Feria Quinta infra Hebdomadam Passionis
Kommemoration: S. Cyrilli Episcopi Hierosolymitani Confessoris et Ecclesiæ Doctoris
Kommemoration: S. Cyrilli Episcopi Hierosolymitani Confessoris et Ecclesiæ Doctoris
Omnia, quæ fecísti nobis, Dómine, in vero judício fecísti: quia peccávimus tibi, et mandátis tuis non obedívimus: sed da glóriam nómini tuo, et fac nobíscum secúndum multitúdinem misericórdiæ tuæ. Beáti immaculáti in via: qui ámbulant in lege Dómini. Omnia, quæ fecísti nobis, Dómine, in vero judício fecísti: quia peccávimus tibi, et mandátis tuis non obedívimus: sed da glóriam nómini tuo, et fac nobíscum secúndum multitúdinem misericórdiæ tuæ.
Alles, was du uns getan hast, Herr, hast du in wahrhaftigem Gericht getan: denn wir haben gegen dich gesündigt und deinen Geboten nicht gehorcht. Aber gib deinem Namen die Ehre und handle an uns nach der Fülle deiner Barmherzigkeit. Selig, die ohne Makel auf dem Weg sind: die wandeln im Gesetz des Herrn. Alles, was du uns getan hast, Herr, hast du in wahrhaftigem Gericht getan: denn wir haben gegen dich gesündigt und deinen Geboten nicht gehorcht. Aber gib deinem Namen die Ehre und handle an uns nach der Fülle deiner Barmherzigkeit.
Præsta, quǽsumus, omnípotens Deus: ut dígnitas condiciónis humánæ, per immoderántiam sauciáta, medicinális parsimóniæ stúdio reformétur.
Gewähre, wir bitten dich, allmächtiger Gott: dass die Würde des menschlichen Geschlechtes, durch die Maßlosigkeit verwundet, durch den Eifer der heilsamen Mäßigung wiederhergestellt werde.
Da nobis, quǽsumus, omnípotens Deus, beáto Cyríllo Pontífice intercedénte: te solum verum Deum, et quem misísti Jesum Christum ita cognóscere; ut inter oves, quæ vocem ejus áudiunt, perpétuo connumerári mereámur.
Gib uns, wir bitten Dich, allmächtiger Gott, auf die Fürsprache des heiligen Bischofs Cyrill hin: Dich, den einzigen wahren Gott, und den Du gesandt hast, Jesus Christus, so zu erkennen; dass wir unter die Schafe, die seine Stimme hören, auf ewig gezählt zu werden verdienen.
Léctio Daniélis Prophétæ In diébus illis: Orávit Azarías Dóminum, dicens: Dómine, Deus noster: ne, quǽsumus, tradas nos in perpétuum propter nomen tuum, et ne díssipes testaméntum tuum: neque áuferas misericórdiam tuam a nobis propter Abraham diléctum tuum, et Isaac servum tuum, et Israël sanctum tuum: quibus locútus es, póllicens, quod multiplicáres semen eórum sicut stellas cœli, et sicut arénam, quæ est in líttore maris: quia, Dómine, imminúti sumus plus quam omnes gentes, sumúsque húmiles in univérsa terra hódie propter peccáta nostra. Et non est in témpore hoc princeps, et dux, et prophéta, neque holocáustum, neque sacrifícium, neque oblátio, neque incénsum, neque locus primitiárum coram te, ut possímus inveníre misericórdiam tuam: sed in ánimo contríto et spíritu humilitátis suscipiámur. Sicut in holocáusto aríetum et taurórum, et sicut in míllibus agnórum pínguium: sic fiat sacrifícium nostrum in conspéctu tuo hódie, ut pláceat tibi: quóniam non est confúsio confidéntibus in te. Et nunc séquimur te in toto corde, et timémus te, et quǽrimus fáciem tuam. Ne confúndas nos: sed fac nobíscum juxta mansuetúdinem tuam et secúndum multitúdinem misericórdiæ tuæ. Et érue nos in mirabílibus tuis, et da glóriam nómini tuo, Dómine: et confundántur omnes, qui osténdunt servis tuis mala, confundántur in omni poténtia tua: et robur eórum conterátur: et sciant, quia tu es Dóminus, Deus solus, et gloriósus super orbem terrárum, Dómine, Deus noster.
