Réspice, Dómine, in testaméntum tuum, et ánimas páuperum tuórum ne derelínquas in finem: exsúrge, Dómine, et júdica causam tuam, et ne obliviscáris voces quæréntium te. Ut quid, Deus, reppulísti in finem: irátus est furor tuus super oves páscuæ tuæ? Réspice, Dómine, in testaméntum tuum, et ánimas páuperum tuórum ne derelínquas in finem: exsúrge, Dómine, et júdica causam tuam, et ne obliviscáris voces quæréntium te.
Blicke, Herr, auf deinen Bund, und die Seelen deiner Armen verlass nicht für immer; steh auf, Herr, und führe deine Sache, und vergiss nicht die Rufe derer, die dich suchen. Warum, Gott, hast du auf immer verstoßen, entbrannt ist dein Zorn über die Schafe deiner Weide? Blicke, Herr, auf deinen Bund, und die Seelen deiner Armen verlass nicht für immer; steh auf, Herr, und führe deine Sache, und vergiss nicht die Rufe derer, die dich suchen.
Omnípotens sempitérne Deus, da nobis fídei, spei et caritátis augméntum: et, ut mereámur asséqui quod promíttis, fac nos amáre quod prǽcipis.
Allmächtiger, ewiger Gott, gib uns die Vermehrung des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe: und damit wir verdienen zu erlangen, was du verheißt, mach uns lieben, was du gebietest.
Léctio Epístolæ beáti Pauli Apóstoli ad Gálatas Fratres: Abrahæ dictæ sunt promissiónes, et sémini ejus. Non dicit: Et semínibus, quasi in multis; sed quasi in uno: Et sémini tuo, qui est Christus. Hoc autem dico: testaméntum confirmátum a Deo, quæ post quadringéntos et trigínta annos facta est lex, non írritum facit ad evacuándam promissiónem. Nam si ex lege heréditas, jam non ex promissióne. Abrahæ autem per repromissiónem donávit Deus. Quid igitur lex? Propter transgressiónes pósita est, donec veníret semen, cui promíserat, ordináta per Angelos in manu mediatóris. Mediátor autem uníus non est: Deus autem unus est. Lex ergo advérsus promíssa Dei? Absit. Si enim data esset lex, quæ posset vivificáre, vere ex lege esset justítia. Sed conclúsit Scriptúra ómnia sub peccáto, ut promíssio ex fide Jesu Christi darétur credéntibus.
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Galater Brüder: Dem Abraham wurden die Verheißungen zugesprochen und seinem Samen. Es heißt nicht: Und den Samen, als ob es viele wären; sondern wie von einem: Und deinem Samen, welcher Christus ist. Dies aber sage ich: Ein von Gott bestätigtes Testament, das nach vierhundertdreißig Jahren gegeben wurde als Gesetz, macht nicht ungültig, um die Verheißung aufzuheben. Denn wenn das Erbe aus dem Gesetz kommt, dann nicht mehr aus der Verheißung. Dem Abraham aber hat Gott durch die Verheißung geschenkt. Was also ist das Gesetz? Wegen der Übertretungen wurde es hinzugefügt, bis der Same käme, dem er verheißen hatte, angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht von einem allein: Gott aber ist einer. Ist also das Gesetz gegen die Verheißungen Gottes? Das sei fern. Wenn nämlich ein Gesetz gegeben worden wäre, das lebendig machen könnte, dann wäre wahrhaftig die Gerechtigkeit aus dem Gesetz. Aber die Schrift hat alles unter der Sünde eingeschlossen, damit die Verheißung aus dem Glauben Jesu Christi gegeben würde den Glaubenden.
Réspice, Dómine, in testaméntum tuum: et ánimas páuperum tuórum ne obliviscáris in finem. ℣. Exsúrge, Dómine, et júdica causam tuam: memor esto oppróbrii servórum tuórum. Allelúja, allelúja Dómine, refúgium factus es nobis a generatióne et progénie. Allelúja.
Schau, Herr, auf deinen Bund: und vergiss der Seelen deiner Armen nicht für immer. ℣. Erhebe dich, Herr, und führe deine Sache: gedenke der Schmach deiner Knechte. Halleluja, halleluja. Herr, du bist uns zur Zuflucht geworden von Geschlecht zu Geschlecht. Halleluja.
Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Lucam In illo témpore: Dum iret Jesus in Jerúsalem, transíbat per médiam Samaríam et Galilǽam. Et cum ingrederétur quoddam castéllum, occurrérunt ei decem viri leprósi, qui stetérunt a longe; et levavérunt vocem dicéntes: Jesu præcéptor, miserére nostri. Quos ut vidit, dixit: Ite, osténdite vos sacerdótibus. Et factum est, dum irent, mundáti sunt. Unus autem ex illis, ut vidit quia mundátus est, regréssus est, cum magna voce magníficans Deum, et cecidit in fáciem ante pedes ejus, grátias agens: et hic erat Samaritánus. Respóndens autem Jesus, dixit: Nonne decem mundáti sunt? et novem ubi sunt? Non est invéntus, qui redíret et daret glóriam Deo, nisi hic alienígena. Et ait illi: Surge, vade; quia fides tua te salvum fecit.
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas † In jener Zeit: Als Jesus nach Jerusalem ging, zog er durch das Gebiet zwischen Samarien und Galiläa. Und als er in ein Dorf eintrat, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die in der Ferne stehen blieben; und sie erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, Meister, erbarme dich unser. Als er sie sah, sprach er: Geht hin, zeigt euch den Priestern. Und es geschah, während sie gingen, wurden sie rein. Einer aber von ihnen, als er sah, dass er rein geworden war, kehrte zurück, pries mit lauter Stimme Gott und fiel auf sein Angesicht zu seinen Füßen, Dank sagend; und dieser war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind die neun? Es hat sich keiner gefunden, der zurückkehrte und Gott die Ehre gäbe, außer diesem Fremdling. Und er sprach zu ihm: Steh auf, geh hin; denn dein Glaube hat dir Heil gebracht.
In te sperávi, Dómine; dixi: Tu es Deus meus, in mánibus tuis témpora mea.
Auf dich habe ich vertraut, Herr; ich sprach: Du bist mein Gott, in deinen Händen liegen meine Zeiten.
Propitiáre, Dómine, pópulo tuo, propitiáre munéribus: ut, hac oblatióne placátus, et indulgéntiam nobis tríbuas et postuláta concedas.
Sei gnädig, Herr, deinem Volk, sei gnädig den Gaben: damit du durch diese Darbringung besänftigt sowohl Verzeihung uns gewährst und die erbetenen Gaben gewährst.
Panem de cœlo dedísti nobis, Dómine, habéntem omne delectaméntum et omnem sapórem suavitátis.
Du hast uns, Herr, Brot vom Himmel gegeben, das alle Köstlichkeit und jeden Wohlgeschmack in sich birgt.
Sumptis, Dómine, cœléstibus sacraméntis: ad redemptiónis ætérnæ, quǽsumus, proficiámus augméntum.
Nachdem wir, Herr, die himmlischen Sakramente empfangen haben: mögen wir, bitten wir, zum Heil der ewigen Erlösung fortschreiten.
Vere dignum et justum est, æquum et salutare, nos tibi semper et ubique gratias agere: Domine sancte, Pater omnipotens, æterne Deus: Qui cum unigenito Filio tuo et Spiritu Sancto unus es Deus, unus es Dominus: non in unius singularitate personæ, sed in unius Trinitate substantiæ. Quod enim de tua gloria, revelante te, credimus, hoc de Filio tuo, hoc de Spiritu Sancto sine differentia discretionis sentimus. Ut in confessione veræ, sempiternæque Deitatis, et in personis proprietas, et in essentia unitas, et in majestate adoretur æqualitas. Quam laudant Angeli atque Archangeli, Cherubim quoque ac Seraphim: qui non cessant clamare quotidie, una voce dicentes: Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus, Deus Sabaoth. Pleni sunt cæli et terra gloria tua. Hosanna in excelsis. Benedictus, qui venit in nomine Domini. Hosanna in excelsis.
Wahrhaft würdig und recht ist es, billig und heilsam, dass wir dir immer und überall Dank sagen: Heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott: Der du mit deinem eingeborenen Sohn und dem Heiligen Geist ein Gott bist, ein Herr bist: nicht in der Einzigkeit einer Person, sondern in der Dreieinigkeit einer Wesenheit. Denn was wir von deiner Herrlichkeit glauben, da du es offenbarst, das empfinden wir von deinem Sohn, das vom Heiligen Geist ohne Unterschied der Verschiedenheit. So dass im Bekenntnis der wahren und ewigen Gottheit sowohl in den Personen die Eigenart als auch im Wesen die Einheit und in der Majestät die Gleichheit angebetet werde. Diese preisen die Engel und Erzengel, auch die Cherubim und Seraphim: die nicht aufhören, täglich zu rufen und mit einer Stimme zu sprechen: Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Erfüllt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe. Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.