio

Latein
Vere dignum et justum est, æquum et salutare, nos tibi semper et ubique gratias agere: Domine sancte, Pater omnipotens, æterne Deus: Qui corporali jejunio vitia comprimis, mentem elevas, virtutem largiris et præmia: per Christum, Dominum nostrum. Per quem majestatem tuam laudant Angeli, adorant Dominationes, tremunt Potestates. Cæli cælorumque Virtutes ac beata Seraphim socia exsultatione concelebrant. Cum quibus et nostras voces ut admitti jubeas, deprecamur, supplici confessione dicentes: Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus Deus Sabaoth. Pleni sunt cæli et terra gloria tua. Hosanna in excelsis. Benedictus, qui venit in nomine Domini. Hosanna in excelsis.
Deutsch
Es ist in Wahrheit würdig und recht, billig und heilsam, Dir immer und überall dankzusagen, heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott. Durch das Fasten des Leibes unterdrückst Du die Sünde, erhebst Du den Geist, spendest Tugendkraft und Lohn: durch Christus, unsern Herrn. Durch Ihn loben die Engel Deine Majestät, die Herrschaften beten sie an, die Mächte verehren sie zitternd. Die Himmel und die himmlischen Kräfte und die seligen Seraphim feiern sie jubelnd im Chore. Mit ihnen laß, so flehen wir, auch uns einstimmen und voll Ehrfurcht bekennen: Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe! Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!

4. Fastensonntag (Laetare) (Dominica IV in Quadragesima) ist ein Fest I. Klasse im liturgischen Kalender der überlieferten römischen Liturgie nach dem Missale Romanum 1962. Das Fest wird am 21 Tage vor Ostern begangen. Es fällt in die liturgische Zeit: Fastenzeit.

Auf dieser Seite finden Sie die vollständigen Messtexte (Proprium) in Latein und Deutsch zum Mitbeten und Studium.