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VIOLETT • Passionszeit

Dienstag in der Passionswoche

Feria Tertia infra Hebdomadam Passionis

Violett III. Klasse Passionszeit
Introitus

Exspécta Dóminum, viríliter age: et confortétur cor tuum, et sústine Dóminum. Dóminus illuminátio mea et salus mea: quem timebo? Exspécta Dóminum, viríliter age: et confortétur cor tuum, et sústine Dóminum.

Warte auf den Herrn, handle mannhaft: und dein Herz werde gestärkt, und harre auf den Herrn. Der Herr ist mein Licht und mein Heil: wen sollte ich fürchten? Warte auf den Herrn, handle mannhaft: und dein Herz werde gestärkt, und harre auf den Herrn.

Oratio (Kollekte)

Nostra tibi, Dómine, quǽsumus, sint accépta jejúnia: quæ nos et expiándo grátia tua dignos effíciant; et ad remédia perdúcant ætérna.

Unsere Fasten, Herr, bitten wir, seien dir angenehm: die uns, indem sie sühnen, deiner Gnade würdig machen und zu den ewigen Heilmitteln hinführen.

Lesung (Lectio / Epistola)

Léctio Daniélis Prophétæ In diébus illis: Congregáti sunt Babylónii ad regem, et dixérunt ei: Trade nobis Daniélem, qui Bel destrúxit et dracónem interfécit, alióquin interficiémus te, et domum tuam. Vidit ergo rex, quod irrúerent in eum veheménter: et necessitáte compúlsus trádidit eis Daniélem. Qui misérunt eum in lacum leónum, et erat ibi diébus sex. Porro in lacu erant leónes septem, et dabántur eis duo córpora cotídie et duæ oves: et tunc non data sunt eis, ut devorárent Daniélem. Erat autem Hábacuc prophéta in Judǽa, et ipse cóxerat pulméntum, et intríverat panes in alvéolo: et ibat in campum, ut ferret messóribus. Dixítque Angelus Dómini ad Hábacuc: Fer prándium, quod habes, in Babylónem Daniéli, qui est in lacu leónum. Et dixit Hábacuc: Dómine, Babylónem non vidi, et lacum néscio. Et apprehéndit eum Angelus Dómini in vértice ejus, et portávit eum capíllo cápitis sui, posuítque eum in Babylóne supra lacum in ímpetu spíritus sui. Et clamávit Hábacuc, dicens: Dániel, serve Dei, tolle prándium, quod misit tibi Deus. Et ait Dániel: Recordátus es mei, Deus, et non dereliquísti diligéntes te. Surgénsque Daniel comédit. Porro Angelus Dómini restítuit Hábacuc conféstim in loco suo. Venit ergo rex die séptimo, ut lugéret Daniélem: et venit ad lacum et introspéxit, et ecce Dániel sedens in médio leónum. Et exclamávit voce magna rex, dicens: Magnus es, Dómine, Deus Daniélis. Et extráxit eum de lacu leónum. Porro illos, qui perditiónis ejus causa fúerant, intromísit in lacum, et devoráti sunt in moménto coram eo. Tunc rex ait: Páveant omnes habitántes in univérsa terra Deum Daniélis: quia ipse est salvátor, fáciens signa et mirabília in terra: qui liberávit Daniélem de lacu leónum.

Lesung aus dem Buch des Propheten Daniel In jenen Tagen: Die Babylonier versammelten sich beim König und sprachen zu ihm: Überliefere uns Daniel, der den Bel zerstört und den Drachen getötet hat, andernfalls werden wir dich und dein Haus töten. Da sah der König, dass sie heftig auf ihn eindrangen: und gezwungen durch die Notlage übergab er ihnen Daniel. Diese warfen ihn in die Löwengrube, und er war dort sechs Tage lang. Es waren aber sieben Löwen in der Grube, und man gab ihnen täglich zwei Leichname und zwei Schafe: doch damals wurden sie ihnen nicht gegeben, damit sie Daniel nicht verschlingen sollten. Es war aber der Prophet Habakuk in Judäa, und er hatte ein Gericht gekocht und Brote in eine Schüssel zerbrochen: und er ging aufs Feld, um es den Schnittern zu bringen. Da sprach der Engel des Herrn zu Habakuk: Bring die Mahlzeit, die du hast, nach Babylon zu Daniel, der in der Löwengrube ist. Und Habakuk sagte: Herr, ich habe Babylon nicht gesehen und kenne die Grube nicht. Da ergriff ihn der Engel des Herrn am Scheitel und trug ihn an den Hauben seines Hauptes und setzte ihn in Babylon über der Grube nieder im Ungestüm seines Geistes. Und Habakuk rief und sprach: Daniel, du Diener Gottes, nimm die Mahlzeit, die Gott dir gesandt hat. Und Daniel sagte: Du hast meiner gedacht, Gott, und hast nicht verlassen, die dich lieben. Und Daniel stand auf und aß. Darauf brachte der Engel des Herrn Habakuk sogleich an seinen Ort zurück. Da kam der König am siebten Tag, um Daniel zu betrauern: und er kam zur Grube und blickte hinein, und siehe, Daniel saß mitten unter den Löwen. Und der König rief mit lauter Stimme und sprach: Groß bist du, Herr, du Gott Daniels. Und er zog ihn aus der Löwengrube. Jene aber, die Ursache seines Verderbens gewesen waren, ließ er in die Grube werfen, und sie wurden augenblicklich vor seinen Augen verschlungen. Da sprach der König: Es sollen alle Bewohner auf dem ganzen Erdkreis den Gott Daniels fürchten: denn er ist der Heiland, der Zeichen und Wunder auf Erden wirkt: der Daniel aus der Löwengrube befreit hat.

