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VIOLETT • Fastenzeit

Donnerstag der 4. Fastenwoche

Feria Quinta infra Hebdomadam IV in Quadragesima

Violett III. Klasse Fastenzeit
Introitus

Lætétur cor quæréntium Dóminum: quǽrite Dóminum, et confirmámini: quǽrite fáciem ejus semper. Confitémini Dómino, et invocáte nomen ejus: annuntiáte inter gentes ópera ejus. Lætétur cor quæréntium Dóminum: quǽrite Dóminum, et confirmámini: quǽrite fáciem ejus semper.

Es freue sich das Herz derer, die den Herrn suchen: suchet den Herrn und werdet stark: suchet sein Angesicht allezeit. Preiset den Herrn und rufet seinen Namen an: verkündet unter den Völkern seine Werke. Es freue sich das Herz derer, die den Herrn suchen: suchet den Herrn und werdet stark: suchet sein Angesicht allezeit.

Oratio (Kollekte)

Præsta, quǽsumus, omnípotens Deus: ut, quos jejúnia votíva castígant, ipsa quoque devótio sancta lætíficet; ut, terrénis afféctibus mitigátis, facílius cœléstia capiámus.

Gewähre, wir bitten dich, allmächtiger Gott: dass jene, die freiwillige Fastenübungen züchtigen, auch die heilige Andacht selbst erfreue; damit, nachdem die irdischen Begierden gemildert sind, wir leichter das Himmlische erfassen.

Lesung (Lectio / Epistola)

Léctio libri Regum In diébus illis: Venit múlier Sunamítis ad Eliséum in montem Carméli: cumque vidísset eam vir Dei e contra, ait ad Giézi púerum suum: Ecce Sunamítis illa. Vade ergo in occúrsum ejus, et dic ei: Recte ne ágitur circa te, et circa virum tuum, et circa fílium tuum? Quæ respóndit: Recte. Cumque venísset ad virum Dei in montem, apprehéndit pedes ejus: et accéssit Giézi, ut amovéret eam. Et ait homo Dei: Dimítte illam: ánima enim ejus in amaritúdine est, et Dóminus celávit a me, et non indicávit mihi. Quæ dixit illi: Numquid petívi fílium a dómino meo? Numquid non dixi tibi: Ne illúdas me? Et ille ait ad Giézi: Accínge lumbos tuos, et tolle báculum meum in manu tua, et vade. Si occurrérit tibi homo, non salútes eum: et si salutáverit te quíspiam, non respóndeas illi: et pones báculum meum super fáciem púeri. Porro mater púeri ait: Vivit Dóminus et vivit ánima tua, non dimíttam te. Surréxit ergo, et secútus est eam. Giézi autem præcésserat ante eos, et posúerat báculum super fáciem púeri, et non erat vox neque sensus: reversúsque est in occúrsum ejus, et nuntiávit ei, dicens: Non surréxit puer. Ingréssus est ergo Eliséus domum, et ecce, puer mórtuus jacébat in léctulo ejus: ingressúsque clausit óstium super se et super púerum: et orávit ad Dóminum. Et ascéndit, et incúbuit super púerum: posuítque os suum super os ejus, et óculos suos super óculos ejus, et manus suas super manus ejus: et incurvávit se super eum: et calefácta est caro púeri. At ille revérsus, deambulávit in domo, semel huc atque illuc: et ascéndit et incúbuit super eum: et oscitávit puer sépties, aperuítque oculos. At ille vocávit Giézi, et dixit ei: Voca Sunamítidem hanc. Quæ vocáta ingréssa est ad eum. Qui ait: Tolle fílium tuum. Venit illa, et córruit ad pedes ejus, et adorávit super terram: tulítque fílium suum, et egréssa est, et Eliséus revérsus est in Gálgala.

Lesung aus dem Buch der Könige In jenen Tagen: Die Frau aus Sunem kam zu Elischa auf den Berg Karmel. Als der Mann Gottes sie von weitem sah, sprach er zu seinem Diener Gehasi: Sieh, jene Frau aus Sunem. Geh ihr entgegen und frag sie: Geht es dir, deinem Mann und deinem Sohn gut? Sie antwortete: Ja. Als sie zum Mann Gottes auf den Berg kam, ergriff sie seine Füße. Da trat Gehasi hinzu, um sie wegzustoßen. Doch der Mann Gottes sprach: Lass sie! Denn ihre Seele ist in Bitterkeit, und der Herr hat es mir verborgen und nicht kundgetan. Sie aber sagte zu ihm: Habe ich etwa einen Sohn von meinem Herrn erbeten? Habe ich dir nicht gesagt: Täusche mich nicht? Da sprach er zu Gehasi: Gürte deine Lenden, nimm meinen Stab in deine Hand und geh! Wenn dir ein Mensch begegnet, grüße ihn nicht, und wenn dich jemand grüßt, antworte ihm nicht! Und lege meinen Stab auf das Angesicht des Knaben. Doch die Mutter des Knaben sprach: So wahr der Herr lebt und deine Seele lebt, ich lasse dich nicht. Da stand er auf und folgte ihr. Gehasi aber war vorausgegangen und hatte den Stab auf das Angesicht des Knaben gelegt; doch es war keine Stimme und kein Lebenszeichen. So kehrte er um, kam ihm entgegen und meldete ihm: Der Knabe ist nicht erwacht. Elischa trat also ins Haus, und siehe, der Knabe lag tot auf seinem Bett. Er ging hinein und schloss die Tür hinter sich und dem Knaben. Und er betete zum Herrn. Dann stieg er hinauf und legte sich auf den Knaben: Er setzte seinen Mund auf dessen Mund, seine Augen auf dessen Augen, seine Hände auf dessen Hände und beugte sich über ihn. Da wurde das Fleisch des Knaben warm. Er aber kehrte zurück, ging im Haus einmal hierhin und dorthin, stieg wieder hinauf und legte sich auf ihn. Da nieste der Knabe siebenmal und öffnete die Augen. Er rief Gehasi und sprach zu ihm: Rufe diese Frau aus Sunem! Als sie gerufen war, trat sie zu ihm. Er sprach: Nimm deinen Sohn! Sie kam, fiel ihm zu Füßen und betete an auf der Erde. Dann nahm sie ihren Sohn und ging hinaus. Elischa aber kehrte nach Gilgal zurück.

