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GRÜN • Zeit nach Pfingsten

14. Sonntag nach Pfingsten

Dominica XIV Post Pentecosten

Grün II. Klasse Zeit nach Pfingsten

Kommemoration: S. Ludovici Regis Franciæ Confessoris

«Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.»

Introitus

Protéctor noster, áspice, Deus, et réspice in fáciem Christi tui: quia mélior est dies una in átriis tuis super mília. ℣. Quam dilécta tabernácula tua, Dómine virtútum! Concupíscit, et déficit ánima mea in átria Dómini. Protéctor noster, áspice, Deus, et réspice in fáciem Christi tui: quia mélior est dies una in átriis tuis super mília

Unser Beschützer, blicke her, o Gott, und schau auf das Angesicht deines Gesalbten: denn besser ist ein einziger Tag in deinen Vorhöfen als tausend. ℣. Wie liebenswert sind deine Wohnungen, Herr der Heerscharen! Es sehnt sich und vergehrt meine Seele nach den Vorhöfen des Herrn. Unser Beschützer, blicke her, o Gott, und schau auf das Angesicht deines Gesalbten: denn besser ist ein einziger Tag in deinen Vorhöfen als tausend.

Oratio (Kollekte)

Custódi, Dómine, quǽsumus, Ecclésiam tuam propitiatióne perpétua: et quia sine te lábitur humána mortálitas; tuis semper auxíliis et abstrahátur a nóxiis et ad salutária dirigátur.

Bewahre, Herr, wir bitten, deine Kirche durch dein immerwährendes Erbarmen: und weil ohne dich das menschliche Geschlecht dem Untergang zuneigt, möge es durch deine Hilfen stets sowohl vom Schädlichen abgezogen als auch zum Heilsamen hingelenkt werden.

Oratio (Kollekte) — S. Ludovici Regis Franciæ Confessoris Kommemoration

Deus, qui beátum Ludovícum Confessórem tuum de terréno regno ad cœléstis regni glóriam transtulísti: ejus, quǽsumus, méritis et intercessióne; Regis regum Jesu Christi, Fílii tui, fácias nos esse consórtes:

Gott, du hast den seligen Ludwig, deinen Bekenner, von einem irdischen Königreich zur Herrlichkeit des himmlischen Reiches hinübergeführt: durch seine Verdienste und Fürbitte, so bitten wir, lass uns am Königtum Jesu Christi, des Königs der Könige, deines Sohnes, Anteil haben:

Lesung (Lectio / Epistola)

Léctio Epístolæ beáti Pauli Apóstoli ad Gálatas. Fratres: Spíritu ambuláte, et desidéria carnis non perficiétis. Caro enim concupíscit advérsus spíritum, spíritus autem advérsus carnem: hæc enim sibi ínvicem adversántur, ut non quæcúmque vultis, illa faciátis. Quod si spíritu ducímini, non estis sub lege. Manifésta sunt autem ópera carnis, quæ sunt fornicátio, immundítia, impudicítia, luxúria, idolórum sérvitus, venefícia, inimicítiæ, contentiónes, æmulatiónes, iræ, rixæ, dissensiónes, sectæ, invídiæ, homicídia, ebrietátes, comessatiónes, et his simília: quæ prædíco vobis, sicut prædíxi: quóniam, qui talia agunt, regnum Dei non consequántur. Fructus autem Spíritus est: cáritas, gáudium, pax, patiéntia, benígnitas, bónitas, longanímitas, mansuetúdo, fides, modéstia, continéntia, cástitas. Advérsus hujúsmodi non est lex. Qui autem sunt Christi, carnem suam crucifixérunt cum vítiis et concupiscéntiis.

Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Galater. Brüder: Wandelt im Geist, und ihr werdet die Begierden des Fleisches nicht vollenden. Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist, der Geist aber gegen das Fleisch: diese nämlich widerstreben einander, so dass ihr nicht das tut, was ihr wollt. Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, seid ihr nicht unter dem Gesetz. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit, Ausschweifung, Götzendienst, Zaubereien, Feindschaften, Streitigkeiten, Eifersüchteleien, Zornausbrüche, Zänkereien, Spaltungen, Sekten, Neid, Mordtaten, Trunksucht, Gelage und dergleichen: was ich euch voraussage, wie ich vorausgesagt habe: dass, die solches tun, das Reich Gottes nicht erlangen werden. Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Güte, Gütigkeit, Langmut, Sanftmut, Glaube, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit, Keuschheit. Gegen solche gibt es kein Gesetz. Die aber Christi sind, haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Lastern und Begierden.

Graduale / Alleluia

Bonum est confidére in Dómino, quam confidére in hómine. ℣. Bonum est speráre in Dómino, quam speráre in princípibus. Allelúja, allelúja. Veníte, exsultémus Dómino, jubilémus Deo, salutári nostro. Allelúja.

Besser ist es, auf den Herrn zu vertrauen, als auf Menschen zu vertrauen. ℟. Besser ist es, auf den Herrn zu hoffen, als auf Fürsten zu hoffen. Halleluja, halleluja. Kommt, lasst uns dem Herrn jubeln, jauchzen wir Gott, unserem Heil. Halleluja.

Evangelium

Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Matthǽum In illo témpore: Dixit Jesus discípulis suis: Nemo potest duóbus dóminis servíre: aut enim unum ódio habébit, et álterum díliget: aut unum sustinébit, et álterum contémnet. Non potéstis Deo servíre et mammónæ. Ideo dico vobis, ne sollíciti sitis ánimæ vestræ, quid manducétis, neque córpori vestro, quid induámini. Nonne ánima plus est quam esca: et corpus plus quam vestiméntum? Respícite volatília cœli, quóniam non serunt neque metunt neque cóngregant in hórrea: et Pater vester cœléstis pascit illa. Nonne vos magis pluris estis illis? Quis autem vestrum cógitans potest adjícere ad statúram suam cúbitum unum? Et de vestiménto quid sollíciti estis? Consideráte lília agri, quómodo crescunt: non labórant neque nent. Dico autem vobis, quóniam nec Sálomon in omni glória sua coopértus est sicut unum ex istis. Si autem fænum agri, quod hódie est et cras in clíbanum míttitur, Deus sic vestit: quanto magis vos módicæ fídei? Nolíte ergo sollíciti esse, dicéntes: Quid manducábimus aut quid bibémus aut quo operiémur? Hæc enim ómnia gentes inquírunt. Scit enim Pater vester, quia his ómnibus indigétis. Quǽrite ergo primum regnum Dei et justítiam ejus: et hæc ómnia adjiciéntur vobis.

Aus dem heiligen Evangelium † nach Matthäus In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Betrachtet die Vögel des Himmels: Sie säen nicht und ernten nicht und sammeln nicht in Scheunen, und euer himmlischer Vater nährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer aber von euch kann mit seinem Sorgen seiner Lebenslänge auch nur eine Elle hinzufügen? Und was sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Ich sage euch aber: Auch Salomon in all seiner Herrlichkeit war nicht bekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wie viel mehr euch, ihr Kleingläubigen? Sorgt euch also nicht und sagt nicht: Was werden wir essen oder was werden wir trinken oder womit werden wir uns bedecken? Denn nach all dem trachten die Heiden. Euer Vater weiß ja, dass ihr all dessen bedürft. Sucht also zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und all das wird euch hinzugegeben werden.

Offertorium

Immíttet Angelus Dómini in circúitu timéntium eum, et erípiet eos: gustáte et vidéte, quóniam suávis est Dóminus.

Der Engel des Herrn wird sein Lager aufschlagen rings um die, die ihn fürchten, und wird sie erretten: kostet und seht, wie gütig der Herr ist.

