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GRÜN • Zeit nach Pfingsten

Feria (Messe: Dominica II. Post Pentecosten)

Feria (Dominica II. Post Pentecosten)

Grün IV. Klasse Zeit nach Pfingsten
Introitus

Factus est Dóminus protéctor meus, et edúxit me in latitúdinem: salvum me fecit, quóniam vóluit me. Díligam te. Dómine, virtus mea: Dóminus firmaméntum meum et refúgium meum et liberátor meus. Factus est Dóminus protéctor meus, et edúxit me in latitúdinem: salvum me fecit, quóniam vóluit me.

Der Herr ist mein Beschützer geworden und hat mich hinausgeführt in die Weite; er hat mich gerettet, weil er mich gewollt hat. Ich will dich lieben, Herr, meine Stärke: der Herr ist meine Feste und meine Zuflucht und mein Befreier. Der Herr ist mein Beschützer geworden und hat mich hinausgeführt in die Weite; er hat mich gerettet, weil er mich gewollt hat.

Oratio (Kollekte)

Sancti nóminis tui, Dómine, timórem páriter et amórem fac nos habére perpétuum: quia numquam tua gubernatióne destítuis, quos in soliditáte tuæ dilectiónis instítuis.

Herr, lass uns gleichermaßen stets Furcht und Liebe vor deinem heiligen Namen haben: denn niemals entziehst du deiner Führung jene, die du in der Festigkeit deiner Liebe gegründet hast.

Lesung (Lectio / Epistola)

Léctio Epístolæ beáti Joánnis Apóstoli Caríssimi: Nolíte mirári, si odit vos mundus. Nos scimus, quóniam transláti sumus de morte ad vitam, quóniam dilígimus fratres. Qui non díligit, manet in morte: omnis, qui odit fratrem suum, homicída est. Et scitis, quóniam omnis homicída non habet vitam ætérnam in semetípso manéntem. In hoc cognóvimus caritátem Dei, quóniam ille ánimam suam pro nobis pósuit: et nos debémus pro frátribus ánimas pónere. Qui habúerit substántiam hujus mundi, et víderit fratrem suum necessitátem habére, et cláuserit víscera sua ab eo: quómodo cáritas Dei manet in eo? Filíoli mei, non diligámus verbo neque lingua, sed ópere et veritáte.

Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Johannes Geliebte: Wundert euch nicht, wenn euch die Welt hasst. Wir wissen, dass wir vom Tod zum Leben hinübergegangen sind, weil wir die Brüder lieben. Wer nicht liebt, bleibt im Tod: jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder. Und ihr wisst, dass kein Mörder das ewige Leben in sich bleibend hat. Daran haben wir die Liebe Gottes erkannt, dass er seine Seele für uns hingegeben hat: auch wir sollen für die Brüder die Seelen hingeben. Wer die Güter dieser Welt besitzt und seinen Bruder Not leiden sieht und sein Herz vor ihm verschließt: wie bleibt die Liebe Gottes in ihm? Meine Kinder, lasst uns nicht mit Worten und mit der Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit.

Graduale / Alleluia

Ad Dóminum, cum tribulárer, clamávi, et exaudívit me. ℣. Dómine, libera ánimam meam a lábiis iníquis, et a lingua dolósa. Allelúja, allelúja. Dómine, Deus meus, in te sperávi: salvum me fac ex ómnibus persequéntibus me et líbera me. Allelúja.

Zum Herrn rief ich in meiner Bedrängnis, und er erhörte mich. ℣. Herr, rette meine Seele vor falschen Lippen, vor trügerischer Zunge. Halleluja, halleluja. Herr, mein Gott, auf dich habe ich meine Hoffnung gesetzt; rette mich vor allen, die mich verfolgen, und befreie mich. Halleluja.

Evangelium

Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Lucam In illo témpore: Dixit Jesus pharisǽis parábolam hanc: Homo quidam fecit cœnam magnam, et vocávit multos. Et misit servum suum hora cœnæ dícere invitátis, ut venírent, quia jam paráta sunt ómnia. Et cœpérunt simul omnes excusáre. Primus dixit ei: Villam emi, et necésse hábeo exíre et vidére illam: rogo te, habe me excusátum. Et alter dixit: Juga boum emi quinque et eo probáre illa: rogo te, habe me excusátum. Et álius dixit: Uxórem duxi, et ídeo non possum veníre. Et revérsus servus nuntiávit hæc dómino suo. Tunc irátus paterfamílias, dixit servo suo: Exi cito in pláteas et vicos civitátis: et páuperes ac débiles et cæcos et claudos íntroduc huc. Et ait servus: Dómine, factum est, ut imperásti, et adhuc locus est. Et ait dóminus servo: Exi in vias et sepes: et compélle intrare, ut impleátur domus mea. Dico autem vobis, quod nemo virórum illórum, qui vocáti sunt, gustábit cœnam meam.

