Feria Sexta infra Hebdomadam II in Quadragesima
Kommemoration: S. Benedicti Abbatis
Kommemoration: S. Benedicti Abbatis
Ego autem cum justítia apparébo in conspéctu tuo: satiábor, dum manifestábitur glória tua. Exáudi, Dómine, justitiam meam: inténde deprecatióni meæ. Ego autem cum justítia apparébo in conspéctu tuo: satiábor, dum manifestábitur glória tua.
Ich aber werde in Gerechtigkeit vor deinem Angesicht erscheinen: ich werde gesättigt werden, wenn sich deine Herrlichkeit offenbart. Vernimm, Herr, meine Gerechtigkeit: achte auf mein Flehen. Ich aber werde in Gerechtigkeit vor deinem Angesicht erscheinen: ich werde gesättigt werden, wenn sich deine Herrlichkeit offenbart.
Da, quǽsumus, omnípotens Deus: ut, sacro nos purificánte jejúnio, sincéris méntibus ad sancta ventúra fácias perveníre.
Gib, wir bitten dich, allmächtiger Gott: dass uns, da das heilige Fasten reinigt, du mit aufrichtigen Herzen zu den kommenden heiligen Festen gelangen lässt.
Léctio libri Génesis. In diébus illis: Dixit Joseph frátribus suis: Audíte sómnium meum, quod vidi: Putábam nos ligáre manípulos in agro: et quasi consúrgere manípulum meum et stare, vestrósque manípulos circumstántes adoráre manípulum meum. Respondérunt fratres ejus: Numquid rex noster eris? aut subjiciémur dicióni tuæ? Hæc ergo causa somniórum atque sermónum, invídiæ et ódii fómitem ministrávit. Aliud quoque vidit sómnium, quod narrans frátribus, ait: Vidi per sómnium, quasi solem et lunam et stellas úndecim adoráre me. Quod cum patri suo et frátribus rettulísset, increpávit eum pater suus, et dixit: Quid sibi vult hoc sómnium, quod vidísti? Num ego et mater tua et fratres tui adorábimus te super terram? Invidébant ei ígitur fratres sui: pater vero rem tácitus considerábat. Cumque fratres illíus in pascéndis grégibus patris moraréntur in Sichem, dixit ad eum Israël: Fratres tui pascunt oves in Síchimis: veni, mittam te ad eos. Quo respondénte: Præsto sum, ait ei: Vade et vide, si cuncta próspera sint erga fratres tuos et pécora: et renúntia mihi, quid agátur. Missus de valle Hebron, venit in Sichem: invenítque eum vir errántem in agro, et interrogávit, quid quǽreret. At ille respóndit: Fratres meos quæro: índica mihi, ubi pascant greges. Dixítque ei vir: Recessérunt de loco isto: audívi autem eos dicéntes: Eámus in Dóthain. Perréxit ergo Joseph post fratres suos, et invénit eos in Dóthain. Qui cum vidíssent eum procul, ántequam accéderet ad eos, cogitavérunt illum occídere, et mútuo loquebántur: Ecce, somniátor venit; veníte, occidámus eum, et mittámus in cistérnam véterem, dicemúsque: Fera péssima devorávit eum: et tunc apparébit, quid illi prosint sómnia sua. Audiens autem hoc Ruben, nitebátur liberáre eum de mánibus eórum, et dicébat: Non interficiátis ánimam ejus, nec effundátis sánguinem: sed projícite eum in cistérnam hanc, quæ est in solitúdine, manúsque vestras serváte innóxias: hoc autem dicébat, volens erípere eum de mánibus eórum, et réddere patri suo.
