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VIOLETT • Fastenzeit

Feria Tertia infra Hebdomadam II in Quadragesima

Violett III. Klasse Fastenzeit
Introitus

Tibi dixit cor meum, quæsívi vultum tuum. vultum tuum, Dómine, requíram: ne avértas fáciem tuam a me. Dóminus illuminátio mea, et salus mea: quem timébo? Tibi dixit cor meum, quæsívi vultum tuum. vultum tuum, Dómine, requíram: ne avértas fáciem tuam a me.

Mein Herz hat zu dir gesprochen: Ich suchte dein Angesicht. Dein Angesicht, Herr, will ich suchen: wende dein Antlitz nicht von mir ab. Der Herr ist mein Licht und mein Heil: wen sollte ich fürchten? Mein Herz hat zu dir gesprochen: Ich suchte dein Angesicht. Dein Angesicht, Herr, will ich suchen: wende dein Antlitz nicht von mir ab.

Oratio (Kollekte)

Pérfice, quǽsumus, Dómine, benígnus in nobis observántiæ sanctæ subsídium: ut, quæ te auctóre faciénda cognóvimus, te operánte impleámus.

Vollende gnädig, Herr, wir bitten dich, in uns die Hilfe heiliger Beobachtung: damit wir, was wir durch dich als Urheber zu tun erkannt haben, durch dein Wirken erfüllen.

Lesung (Lectio / Epistola)

Léctio libri Regum. In diébus illis: Factus est sermo Dómini ad Elíam Thesbíten, dicens: Surge et vade in Saréphta Sidoniórum, et manébis ibi: præcépi enim ibi mulíeri víduæ, ut pascat te. Surréxit et ábiit in Saréphta. Cumque venísset ad portam civitátis, appáruit ei múlier vídua cólligens ligna, et vocávit eam, dixítque ei: Da mihi páululum aquæ in vase, ut bibam. Cumque illa pérgeret, ut afférret, clamávit post tergum ejus, dicens: Affer mihi, óbsecro, et buccéllam panis in manu tua. Quæ respóndit: Vivit Dóminus, Deus tuus, quia non hábeo panem, nisi quantum pugíllus cápere potest farínæ in hýdria, et páululum ólei in lécytho: en, cóllige duo ligna, ut ingrédiar, et fáciam illum mihi et fílio meo, ut comedámus et moriámur. Ad quam Elías ait: Noli timére, sed vade, et fac, sicut dixísti: verúmtamen mihi primum fac de ipsa farínula subcinerícium panem párvulum, et affer ad me: tibi autem et fílio tuo fácies póstea. Hæc autem dicit Dóminus, Deus Israël: Hýdria farínæ non defíciet, nec lécythus ólei minuétur, usque ad diem, in qua Dóminus datúrus est plúviam super fáciem terræ. Quæ ábiit, et fecit juxta verbum Elíæ: et comédit ipse et illa et domus ejus: et ex illa die hýdria farínæ non defécit, et lécythus ólei non est imminútus, juxta verbum Dómini, quod locútus fúerat in manu Elíæ.

Lesung aus dem Buch der Könige. In jenen Tagen: Das Wort des Herrn erging an Elija aus Tischbe, er sprach: Mach dich auf und geh nach Sarepta bei Sidon, und du sollst dort bleiben; denn ich habe dort einer Witwe befohlen, dich zu versorgen. Da machte er sich auf und ging nach Sarepta. Als er an das Tor der Stadt kam, siehe, da erschien ihm eine Witwe, die Holz sammelte. Er rief sie an und sprach zu ihr: Gib mir ein wenig Wasser im Gefäß, damit ich trinke. Als sie hinging, um es zu holen, rief er ihr nach und sprach: Bringe mir doch auch einen Bissen Brot in deiner Hand mit. Sie antwortete: So wahr der Herr, dein Gott, lebt, ich habe kein Brot, nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug. Siehe, ich sammle eben zwei Holzstücke, um hineinzugehen und es mir und meinem Sohn zuzubereiten, dass wir essen und dann sterben. Zu ihr sprach Elija: Fürchte dich nicht, sondern geh und tu, wie du gesagt hast. Doch mache mir zuerst von jenem Mehl ein kleines Brot, gebacken auf der Glut, und bringe es zu mir; dir aber und deinem Sohn sollst du es danach machen. Denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Der Topf mit Mehl wird nicht leer werden, und der Krug mit Öl wird nicht abnehmen bis zu dem Tag, an dem der Herr Regen geben wird über das Angesicht der Erde. Sie ging hin und tat nach dem Wort Elijas; und er aß und sie und ihr Haus. Und von jenem Tag an wurde der Topf mit Mehl nicht leer und der Krug mit Öl nahm nicht ab, nach dem Wort des Herrn, das er durch Elija gesprochen hatte.