Lesung aus dem Buch des Propheten Daniel In jenen Tagen betete Azarias zum Herrn und sprach: Herr, unser Gott, überliefere uns, wir bitten dich, nicht für immer um deines Namens willen und lass deinen Bund nicht zunichte werden. Entzieh uns nicht deine Barmherzigkeit um Abrahams willen, deines Geliebten, und um Isaaks, deines Dieners, und um Israels, deines Heiligen, denen du verheißen hast, dass du ihre Nachkommen mehren würdest wie die Sterne des Himmels und wie den Sand, der am Ufer des Meeres ist. Denn, Herr, wir sind geringer geworden als alle Völker und sind heute demütig auf der ganzen Erde wegen unserer Sünden. Und es gibt in dieser Zeit keinen Fürsten und keinen Führer und keinen Propheten, kein Brandopfer und kein Schlachtopfer, keine Gabe und keinen Weihrauch, keinen Ort für die Erstlingsgaben vor dir, damit wir deine Barmherzigkeit finden könnten. Aber mit zerknirschtem Herzen und demütigem Geist mögen wir aufgenommen werden. Wie beim Brandopfer von Widdern und Stieren und wie bei Tausenden fetter Lämmer, so geschehe unser Opfer heute vor deinen Augen, dass es dir gefalle. Denn es gibt keine Schande für die, die auf dich vertrauen. Und nun folgen wir dir mit ganzem Herzen und fürchten dich und suchen dein Angesicht. Beschäme uns nicht, sondern handle mit uns nach deiner Milde und nach der Fülle deiner Barmherzigkeit. Und errette uns durch deine Wunder und gib Ruhm deinem Namen, Herr. Und alle, die deinen Dienern Böses antun, sollen zuschanden werden, sie sollen zuschanden werden durch all deine Macht, und ihre Stärke werde zerschmettert. Und sie sollen erkennen, dass du allein der Herr, der einzige Gott bist und herrlich über den ganzen Erdkreis, Herr, unser Gott.
Tóllite hóstias, et introíte in átria ejus: adoráte Dóminum in aula sancta ejus Revelávit Dóminus condénsa: et in templo ejus omnes dicent glóriam.
Nehmt Opfergaben und tretet ein in seine Vorhöfe: betet an den Herrn in seiner heiligen Halle. Der Herr hat das Verborgene offenbart: und in seinem Tempel werden alle seine Herrlichkeit verkünden.
Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Lucam In illo témpore: Rogábat Jesum quidam de pharisǽis, ut manducáret cum illo. Et ingréssus domum pharisǽi, discúbuit. Et ecce múlier, quæ erat in civitáte peccátrix, ut cognóvit, quod accubuísset in domo pharisǽi, áttulit alabástrum unguénti: et stans retro secus pedes ejus, lácrimis cœpit rigáre pedes ejus, et capíllis cápitis sui tergébat, et osculabátur pedes ejus, et unguénto ungébat. Videns autem pharisǽus, qui vocáverat eum, ait intra se, dicens: Hic si esset Prophéta, sciret útique, quæ et qualis est múlier, quæ tangit eum: quia peccátrix est. Et respóndens Jesus, dixit ad illum: Simon, hábeo tibi áliquid dícere. At ille ait: Magíster, dic. Duo debitóres erant cuidam fœneratóri: unus debébat denários quingéntos, et álius quinquagínta. Non habéntibus illis, unde rédderent, donávit utrísque. Quis ergo eum plus díligit? Respóndens Simon, dixit: Æstimo, quia is, cui plus donávit. At ille dixit ei: Recte judicásti. Et convérsus ad mulíerem, dixit Simóni: Vides hanc mulíerem? Intrávi in domum tuam, aquam pédibus meis non dedísti: hæc autem lácrimis rigávit pedes meos et capíllis suis tersit. Osculum mihi non dedísti: hæc autem, ex quo intrávit, non cessávit osculári pedes meos. Oleo caput meum non unxísti: hæc autem unguénto unxit pedes meos. Propter quod dico tibi: Remittúntur ei peccáta multa, quóniam diléxit multum. Cui autem minus dimíttitur, minus díligit. Dixit autem ad illam: Remittúntur tibi peccáta. Et cœpérunt, qui simul accumbébant, dícere intra se: Quis est hic, qui étiam peccáta dimíttit? Dixit autem ad mulíerem: Fides tua te salvam fecit: vade in pace.
