Feria (Messe: Dominica I Post Pentecosten)
Feria (Dominica I Post Pentecosten)
Feria (Dominica I Post Pentecosten)
Dómine, in tua misericórdia sperávi: exsultávit cor meum in salutári tuo: cantábo Dómino, qui bona tríbuit mihi. Usquequo, Dómine, oblivísceris me in finem? usquequo avértis fáciem tuam a me? Dómine, in tua misericórdia sperávi: exsultávit cor meum in salutári tuo: cantábo Dómino, qui bona tríbuit mihi.
Herr, auf deine Barmherzigkeit habe ich gehofft: es hat sich mein Herz gefreut über dein Heil: singen will ich dem Herrn, der mir Gutes erwiesen hat. Wie lange noch, Herr, willst du mich ganz vergessen? Wie lange noch wendest du dein Angesicht von mir ab? Herr, auf deine Barmherzigkeit habe ich gehofft: es hat sich mein Herz gefreut über dein Heil: singen will ich dem Herrn, der mir Gutes erwiesen hat.
Deus, in te sperántium fortitúdo, adésto propítius invocatiónibus nostris: et, quia sine te nihil potest mortális infírmitas, præsta auxílium grátiæ tuæ; ut, in exsequéndis mandátis tuis, et voluntáte tibi et actióne placeámus.
Gott, du Stärke derer, die auf dich hoffen, stehe gnädig unseren Anrufungen bei: und weil ohne dich die sterbliche Schwachheit nichts vermag, gewähre die Hilfe deiner Gnade; damit wir bei der Ausführung deiner Gebote dir sowohl durch den Willen als auch durch die Tat gefallen.
Léctio Epístolæ beáti Joánni Apóstoli Caríssimi: Deus cáritas est. In hoc appáruit cáritas Dei in nobis, quóniam Fílium suum unigénitum misit Deus in mundum, ut vivámus per eum. In hoc est cáritas: non quasi nos dilexérimus Deum, sed quóniam ipse prior diléxit nos, et misit Fílium suum propitiatiónem pro peccátis nostris. Caríssimi, si sic Deus diléxit nos: et nos debémus altérutrum dilígere. Deum nemo vidit umquam. Si diligámus ínvicem, Deus in nobis manet, et cáritas ejus in nobis perfécta est. In hoc cognóscimus, quóniam in eo manémus et ipse in nobis: quóniam de Spíritu suo dedit nobis. Et nos vídimus et testificámur, quóniam Pater misit Fílium suum Salvatórem mundi. Quisquis conféssus fúerit, quóniam Jesus est Fílius Dei, Deus in eo manet et ipse in Deo. Et nos cognóvimus et credídimus caritáti, quam habet Deus in nobis. Deus cáritas est: et qui manet in caritáte, in Deo manet et Deus in eo. In hoc perfécta est cáritas Dei nobíscum, ut fidúciam habeámus in die judicii: quia, sicut ille est, et nos sumus in hoc mundo. Timor non est in caritáte: sed perfécta cáritas foras mittit timórem, quóniam timor pœnam habet. Qui autem timet, non est perféctus in caritáte. Nos ergo diligámus Deum, quóniam Deus prior diléxit nos. Si quis díxerit, quóniam díligo Deum, et fratrem suum óderit, mendax est. Qui enim non díligit fratrem suum, quem videt, Deum, quem non videt, quómodo potest dilígere? Et hoc mandátum habémus a Deo: ut, qui diligit Deum, díligat et fratrem suum.
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Johannes Geliebte: Gott ist die Liebe. Darin ist die Liebe Gottes an uns erschienen, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns zuerst geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühne für unsere Sünden. Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat: dann müssen auch wir einander lieben. Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet. Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns: dass er uns von seinem Geist gegeben hat. Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Retter der Welt. Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, Gott bleibt in ihm und er in Gott. Und wir haben erkannt und geglaubt der Liebe, die Gott in uns hat. Gott ist die Liebe: und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott in ihm. Darin ist die Liebe Gottes mit uns vollendet, dass wir Zuversicht haben am Tag des Gerichts: denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe: sondern die vollendete Liebe treibt die Furcht hinaus, denn die Furcht hat Strafe. Wer aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe. Wir also wollen Gott lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat. Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht? Und dieses Gebot haben wir von Gott: dass, wer Gott liebt, auch seinen Bruder liebe.
