Donnerstag der 2. Fastenwoche
Feria Quinta infra Hebdomadam II in Quadragesima
Feria Quinta infra Hebdomadam II in Quadragesima
Deus, in adjutórium meum inténde: Dómine, ad adjuvándum me festína: confundántur et revereántur inimíci mei, qui quærunt ánimam meam. Avertántur retrórsum et erubéscant: qui cógitant mihi mala. Deus, in adjutórium meum inténde: Dómine, ad adjuvándum me festína: confundántur et revereántur inimíci mei, qui quærunt ánimam meam.
Gott, wende dich meiner Hilfe zu: Herr, eile mir zu Hilfe: beschämt werden sollen und sich schämen meine Feinde, die mir nach dem Leben trachten. Weichen sollen sie zurück und erröten: die mir Böses sinnen. Gott, wende dich meiner Hilfe zu: Herr, eile mir zu Hilfe: beschämt werden sollen und sich schämen meine Feinde, die mir nach dem Leben trachten.
Præsta nobis, quǽsumus, Dómine, auxílium grátiæ tuæ: ut, jejúniis et oratiónibus conveniénter inténti, liberémur ab hóstibus mentis et córporis.
Gewähre uns, wir bitten, Herr, die Hilfe deiner Gnade: dass wir, Fasten und Gebeten angemessen zugewandt, befreit werden von den Feinden der Seele und des Leibes.
Léctio Jeremíæ Prophétæ. Hæc dicit Dóminus Deus: Maledíctus homo, qui confídit in hómine, et ponit carnem bráchium suum, et a Dómino recédit cor ejus. Erit enim quasi myrícæ in desérto, et non vidébit, cum vénerit bonum: sed habitábit in siccitáte in desérto, in terra salsúginis et inhabitábili. Benedíctus vir, qui confídit in Dómino, et erit Dóminus fidúcia ejus. Et erit quasi lignum, quod transplantátur super aquas, quod ad humórem mittit radíces suas: et non timébit, cum vénerit æstus. Et erit fólium ejus víride, et in témpore siccitátis non erit sollícitum, nec aliquándo désinet fácere fructum. Pravum est cor ómnium et inscrutábile: quis cognóscet illud? Ego Dóminus scrutans cor, et probans renes: qui do unicuíque juxta viam suam, et juxta fructum adinventiónum suárum: dicit Dóminus omnípotens.
Lesung aus dem Buch des Propheten Jeremia. So spricht der Herr Gott: Verflucht ist der Mensch, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz vom Herrn abweicht. Denn er wird sein wie die Myrte in der Wüste und wird das Gute nicht sehen, wenn es kommt; sondern er wird wohnen in der Trockenheit in der Wüste, in einem Land der Salzsümpfe und Unbewohnbarkeit. Gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut, und der Herr wird seine Zuversicht sein. Und er wird sein wie ein Baum, der an Wasserbäche gepflanzt ist, der seine Wurzeln zum Feuchten hin aussendet: und er wird sich nicht fürchten, wenn die Hitze kommt. Und sein Laub wird grün sein, und zur Zeit der Dürre wird er nicht besorgt sein, noch wird er jemals aufhören, Frucht zu bringen. Verdorben ist das Herz aller und unergründlich: wer wird es erkennen? Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren: der ich jedem gebe nach seinem Weg und nach der Frucht seiner Taten: spricht der allmächtige Herr.
Propítius esto, Dómine, peccátis nostris: ne quando dicant gentes: Ubi est Deus eórum? ℣. Adjuva nos, Deus, salutáris noster: et propter honórem nóminis tui, Dómine, líbera nos.
Sei gnädig, Herr, unseren Sünden: damit nicht sagen die Völker: Wo ist ihr Gott? ℣. Hilf uns, Gott, unser Heil: und um der Ehre deines Namens willen, Herr, befreie uns.
Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Lucam. In illo témpore: Dixit Jesus pharisǽis: Homo quidam erat dives, qui induebátur púrpura et bysso: et epulabátur cotídie spléndide. Et erat quidam mendícus, nómine Lázarus, qui jacébat ad jánuam ejus, ulcéribus plenus, cúpiens saturári de micis, quæ cadébant de mensa dívitis, et nemo illi dabat: sed et canes veniébant et lingébant úlcera ejus. Factum est autem, ut morerétur mendícus, et portarétur ab Angelis in sinum Abrahæ. Mórtuus est autem et dives, et sepúltus est in inférno. Elevans autem óculos suos, cum esset in torméntis, vidit Abraham a longe, et Lázarum in sinu ejus: et ipse clamans, dixit: Pater Abraham, miserére mei, et mitte Lázarum, ut intíngat extrémum dígiti sui in aquam, ut refrígeret linguam meam, quia crúcior in hac flamma. Et dixit illi Abraham: Fili, recordáre, quia recepísti bona in vita tua, et Lázarus simíliter mala: nunc autem hic consolátur, tu vero cruciáris. Et in his ómnibus, inter nos et vos chaos magnum firmátum est: ut hi, qui volunt hinc transíre ad vos, non possint, neque inde huc transmeáre. Et ait: Rogo ergo te, pater, ut mittas eum in domum patris mei. Hábeo enim quinque fratres, ut testétur illis, ne et ipsi véniant in hunc locum tormentórum. Et ait illi Abraham: Habent Móysen et Prophétas: áudiant illos. At ille dixit: Non, pater Abraham: sed si quis ex mórtuis íerit ad eos, pæniténtiam agent. Ait autem illi: Si Móysen et Prophétas non áudiunt, neque si quis ex mórtuis resurréxerit, credent.
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas. In jener Zeit: Jesus sprach zu den Pharisäern: Es war ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und feines Leinen und lebte alle Tage in Freuden und Prunk. Es war aber ein Armer namens Lazarus, der lag vor seiner Tür, voller Geschwüre, und begehrte, sich zu sättigen mit den Brosamen, die vom Tisch des Reichen fielen; und niemand gab sie ihm. Sondern auch die Hunde kamen und leckten seine Geschwüre. Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben in der Hölle. Als er nun seine Augen erhob in seiner Qual, sah er Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle; denn ich leide Pein in dieser Flamme. Da sprach Abraham zu ihm: Mein Sohn, gedenke, dass du dein Gutes empfingst in deinem Leben, und Lazarus ebenso das Böse; jetzt aber wird er hier getröstet, du aber leidest Pein. Und zu alledem ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, damit die, die von hier zu euch hinübergehen wollen, es nicht können, noch von dort zu uns herüberkommen. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn in das Haus meines Vaters sendest. Denn ich habe fünf Brüder, damit er ihnen bezeuge, damit nicht auch sie kommen an diesen Ort der Qual. Da sprach Abraham zu ihm: Sie haben Mose und die Propheten; auf diese sollen sie hören. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham; sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, würden sie Buße tun. Da sprach er zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, so werden sie auch nicht glauben, wenn einer von den Toten aufersteht.
Precátus est Móyses in conspéctu Dómini, Dei sui, et dixit: Quare, Dómine, irásceris in pópulo tuo? parce iræ ánimæ tuæ: meménto Abraham, Isaac et Jacob, quibus jurásti dare terram fluéntem lac et mel. Et placátus est Dóminus de malignitáte, quam dixit fácere pópulo suo.
V. Mose betete vor dem Angesicht des Herrn, seines Gottes, und sprach: Warum, Herr, zürnst du deinem Volk? Lass ab vom Zorn deiner Seele: gedenke Abrahams, Isaaks und Jakobs, denen du geschworen hast, ein Land zu geben, das von Milch und Honig fließt. R. Und der Herr ließ sich besänftigen von dem Unheil, das er seinem Volk anzutun gesagt hatte.
Præsénti sacrifício, nómini tuo nos, Dómine, jejúnia dicáta sanctíficent: ut, quod observántia nostra profitétur extérius, intérius operétur efféctu.
V. Das gegenwärtige Opfer möge die Deinem Namen geweihten Fasten, Herr, uns heiligen: damit, was unsere Enthaltsamkeit äußerlich bekennt, innerlich durch die Wirkung vollbringe.
Qui mandúcat meam carnem et bibit meum sánguinem, in me manet et ego in eo, dicit Dóminus.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm, spricht der Herr.
Grátia tua nos, quǽsumus, Dómine, non derelínquat: quæ et sacræ nos déditos fáciat servitúti, et tuam nobis opem semper acquírat.
Deine Gnade, o Herr, verlasse uns nicht, bitten wir: sie mache uns dem heiligen Dienst ergeben und erwirke uns stets deine Hilfe.
Orémus. Humiliáte cápita vestra Deo. Adésto, Dómine, fámulis tuis, et perpétuam benignitátem largíre poscéntibus: ut iis, qui te auctóre et gubernatóre gloriántur, et congregáta restáures et restauráta consérves.
Lasset uns beten. Neigt eure Häupter vor Gott. Sei gegenwärtig, Herr, deinen Dienern, und schenke ewige Güte den Bittenden: dass du denen, die sich deiner als Urheber und Lenker rühmen, das Versammelte wiederherstelest und das Wiederhergestellte bewahrest.