Secreta (Stillgebet)

Concéde nobis, Dómine, quǽsumus, ut hæc hóstia salutáris et nostrórum fiat purgátio delictórum, et tuæ propitiátio potestátis.

Gewähre uns, Herr, wir bitten, dass dieses heilbringende Opfer zur Reinigung unserer Vergehen und zur Versöhnung deiner Macht werde.

Secreta (Stillgebet) — S. Ludovici Regis Franciæ Confessoris Kommemoration

Præsta, quǽsumus, omnípotens Deus: ut, sicut beátus Ludovícus Conféssor tuus, spretis mundi oblectaméntis, soli Regi Christo placére stúduit; ita ejus orátio nos tibi reddat accéptos.

Verleihe, wir bitten dich, allmächtiger Gott: dass, wie dein heiliger Bekenner Ludwig, die Lockungen der Welt verschmähend, bestrebt war, allein dem König Christus zu gefallen; so auch sein Gebet uns dir wohlgefällig mache.

Communio

Primum quǽrite regnum Dei, et ómnia adjiciéntur vobis, dicit Dóminus.

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, und alles andere wird euch hinzugefügt werden, spricht der Herr.

Postcommunio

Puríficent semper et múniant tua sacraménta nos, Deus: et ad perpétuæ ducant salvatiónis efféctum.

Deine Sakramente mögen uns stets reinigen und stärken, o Gott: und zum Ziel des ewigen Heiles führen.

Postcommunio — S. Ludovici Regis Franciæ Confessoris Kommemoration

Deus, qui beátum Confessórem tuum Ludovícum mirificásti in terris, et gloriósum in cœlis fecísti: eúndem, quǽsumus, Ecclésiæ tuæ constítue defensórem.

Gott, der du deinen heiligen Bekenner Ludwig auf Erden wunderbar gemacht und im Himmel verherrlicht hast: denselben, bitten wir, setze als Beschützer deiner Kirche ein.

Praefatio Præfatio de Sanctissima Trinitate

Vere dignum et justum est, æquum et salutare, nos tibi semper et ubique gratias agere: Domine sancte, Pater omnipotens, æterne Deus: Qui cum unigenito Filio tuo et Spiritu Sancto unus es Deus, unus es Dominus: non in unius singularitate personæ, sed in unius Trinitate substantiæ. Quod enim de tua gloria, revelante te, credimus, hoc de Filio tuo, hoc de Spiritu Sancto sine differentia discretionis sentimus. Ut in confessione veræ, sempiternæque Deitatis, et in personis proprietas, et in essentia unitas, et in majestate adoretur æqualitas. Quam laudant Angeli atque Archangeli, Cherubim quoque ac Seraphim: qui non cessant clamare quotidie, una voce dicentes: Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus, Deus Sabaoth. Pleni sunt cæli et terra gloria tua. Hosanna in excelsis. Benedictus, qui venit in nomine Domini. Hosanna in excelsis.

Wahrhaft würdig und recht ist es, billig und heilsam, dass wir dir immer und überall Dank sagen: Heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott: Der du mit deinem eingeborenen Sohn und dem Heiligen Geist ein Gott bist, ein Herr bist: nicht in der Einzigkeit einer Person, sondern in der Dreieinigkeit einer Wesenheit. Denn was wir von deiner Herrlichkeit glauben, da du es offenbarst, das empfinden wir von deinem Sohn, das vom Heiligen Geist ohne Unterschied der Verschiedenheit. So dass im Bekenntnis der wahren und ewigen Gottheit sowohl in den Personen die Eigenart als auch im Wesen die Einheit und in der Majestät die Gleichheit angebetet werde. Diese preisen die Engel und Erzengel, auch die Cherubim und Seraphim: die nicht aufhören, täglich zu rufen und mit einer Stimme zu sprechen: Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Erfüllt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe. Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.