Graduale / Alleluia

Jacta cogitátum tuum in Dómino, et ipse te enútriet. ℣. Dum clamárem ad Dóminum, exaudívit vocem meam ab his, qui appropínquant mihi.

Wirf deine Sorge auf den Herrn, und er wird dich nähren. ℣. Als ich zum Herrn rief, erhörte er meine Stimme vor denen, die sich mir nähern.

Evangelium

Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Matthǽum. In illo témpore: Locútus est Jesus ad turbas et ad discípulos suos, dicens: Super cáthedram Móysi sedérunt scribæ et pharisǽi. Omnia ergo, quæcúmque díxerint vobis, serváte et fácite: secúndum ópera vero eórum nolíte fácere: dicunt enim, et non fáciunt. Alligant enim ónera grávia et importabília, et impónunt in húmeros hóminum: dígito autem suo nolunt ea movére. Omnia vero ópera sua fáciunt, ut videántur ab homínibus: dilátant enim phylactéria sua, et magníficant fímbrias. Amant autem primos recúbitus in cenis, et primas cáthedras in synagógis, et salutatiónes in foro, et vocári ab homínibus Rabbi. Vos autem nolíte vocári Rabbi: unus est enim Magíster vester, omnes autem vos fratres estis. Et patrem nolíte vocáre vobis super terram, unus est enim Pater vester, qui in cœlis est. Nec vocémini magístri: quia Magíster vester unus est, Christus. Qui major est vestrum, erit miníster vester. Qui autem se exaltáverit, humiliábitur: et qui se humiliáverit, exaltábitur.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. In jener Zeit: Jesus sprach zu den Volksscharen und zu seinen Jüngern: Auf dem Lehrstuhl des Mose haben sich die Schriftgelehrten und Pharisäer gesetzt. Alles nun, was immer sie euch sagen, das haltet und tut; aber nach ihren Werken tut nicht; denn sie sagen es und tun es nicht. Sie binden nämlich schwere und unerträgliche Lasten und legen sie den Menschen auf die Schultern; mit ihrem Finger aber wollen sie sie nicht bewegen. Alle ihre Werke aber tun sie, damit sie von den Menschen gesehen werden; sie machen nämlich ihre Gebetsriemen breit und die Quasten groß. Sie lieben aber die ersten Plätze bei den Mahlzeiten und die ersten Sitze in den Synagogen und die Begrüßungen auf dem Markt und von den Menschen Rabbi genannt zu werden. Ihr aber sollt nicht Rabbi genannt werden; denn einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Und einen Vater sollt ihr euch nicht nennen lassen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der in den Himmeln ist. Auch sollt ihr nicht Meister genannt werden; denn euer Meister ist einer, Christus. Der Größte unter euch soll euer Diener sein. Wer sich aber selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

Offertorium

Miserére mei, Dómine, secúndum magnam misericórdiam tuam: dele, Dómine, iniquitátem meam.

Erbarme dich meiner, Herr, nach deiner großen Barmherzigkeit: tilge, Herr, meine Missetat.

Secreta (Stillgebet)

Sanctificatiónem tuam nobis, Dómine, his mystériis operáre placátus: quæ nos et a terrénis purget vítiis, et ad cœléstia dona perdúcat.

Deine Heiligung, Herr, wirke gnädig an uns durch diese Geheimnisse: sie reinige uns von irdischen Lastern und führe uns zu den himmlischen Gaben.

Communio

Narrábo ómnia mirabília tua: lætábor, et exsultábo in te: psallam nómini tuo, Altíssime.

Ich will erzählen alle deine Wunder: ich will mich freuen und frohlocken in dir: ich will singen deinem Namen, du Höchster.

Postcommunio

Ut sacris, Dómine, reddámur digni munéribus: fac nos tuis, quǽsumus, semper obœdíre mandátis.

Damit wir würdig werden, Herr, deine heiligen Gaben zu empfangen: lass uns, wir bitten dich, deinen Geboten stets gehorchen.

oratio_super_populum

Orémus. Humiliáte cápita vestra Deo. Propitiáre, Dómine, supplicatiónibus nostris, et animárum nostrárum medére languóribus: ut, remissióne percépta, in tua semper benedictióne lætámur.

Lasset uns beten. Neigt euer Haupt vor Gott. Sei unseren Bitten gnädig, o Herr, und heile die Gebrechen unserer Seelen: damit wir, nachdem wir Vergebung erlangt haben, uns stets in deinem Segen freuen.