Dominica XI Post Pentecosten
Kommemoration: S. Bartholomæi Apostoli
Heilung eines Taubstummen. Ephphetha.
Kommemoration: S. Bartholomæi Apostoli
Heilung eines Taubstummen. Ephphetha.
Deus in loco sancto suo: Deus qui inhabitáre facit unánimes in domo: ipse dabit virtútem et fortitúdinem plebi suæ. Exsúrgat Deus, et dissipéntur inimíci ejus: et fúgiant, qui odérunt eum, a fácie ejus. Deus in loco sancto suo: Deus qui inhabitáre facit unánimes in domo: ipse dabit virtútem et fortitúdinem plebi suæ.
Gott an seinem heiligen Ort: Gott, der die Einträchtigen im Hause wohnen lässt: er wird Kraft und Stärke seinem Volke geben. Es stehe auf Gott, und seine Feinde mögen zerstreut werden: und fliehen, die ihn hassen, vor seinem Angesicht. Gott an seinem heiligen Ort: Gott, der die Einträchtigen im Hause wohnen lässt: er wird Kraft und Stärke seinem Volke geben.
Omnípotens sempitérne Deus, qui, abundántia pietátis tuæ, et mérita súpplicum excédis et vota: effúnde super nos misericórdiam tuam; ut dimíttas quæ consciéntia métuit, et adícias quod orátio non præsúmit.
Allmächtiger, ewiger Gott, der Du in der Fülle Deiner Frömmigkeit sowohl die Verdienste der Bittenden übertriffst als auch ihre Wünsche: ergieße über uns Deine Barmherzigkeit; auf daß Du das erlassest, was das Gewissen fürchtet, und das hinzufügest, was das Gebet nicht wagt.
Omnípotens sempitérne Deus, qui hujus diei venerándam sanctámque lætítiam in beáti Apóstoli tui Bartholomǽi festivitáte tribuísti: da Ecclésiæ tuæ, quǽsumus; et amáre quod crédidit, et prædicáre quod dócuit.
Allmächtiger, ewiger Gott, du hast die ehrwürdige und heilige Freude dieses Tages im Fest deines heiligen Apostels Bartholomäus geschenkt: gib deiner Kirche, wir bitten dich, sowohl zu lieben, was sie geglaubt hat, als auch zu verkünden, was er gelehrt hat.
Léctio Epístolæ beáti Pauli Apóstoli ad Corínthios. Fratres: Notum vobis fácio Evangélium, quod prædicávi vobis, quod et accepístis, in quo et statis, per quod et salvámini: qua ratione prædicáverim vobis, si tenétis, nisi frustra credidístis. Trádidi enim vobis in primis, quod et accépi: quóniam Christus mortuus est pro peccátis nostris secúndum Scriptúras: et quia sepúltus est, et quia resurréxit tértia die secúndum Scriptúras: et quia visus est Cephæ, et post hoc úndecim. Deinde visus est plus quam quingéntis frátribus simul, ex quibus multi manent usque adhuc, quidam autem dormiérunt. Deinde visus est Jacóbo, deinde Apóstolis ómnibus: novíssime autem ómnium tamquam abortívo, visus est et mihi. Ego enim sum mínimus Apostolórum, qui non sum dignus vocári Apóstolus, quóniam persecútus sum Ecclésiam Dei. Grátia autem Dei sum id quod sum, et grátia ejus in me vácua non fuit.
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Korinther. Brüder: Ich mache euch das Evangelium bekannt, das ich euch verkündet habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch steht, durch das ihr auch gerettet werdet: mit welcher Ausdrucksweise ich es euch verkündet habe, wenn ihr es festhaltet, es sei denn, ihr habt vergeblich geglaubt. Denn ich habe euch an erster Stelle überliefert, was auch ich empfangen habe: dass Christus für unsere Sünden gestorben ist gemäß den Schriften; und dass er begraben wurde, und dass er am dritten Tage auferstanden ist gemäß den Schriften; und dass er dem Kephas erschienen ist, danach den Elf. Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen viele bis jetzt noch am Leben sind, einige aber sind entschlafen. Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln; als Letztem von allen aber gleichsam einer Fehlgeburt erschien er auch mir. Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht würdig bin, Apostel genannt zu werden, weil ich die Kirche Gottes verfolgt habe. Durch die Gnade Gottes aber bin ich, was ich bin, und seine Gnade ist in mir nicht leer gewesen.
In Deo sperávit cor meum, et adjútus sum: et reflóruit caro mea, et ex voluntáte mea confitébor illi. ℣. Ad te, Dómine, clamávi: Deus meus, ne síleas, ne discédas a me. Allelúja, allelúja Exsultáte Deo, adjutóri nostro, jubiláte Deo Jacob: súmite psalmum jucúndum cum cíthara. Allelúja.
Auf Gott hat mein Herz vertraut, und ich wurde geholfen: und mein Fleisch ist wieder erblüht, und aus freiem Willen will ich ihm danken. ℣. Zu dir, Herr, habe ich gerufen: mein Gott, schweige nicht, weiche nicht von mir. Halleluja, halleluja. Jubelt Gott, unserem Helfer, jauchzet dem Gott Jakobs: nehmt ein fröhliches Lied zur Harfe. Halleluja.
Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Marcum. In illo témpore: Exiens Jesus de fínibus Tyri, venit per Sidónem ad mare Galilǽæ, inter médios fines Decapóleos. Et addúcunt ei surdum et mutum, et deprecabántur eum, ut impónat illi manum. Et apprehéndens eum de turba seórsum, misit dígitos suos in aurículas ejus: et éxspuens, tétigit linguam ejus: et suspíciens in cœlum, ingémuit, et ait illi: Ephphetha, quod est adaperíre. Et statim apértæ sunt aures ejus, et solútum est vínculum linguæ ejus, et loquebátur recte. Et præcépit illis, ne cui dícerent. Quanto autem eis præcipiébat, tanto magis plus prædicábant: et eo ámplius admirabántur, dicéntes: Bene ómnia fecit: et surdos fecit audíre et mutos loqui.
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus. † In jener Zeit: Jesus ging aus dem Gebiet von Tyrus hinaus und kam über Sidon an das Meer von Galiläa, mitten in das Gebiet der Dekapolis. Und sie bringen ihm einen Tauben und Stummen und baten ihn, dass er ihm die Hand auflege. Und er nahm ihn beiseite von der Menge, steckte seine Finger in seine Ohren: und nachdem er gespuckt hatte, berührte er seine Zunge: und aufblickend zum Himmel, seufzte er und sprach zu ihm: Ephpheta, das heißt: Tu dich auf. Und sogleich wurden seine Ohren geöffnet, und das Band seiner Zunge wurde gelöst, und er redete richtig. Und er gebot ihnen, es niemandem zu sagen. Je mehr er ihnen aber gebot, desto mehr verkündeten sie es: und sie verwunderten sich umso mehr und sprachen: Alles hat er gut gemacht: und die Tauben macht er hören und die Stummen reden.
Exaltábo te, Dómine, quóniam suscepísti me, nec delectásti inimícos meos super me: Dómine, clamávi ad te, et sanásti me.
Ich will dich erheben, Herr, denn du hast mich aufgenommen und meine Feinde nicht über mich triumphieren lassen: Herr, ich habe zu dir gerufen, und du hast mich geheilt.
Réspice, Dómine, quǽsumus, nostram propítius servitútem: ut, quod offérimus, sit tibi munus accéptum, et sit nostræ fragilitátis subsidium.
Sieh gnädig, Herr, wir bitten, auf unseren Dienst: damit das, was wir darbringen, dir ein angenehmes Opfer sei und eine Stütze unserer Schwachheit.
Beáti Apóstoli tui Bartholomǽi sollémnia recenséntes, quǽsumus, Dómine: ut ejus auxílio tua benefícia capiámus, pro quo tibi laudis hóstias immolámus.
V. Indem wir das Fest deines seligen Apostels Bartholomäus begehen, bitten wir, Herr: R. dass wir durch seine Fürsprache deine Wohltaten erlangen, für den wir dir Lobopfer darbringen.
Hónora Dóminum de tua substántia, et de prímitiis frugum tuárum: et implebúntur hórrea tua saturitáte, et vino torculária redundábunt.
Ehre den Herrn von deinem Besitz und von den Erstlingen deiner Früchte: so werden deine Scheunen mit Fülle gefüllt werden und die Kelterkufen von Wein überfließen.
Sentiámus, quǽsumus, Dómine, tui perceptióne sacraménti, subsídium mentis et córporis: ut, in utróque salváti, cæléstis remédii plenitúdine gloriémur.
Laß uns, o Herr, wir bitten, durch den Empfang deines Sakramentes Hilfe für Geist und Leib erfahren: damit wir, in beidem geheilt, der Fülle des himmlischen Heilmittels uns rühmen.
Sumptum, Dómine, pignus redemptiónis ætérnæ: sit nobis, quǽsumus; interveniénte beáto Bartholomǽo Apóstolo tuo, vitæ præséntis auxílium páriter et futúræ.
Empfangen, Herr, als Unterpfand der ewigen Erlösung: es sei uns, bitten wir; durch die Fürsprache deines heiligen Apostels Bartholomäus, Hilfe für das gegenwärtige Leben zugleich und für das zukünftige.
Vere dignum et justum est, æquum et salutare, nos tibi semper et ubique gratias agere: Domine sancte, Pater omnipotens, æterne Deus: Qui cum unigenito Filio tuo et Spiritu Sancto unus es Deus, unus es Dominus: non in unius singularitate personæ, sed in unius Trinitate substantiæ. Quod enim de tua gloria, revelante te, credimus, hoc de Filio tuo, hoc de Spiritu Sancto sine differentia discretionis sentimus. Ut in confessione veræ, sempiternæque Deitatis, et in personis proprietas, et in essentia unitas, et in majestate adoretur æqualitas. Quam laudant Angeli atque Archangeli, Cherubim quoque ac Seraphim: qui non cessant clamare quotidie, una voce dicentes: Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus, Deus Sabaoth. Pleni sunt cæli et terra gloria tua. Hosanna in excelsis. Benedictus, qui venit in nomine Domini. Hosanna in excelsis.
Wahrhaft würdig und recht ist es, billig und heilsam, dass wir dir immer und überall Dank sagen: Heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott: Der du mit deinem eingeborenen Sohn und dem Heiligen Geist ein Gott bist, ein Herr bist: nicht in der Einzigkeit einer Person, sondern in der Dreieinigkeit einer Wesenheit. Denn was wir von deiner Herrlichkeit glauben, da du es offenbarst, das empfinden wir von deinem Sohn, das vom Heiligen Geist ohne Unterschied der Verschiedenheit. So dass im Bekenntnis der wahren und ewigen Gottheit sowohl in den Personen die Eigenart als auch im Wesen die Einheit und in der Majestät die Gleichheit angebetet werde. Diese preisen die Engel und Erzengel, auch die Cherubim und Seraphim: die nicht aufhören, täglich zu rufen und mit einer Stimme zu sprechen: Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Erfüllt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe. Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.