Graduale / Alleluia

Discérne causam meam, Dómine: ab hómine iníquo et dolóso éripe me. ℣. Emítte lucem tuam et veritátem tuam: ipsa me deduxérunt, et adduxérunt in montem sanctum tuum.

Erkenne meine Sache, Herr: vor dem bösen und trügerischen Menschen errette mich. ℣. Sende aus dein Licht und deine Wahrheit: sie haben mich geleitet und zu deinem heiligen Berg geführt.

Evangelium

Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Joánnem In illo témpore: Ambulábat Jesus in Galilǽam, non enim volébat in Judǽam ambuláre, quia quærébant eum Judǽi interfícere. Erat autem in próximo dies festus Judæórum, Scenopégia. Dixérunt autem ad eum fratres ejus: Transi hinc, et vade in Judǽam, ut et discípuli tui vídeant ópera tua, quæ facis. Nemo quippe in occúlto quid facit, et quærit ipse in palam esse: si hæc facis, manifésta teipsum mundo. Neque enim fratres ejus credébant in eum. Dixit ergo eis Jesus: Tempus meum nondum advénit: tempus autem vestrum semper est parátum. Non potest mundus odísse vos: me autem odit: quia ego testimónium perhíbeo de illo, quod ópera ejus mala sunt. Vos ascéndite ad diem festum hunc, ego autem non ascéndo ad diem festum istum: quia meum tempus nondum implétum est. Hæc cum dixísset, ipse mansit in Galilǽa. Ut autem ascendérunt fratres ejus, tunc et ipse ascéndit ad diem festum non maniféste, sed quasi in occúlto. Judǽi ergo quærébant eum in die festo, et dicébant: Ubi est ille? Et murmur multum erat in turba de eo. Quidam enim dicébant: Quia bonus est. Alii autem dicébant: Non, sed sedúcit turbas. Nemo tamen palam loquebátur de illo, propter metum Judæórum.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes † In jener Zeit: Jesus ging in Galiläa umher; denn er wollte nicht in Judäa umhergehen, weil die Juden ihn zu töten suchten. Es war aber nahe das Fest der Juden, die Laubhütten. Da sagten seine Brüder zu ihm: Zieh von hier weg und geh nach Judäa, damit auch deine Jünger die Werke sehen, die du wirkst. Denn niemand wirkt etwas im Verborgenen und sucht selbst öffentlich bekannt zu sein. Wenn du dies wirkst, so zeige dich der Welt. Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn. Da sagte Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht gekommen; eure Zeit aber ist immer bereit. Die Welt kann euch nicht hassen; mich aber hasst sie, weil ich von ihr Zeugnis ablege, dass ihre Werke böse sind. Ihr geht hinauf zu diesem Fest; ich aber gehe nicht hinauf zu diesem Fest, weil meine Zeit noch nicht erfüllt ist. Nachdem er dies gesagt hatte, blieb er in Galiläa. Als aber seine Brüder hinaufgegangen waren, da ging auch er hinauf zum Fest, nicht öffentlich, sondern wie im Verborgenen. Die Juden suchten ihn nun am Fest und sagten: Wo ist jener? Und viel Gemurmel war in der Menge über ihn. Denn einige sagten: Er ist gut. Andere aber sagten: Nein, sondern er verführt die Menge. Niemand jedoch redete öffentlich über ihn aus Furcht vor den Juden.

Offertorium

Sperent in te omnes, qui novérunt nomen tuum, Dómine: quóniam non derelínquis quæréntes te: psállite Dómino, qui hábitat in Sion: quóniam non est oblítus oratiónes páuperum.

Auf dich hoffen alle, die deinen Namen kennen, Herr: denn du verlässt nicht, die dich suchen: singt dem Herrn, der wohnt in Zion: denn er hat nicht vergessen das Gebet der Armen.

Secreta (Stillgebet)

Hóstias tibi, Dómine, deférimus immolándas: quæ temporálem consolatiónem signíficent; ut promíssa non desperémus ætérna.

Wir bringen dir, Herr, Opfergaben dar, die dargebracht werden sollen: sie mögen zeitlichen Trost bedeuten; damit wir die verheißenen ewigen Güter nicht verzweifeln.

Communio

Rédime me, Deus Israël, ex ómnibus angústiis meis.

Erlöse mich, Gott Israels, aus allen meinen Ängsten.

Postcommunio

Da, quǽsumus, omnípotens Deus: ut, quæ divína sunt, júgiter exsequéntes, donis mereámur cœléstibus propinquáre.

Wir bitten dich, allmächtiger Gott: dass wir, die göttlichen Dinge beständig ausführend, der himmlischen Gaben würdig werden, sie zu erlangen.

oratio_super_populum

Orémus. Humiliáte cápita vestra Deo. Da nobis, quǽsumus, Dómine: perseverántem in tua voluntáte famulátum; ut in diébus nostris, et mérito et número, pópulus tibi sérviens augeátur.

Lasset uns beten. Beugt eure Häupter vor Gott. Verleihe uns, wir bitten dich, Herr: den beständigen Dienst nach deinem Willen; damit in unseren Tagen das Volk, das dir dient, an Verdienst und Zahl zunehme.