Lesung aus dem Buch Genesis. In jenen Tagen sprach Joseph zu seinen Brüdern: Hört meinen Traum, den ich gesehen habe: Mir war, als bänden wir Garben auf dem Feld; und siehe, meine Garbe richtete sich auf und blieb stehen, eure Garben aber umstanden sie und verneigten sich vor meiner Garbe. Seine Brüder antworteten ihm: Willst du etwa König über uns sein? Oder sollen wir deiner Herrschaft unterworfen sein? Diese Sache der Träume und Reden lieferte also Nahrung für Neid und Hass. Einen anderen Traum sah er auch, den erzählte er seinen Brüdern und sprach: Ich sah im Traum, wie sich die Sonne und der Mond und elf Sterne vor mir verneigten. Als er dies seinem Vater und seinen Brüdern berichtet hatte, tadelte ihn sein Vater und sprach: Was soll dieser Traum bedeuten, den du gesehen hast? Sollen etwa ich und deine Mutter und deine Brüder uns vor dir zur Erde niederwerfen? Seine Brüder also beneideten ihn; der Vater aber bewahrte die Sache im Stillen. Als seine Brüder bei Sichem die Herden ihres Vaters weideten, sprach Israel zu ihm: Deine Brüder weiden die Schafe bei Sichem; komm, ich will dich zu ihnen senden. Als er antwortete: Ich bin bereit, sprach er zu ihm: Geh hin und sieh, ob alles wohl steht bei deinen Brüdern und bei den Herden, und berichte mir, wie es sich verhält. Ausgesandt vom Tal Hebron, kam er nach Sichem; und es fand ihn ein Mann, wie er auf dem Feld umherirrte, und fragte ihn, was er suche. Jener aber antwortete: Meine Brüder suche ich; zeige mir an, wo sie die Herden weiden. Und der Mann sprach zu ihm: Sie sind von diesem Ort weggezogen; ich hörte sie aber sagen: Lasst uns nach Dotan gehen. So zog Joseph seinen Brüdern nach und fand sie in Dotan. Als sie ihn von ferne sahen, bevor er zu ihnen herankam, beschlossen sie, ihn zu töten, und sprachen zueinander: Siehe, der Träumer kommt; auf, lasst uns ihn töten und in eine alte Zisterne werfen, und wir wollen sagen: Ein wildes Tier hat ihn gefressen; und dann wird sich zeigen, was ihm seine Träume nützen. Ruben aber, der dies hörte, suchte ihn aus ihren Händen zu befreien und sprach: Tötet seine Seele nicht und vergießt kein Blut; sondern werft ihn in diese Zisterne, die in der Einöde ist, und haltet eure Hände unbefleckt. Dies aber sagte er, weil er ihn aus ihren Händen retten und seinem Vater zurückgeben wollte.
Ad Dóminum, cum tribulárer, clamávi, et exaudívit me. ℣. Dómine, líbera ánimam meam a lábiis iníquis et a lingua dolósa. Dómine, non secúndum peccáta nostra, quæ fécimus nos: neque secúndum iniquitátes nostras retríbuas nobis Dómine, ne memíneris iniquitátum nostrárum antiquárum: cito antícipent nos misericórdiæ tuæ, quia páuperes facti sumus nimis. (Hic genuflectitur) ℣. Adjuva nos, Deus, salutáris noster: et propter glóriam nóminis tui, Dómine, líbera nos: et propítius esto peccátis nostris, propter nomen tuum.
Zu dem Herrn rief ich in meiner Bedrängnis, und er erhörte mich. ℣. Herr, befreie meine Seele von den Lippen der Falschen und von der trügerischen Zunge. Herr, vergelte uns nicht nach unseren Sünden, die wir getan haben: noch nach unseren Missetaten. Herr, gedenke nicht unserer früheren Sünden: eilends mögen uns deine Barmherzigkeiten zuvorkommen, denn wir sind sehr arm geworden. (Hier kniet man nieder) ℣. Hilf uns, Gott, unser Heil: und um der Ehre deines Namens willen, Herr, befreie uns: und sei gnädig unseren Sünden, um deines Namens willen.
Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Matthǽum In illo témpore: Dixit Jesus turbis Judæórum et princípibus sacerdótum parábolam hanc: Homo erat paterfamílias, qui plantávit víneam, et sepem circúmdedit ei, et fodit in ea tórcular, et ædificávit turrim, et locávit eam agrícolis, et péregre proféctus est. Cum autem tempus frúctuum appropinquásset, misit servos suos ad agrícolas, ut accíperent fructus ejus. Et agrícolæ, apprehénsis servis ejus, alium cecidérunt, alium occidérunt, álium vero lapidavérunt. Iterum misit álios servos plures prióribus, et fecérunt illis simíliter. Novíssime autem misit ad eos fílium suum, dicens: Verebúntur fílium meum. Agrícolæ autem vidéntes fílium, dixérunt intra se: Hic est heres, veníte, occidámus eum, et habébimus hereditátem ejus. Et apprehénsum eum ejecérunt extra víneam, et occidérunt. Cum ergo vénerit dóminus víneæ, quid fáciet agrícolis illis? Ajunt illi: Malos male perdet: et víneam suam locábit áliis agrícolis, qui reddant ei fructum tempóribus suis. Dicit illis Jesus: Numquam legístis in Scriptúris: Lápidem, quem reprobavérunt ædificántes, hic factus est in caput ánguli? A Dómino factum est istud, et est mirábile in óculis nostris. Ideo dico vobis, quia auferétur a vobis regnum Dei, et dábitur genti faciénti fructus ejus. Et qui cecíderit super lápidem istum, confringétur: super quem vero cecíderit, cónteret eum. Et cum audíssent príncipes sacerdótum et pharisǽi parábolas ejus, cognovérunt, quod de ipsis díceret. Et quæréntes eum tenére, timuérunt turbas: quóniam sicut Prophétam eum habébant.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus † In jener Zeit: Jesus sprach zu den Volksscharen der Juden und den Hohenpriestern dieses Gleichnis: Ein Hausvater war, der pflanzte einen Weinberg, umgab ihn mit einem Zaun, grub eine Kelter darin, baute einen Turm, verpachtete ihn an Weingärtner und reiste in die Fremde. Als aber die Zeit der Früchte nahte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, um seine Früchte zu empfangen. Und die Weingärtner ergriffen seine Knechte, einen schlugen sie, einen töteten sie, einen aber steinigten sie. Wiederum sandte er andere Knechte, mehr als die ersten, und sie taten ihnen ebenso. Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Die Weingärtner aber, als sie den Sohn sahen, sprachen untereinander: Das ist der Erbe, kommt, lasst uns ihn töten, und wir werden sein Erbe haben. Und sie ergriffen ihn, warfen ihn hinaus aus dem Weinberg und töteten ihn. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er diesen Weingärtnern tun? Sie sagen zu ihm: Er wird die Bösen böse umbringen, und seinen Weinberg wird er anderen Weingärtnern verpachten, die ihm die Früchte geben zu ihren Zeiten. Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden? Vom Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen. Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringt. Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert; auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen. Und als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, erkannten sie, dass er von ihnen sprach. Und sie suchten ihn zu ergreifen, fürchteten aber die Volksscharen; denn sie hielten ihn für einen Propheten.
Dómine, in auxílium meum réspice: confundántur et revereántur, qui quærunt ánimam meam, ut áuferant eam: Dómine, in auxílium meum réspice.
Herr, blicke auf meine Hilfe: beschämt und in Ehrfurcht sollen werden, die meine Seele suchen, um sie wegzunehmen: Herr, blicke auf meine Hilfe.
Hæc in nobis sacrifícia, Deus, et actióne permáneant, et operatióne firméntur.
Diese Opfer mögen in uns, o Gott, sowohl in der Ausübung fortdauern als auch in der Wirkung gestärkt werden.
Tu, Dómine, servábis nos, et custódies nos a generatióne hac in ætérnum.
Du, Herr, wirst uns bewahren und uns behüten vor diesem Geschlecht in Ewigkeit.
Fac nos, quǽsumus, Dómine: accépto pígnore salútis ætérnæ, sic téndere congruénter; ut ad eam perveníre possímus.
Laß uns, o Herr, wir bitten: nach Empfang des Unterpfandes des ewigen Heiles, so angemessen streben; daß wir zu ihm gelangen können.
Orémus. Humiliáte cápita vestra Deo. Da, quǽsumus, Dómine, pópulo tuo salútem mentis et córporis: ut, bonis opéribus inhæréndo, tuæ semper virtútis mereátur protectióne deféndi.
Lasset uns beten. Beuget eure Häupter vor Gott. Verleihe, wir bitten Dich, o Herr, Deinem Volke das Heil der Seele und des Leibes: auf dass es, indem es an guten Werken festhält, stets Deiner Macht Schutz zu verdienen würdig werde.