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas † In jener Zeit: Jesus sagte den Pharisäern dieses Gleichnis: Ein Mensch veranstaltete ein großes Abendmahl und lud viele ein. Und er sandte seinen Diener zur Stunde des Abendmahls, um den Eingeladenen zu sagen, dass sie kommen sollten, weil schon alles bereit ist. Und sie begannen alle zugleich, sich zu entschuldigen. Der erste sagte zu ihm: Ich habe ein Landgut gekauft und muss hinausgehen und es ansehen; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt. Und ein anderer sagte: Ich habe fünf Gespanne Ochsen gekauft und gehe, sie zu prüfen; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt. Und ein anderer sagte: Ich habe eine Frau geheiratet, und deshalb kann ich nicht kommen. Und zurückgekehrt, berichtete der Diener dies seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sagte zu seinem Diener: Geh schnell hinaus auf die Plätze und Gassen der Stadt, und die Armen und Schwachen und Blinden und Lahmen führe hier herein. Und der Diener sagte: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast, und es ist noch Platz. Und der Herr sagte zum Diener: Geh hinaus auf die Wege und an die Zäune, und nötige sie hereinzukommen, damit mein Haus gefüllt werde. Ich sage euch aber, dass keiner von jenen Männern, die eingeladen waren, mein Abendmahl kosten wird.

Offertorium

Dómine, convértere, et éripe ánimam meam: salvum me fac propter misericórdiam tuam.

Herr, wende dich uns zu und reiß meine Seele heraus: rette mich um deiner Barmherzigkeit willen.

Secreta (Stillgebet)

Oblátio nos, Dómine, tuo nómini dicánda puríficet: et de die in diem ad cœléstis vitæ tránsferat actiónem.

Das Opfer, Herr, das deinem Namen geweiht werden soll, möge uns läutern und von Tag zu Tag zur Lebensführung des Himmels hinüberführen.

Communio

Cantábo Dómino, qui bona tríbuit mihi: et psallam nómini Dómini altíssimi.

Ich will dem Herrn singen, der mir Gutes erwiesen hat, und will dem Namen des Herrn, des Höchsten, Psalmen singen.

Postcommunio

Sumptis munéribus sacris, quǽsumus, Dómine: ut cum frequentatióne mystérii, crescat nostræ salútis efféctus.

Nachdem die heiligen Gaben empfangen sind, bitten wir, Herr: dass mit der häufigen Feier des Geheimnisses die Frucht unseres Heiles wachse.

Praefatio Præfatio de Sanctissima Trinitate

Vere dignum et justum est, æquum et salutare, nos tibi semper et ubique gratias agere: Domine sancte, Pater omnipotens, æterne Deus: Qui cum unigenito Filio tuo et Spiritu Sancto unus es Deus, unus es Dominus: non in unius singularitate personæ, sed in unius Trinitate substantiæ. Quod enim de tua gloria, revelante te, credimus, hoc de Filio tuo, hoc de Spiritu Sancto sine differentia discretionis sentimus. Ut in confessione veræ, sempiternæque Deitatis, et in personis proprietas, et in essentia unitas, et in majestate adoretur æqualitas. Quam laudant Angeli atque Archangeli, Cherubim quoque ac Seraphim: qui non cessant clamare quotidie, una voce dicentes: Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus, Deus Sabaoth. Pleni sunt cæli et terra gloria tua. Hosanna in excelsis. Benedictus, qui venit in nomine Domini. Hosanna in excelsis.

Wahrhaft würdig und recht ist es, billig und heilsam, dass wir dir immer und überall Dank sagen: Heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott: Der du mit deinem eingeborenen Sohn und dem Heiligen Geist ein Gott bist, ein Herr bist: nicht in der Einzigkeit einer Person, sondern in der Dreieinigkeit einer Wesenheit. Denn was wir von deiner Herrlichkeit glauben, da du es offenbarst, das empfinden wir von deinem Sohn, das vom Heiligen Geist ohne Unterschied der Verschiedenheit. So dass im Bekenntnis der wahren und ewigen Gottheit sowohl in den Personen die Eigenart als auch im Wesen die Einheit und in der Majestät die Gleichheit angebetet werde. Diese preisen die Engel und Erzengel, auch die Cherubim und Seraphim: die nicht aufhören, täglich zu rufen und mit einer Stimme zu sprechen: Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Erfüllt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe. Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.