Aus dem heiligen † Evangelium nach Lukas In jener Zeit: Einer von den Pharisäern bat Jesus, mit ihm zu essen. Und er ging in das Haus des Pharisäers und setzte sich zu Tisch. Und siehe, eine Frau, die in der Stadt eine Sünderin war, erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers zu Tisch lag, brachte ein Alabastergefäß mit Salböl: und sie stellte sich hinten zu seinen Füßen, begann mit Tränen seine Füße zu benetzen und trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes ab, und sie küsste seine Füße und salbte sie mit dem Öl. Als aber der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, sprach er bei sich: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüsste er gewiss, wer und was für eine Frau das ist, die ihn berührt: dass sie eine Sünderin ist. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach: Meister, sprich. Zwei Schuldner hatte ein Geldverleiher: der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere fünfzig. Da sie nichts hatten, womit sie zurückzahlen konnten, schenkte er es beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben? Simon antwortete und sprach: Ich meine, der, dem er mehr geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt. Und er wandte sich zu der Frau und sprach zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, Wasser für meine Füße hast du mir nicht gegeben: diese aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit ihren Haaren getrocknet. Einen Kuss hast du mir nicht gegeben: diese aber hat, seit sie hereinkam, nicht aufgehört, meine Füße zu küssen. Mit Öl hast du mein Haupt nicht gesalbt: diese aber hat meine Füße mit Salböl gesalbt. Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind ihr vergeben, weil sie viel geliebt hat. Wem aber weniger vergeben wird, der liebt weniger. Er sprach aber zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben. Und die mit zu Tisch lagen, begannen bei sich zu sagen: Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt? Er sprach aber zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet: geh hin in Frieden.
Super flúmina Babylónis illic sédimus et flévimus: dum recordarémur tui, Sion.
An den Strömen Babylons, dort saßen wir und weinten, als wir deiner gedachten, Zion.
Dómine, Deus noster, qui in his pótius creatúris, quas ad fragilitátis nostræ subsídium condidísti, tuo quoque nómini múnera jussísti dicánda constítui: tríbue, quǽsumus; ut et vitæ nobis præséntis auxílium et æternitátis effíciant sacraméntum.
Herr, unser Gott, du hast nicht nur diese Geschöpfe, die du zur Stütze unserer Schwachheit erschaffen hast, eingesetzt, sondern auch befohlen, dass deinem Namen Gaben geweiht werden: gewähre, bitten wir, dass sie uns sowohl eine Hilfe für das gegenwärtige Leben als auch ein Sakrament der Ewigkeit bewirken.
Réspice, Dómine, immaculátam hóstiam, quam tibi offérimus: et præsta; ut, méritis beáti Pontíficis et Confessóris tui Cyrílli, eam mundo corde suscípere studeámus.
Sieh gnädig, Herr, auf das makellose Opfer, das wir dir darbringen: und gewähre, dass wir es durch die Verdienste deines heiligen Bischofs und Bekenners Cyrillus mit reinem Herzen zu empfangen bestrebt sind.
Meménto verbi tui servo tuo, Dómine, in quo mihi spem dedísti: hæc me consoláta est in humilitáte mea.
Gedenke deines Wortes an deinen Knecht, Herr, in dem du mir Hoffnung gegeben hast: das hat mich getröstet in meiner Niedrigkeit.
Quod ore súmpsimus, Dómine, pura mente capiámus: et de munere temporáli, fiat nobis remédium sempitérnum.
Was wir mit dem Mund empfangen haben, Herr, das mögen wir mit reinem Herzen aufnehmen: und aus dem zeitlichen Geschenk werde uns eine ewige Heilung.
Sacraménta Córporis et Sánguinis tui, quæ súmpsimus, Dómine Jesu Christe: beáti Cyrílli Pontíficis précibus, mentes et corda nostra sanctíficent; ut divínæ consórtes natúræ éffici mereámur:
Die Sakramente deines Leibes und Blutes, die wir empfangen haben, Herr Jesus Christus: mögen sie durch die Fürbitten des seligen Bischofs Cyrillus unsere Sinne und Herzen heiligen; damit wir würdig werden, Anteil an der göttlichen Natur zu erlangen.
Orémus. Humiliáte cápita vestra Deo. Esto, quǽsumus, Dómine, propítius plebi tuæ: ut, quæ tibi non placent, respuéntes; tuórum pótius repleántur delectatiónibus mandatórum.
Lasset uns beten. Beuget eure Häupter vor Gott. Sei gnädig, wir bitten dich, Herr, deinem Volke: damit es, was dir nicht gefällt, von sich weisend; vielmehr mit den Freuden deiner Gebote erfüllt werde.