Graduale / Alleluia

Réspice, Dómine, in testaméntum tuum: et ánimas páuperum tuórum ne obliviscáris in finem. ℣. Exsúrge, Dómine, júdica causam tuam: memor esto oppróbrii servórum tuórum.

Blicke, Herr, auf deinen Bund, und vergiss die Seelen deiner Armen nicht für immer. ℣. Erhebe dich, Herr, führe deine Sache; gedenke der Schmach deiner Knechte.

Evangelium

Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Lucam In illo témpore: Ibat Jesus in civitátem, quæ vocátur Naim: et ibant cum eo discípuli ejus et turba copiósa. Cum autem appropinquáret portæ civitátis, ecce, defúnctus efferebátur fílius únicus matris suæ: et hæc vídua erat, et turba civitátis multa cum illa. Quam cum vidísset Dóminus, misericórdia motus super eam, dixit illi: Noli flere. Et accéssit et tétigit lóculum. - Hi autem, qui portábant, stetérunt - Et ait: Adoléscens, tibi dico, surge. Et resédit, qui erat mórtuus, et cœpit loqui. Et dedit illum matri suæ. Accépit autem omnes timor: et magnificábant Deum, dicéntes: Quia Prophéta magnus surréxit in nobis: et quia Deus visitávit plebem suam.

Aus dem heiligen Evangelium † nach Lukas In jener Zeit: Jesus ging in eine Stadt, die Naim heißt, und mit ihm gingen seine Jünger und eine große Menge. Als er sich aber dem Stadttor näherte, siehe, da wurde ein Toter hinausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter; und diese war Witwe, und eine große Menge aus der Stadt war mit ihr. Als der Herr sie sah, wurde er von Barmherzigkeit über sie bewegt und sprach zu ihr: Weine nicht. Und er trat hinzu und berührte die Bahre. - Die aber, welche sie trugen, blieben stehen. - Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf. Und der Tote setzte sich auf und begann zu sprechen. Und er gab ihn seiner Mutter zurück. Alle aber ergriff Furcht, und sie priesen Gott und sprachen: Ein großer Prophet ist unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk besucht.

Offertorium

Dómine, ad adjuvándum me festína: confundántur omnes, qui cógitant servis tuis mala.

Herr, eile, mir zu helfen; zuschanden sollen werden alle, die meinen Knechten Böses ersinnen.

Secreta (Stillgebet)

Purífica nos, miséricors Deus: ut Ecclésiæ tuæ preces, quæ tibi gratæ sunt, pia múnera deferéntes, fiant expiátis méntibus gratióres.

Reinige uns, barmherziger Gott: damit die Gebete deiner Kirche, die dir wohlgefällig sind, indem wir fromme Gaben darbringen, mit gereinigten Herzen noch gefälliger werden.

Communio

Dómine, memorábor justítiæ tuæ solíus: Deus, docuísti me a juventúte mea: et usque in senéctam et sénium, Deus, ne derelínquas me.

Herr, ich will deiner Gerechtigkeit allein gedenken: Gott, du hast mich gelehrt von meiner Jugend an: und bis ins Greisenalter und hohe Alter, Gott, verlass mich nicht.

Postcommunio

Cœléstia dona capiéntibus, quǽsumus, Dómine: non ad judícium proveníre patiáris, quæ fidélibus tuis ad remédium providísti.

Wir bitten dich, Herr: lass nicht zum Gericht werden, was du deinen Gläubigen zur Heilung bestimmt hast, die himmlische Gaben empfangen.

oratio_super_populum

Orémus. Humiliáte cápita vestra Deo. Pópuli tui, Deus, institútor et rector, peccáta, quibus impugnátur, expélle: ut semper tibi plácitus, et tuo munímine sit secúrus.

Lasset uns beten. Beuget eure Häupter vor Gott. Vertreibe, o Gott, du Urheber und Lenker deines Volkes, die Sünden, von denen es bedrängt wird: damit es dir stets wohlgefällig sei und unter deinem Schutze sicher bleibe.