Ego dixi: Dómine, miserére mei: sana ánimam meam, quia peccávi tibi. ℣. Beátus, qui intéllegit super egénum et páuperem: in die mala liberábit eum Dóminus. Allelúja, allelúja. Verba mea áuribus pércipe, Dómine: intéllege clamórem meum. Allelúja.
Ich sprach: Herr, erbarme dich meiner; heile meine Seele, denn ich habe gegen dich gesündigt. ℟. Selig, der auf den Geringen und Armen achtet; am Tag des Unheils wird ihn der Herr erretten. Halleluja, halleluja. Vernimm meine Worte mit deinen Ohren, Herr; achte auf mein Rufen. Halleluja.
Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Lucam In illo témpore: Dixit Jesus discípulis suis: Estóte misericórdes, sicut et Pater vester miséricors est. Nolíte judicáre, et non judicabímini: nolíte condemnáre, et non condemnabímini. Dimíttite, et dimittémini. Date, et dábitur vobis: mensúram bonam et confértam et coagitátam et supereffluéntem dabunt in sinum vestrum. Eadem quippe mensúra, qua mensi fuéritis, remetiétur vobis. Dicébat autem illis et similitúdinem: Numquid potest cæcus cæcum dúcere? nonne ambo in fóveam cadunt? Non est discípulus super magistrum: perféctus autem omnis erit, si sit sicut magister ejus. Quid autem vides festúcam in óculo fratris tui, trabem autem, quæ in óculo tuo est, non consíderas? Aut quómodo potes dícere fratri tuo: Frater, sine, ejíciam festúcam de óculo tuo: ipse in oculo tuo trabem non videns? Hypócrita, ejice primum trabem de oculo tuo: et tunc perspícies, ut edúcas festúcam de óculo fratris tui.
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas † In jener Zeit: Jesus sprach zu seinen Jüngern: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden; verurteilt nicht, und ihr werdet nicht verurteilt werden. Vergebt, und euch wird vergeben werden. Gebt, und es wird euch gegeben werden: ein gutes Maß, gedrückt und geschüttelt und überfließend, werden sie in euren Schoß geben. Denn mit demselben Maß, mit dem ihr gemessen habt, wird euch wieder gemessen werden. Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis: Kann denn ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in die Grube fallen? Der Jünger steht nicht über dem Meister; vollkommen aber wird jeder sein, wenn er ist wie sein Meister. Was aber siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken aber, der in deinem eigenen Auge ist, bemerkst du nicht? Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge ziehen, während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen.
Inténde voci orationis meæ, Rex meus et Deus meus: quóniam ad te orábo, Dómine.
Achte auf die Stimme meines Gebetes, mein König und mein Gott: denn zu dir will ich beten, Herr.
Hóstias nostras, quǽsumus, Dómine, tibi dicátas placátus assúme: et ad perpétuum nobis tríbue proveníre subsídium.
Nimm, so bitten wir, Herr, unsere dir geweihten Opfergaben gnädig an und gewähre, dass sie uns zu immerwährender Hilfe gereichen.
Narrábo ómnia mirabília tua: lætábor et exsultábo in te: psallam nómini tuo, Altíssime.
Ich will erzählen alle deine Wunder: ich will mich freuen und frohlocken in dir: ich will singen deinem Namen, du Höchster.
Tantis, Dómine, repléti munéribus: præsta, quǽsumus; ut et salutária dona capiámus, et a tua numquam laude cessémus.
Von so großen Gaben erfüllt, o Herr: gewähre, bitten wir, dass wir sowohl heilbringende Geschenke empfangen als auch niemals ablassen von deinem Lob.