Feria Secunda infra Hebdomadam IV in Quadragesima
Kommemoration: S. Joannis Damasceni Confessoris et Ecclesiæ Doctoris
Kommemoration: S. Joannis Damasceni Confessoris et Ecclesiæ Doctoris
Deus, in nómine tuo salvum me fac, et in virtúte tua líbera me: Deus, exáudi oratiónem meam: áuribus pércipe verba oris mei. Quóniam aliéni insurrexérunt in me: et fortes quæsiérunt ánimam meam. Deus, in nómine tuo salvum me fac, et in virtúte tua líbera me: Deus, exáudi oratiónem meam: áuribus pércipe verba oris mei.
Gott, in deinem Namen rette mich, und in deiner Kraft befreie mich: Gott, erhöre mein Gebet: mit deinen Ohren nimm die Worte meines Mundes auf. Denn Fremde sind gegen mich aufgestanden: und Starke haben nach meiner Seele getrachtet. Gott, in deinem Namen rette mich, und in deiner Kraft befreie mich: Gott, erhöre mein Gebet: mit deinen Ohren nimm die Worte meines Mundes auf.
Præsta, quǽsumus, omnípotens Deus: ut, observatiónes sacras ánnua devotióne recoléntes, et córpore tibi placeámus et mente.
Gewähre, bitten wir, allmächtiger Gott: dass wir, die wir die heiligen Bräuche in jährlicher Andacht begehen, dir sowohl mit dem Leib als auch mit dem Geist gefallen.
Omnípotens sempitérne Deus, qui, ad cultum sacrárum imáginum asseréndum, beátum Joánnem cœlésti doctrína et admirábili spíritus fortitúdine imbuísti: concéde nobis ejus intercessióne et exémplo; ut, quorum cólimus imagines, virtútes imitémur et patrocínia sentiámus.
Allmächtiger, ewiger Gott, du hast den seligen Johannes mit himmlischer Lehre und wunderbarer Geistesstärke erfüllt, um die Verehrung der heiligen Bilder zu verteidigen: Gewähre uns auf seine Fürsprache und nach seinem Beispiel, dass wir, deren Bilder wir verehren, ihre Tugenden nachahmen und ihren Schutz erfahren.
Léctio libri Regum In diébus illis: Venérunt duæ mulíeres meretríces ad regem Salomónem, steterúntque coram eo, quarum una ait: Obsecro, mi dómine: ego et múlier hæc habitabámus in domo una, et péperi apud eam in cubículo. Tértia autem die postquam ego péperi, péperit et hæc: et erámus simul, nullúsque álius nobíscum in domo, excéptis nobis duábus. Mórtuus est autem fílius mulíeris hujus nocte: dórmiens quippe oppréssit eum. Et consúrgens intempéstæ noctis siléntio, tulit fílium meum de látere meo ancíllæ tuæ dormiéntis, et collocávit in sinu suo: suum autem fílium, qui erat mórtuus, pósuit in sinu meo. Cumque surrexíssem mane, ut darem lac fílio meo, appáruit mórtuus: quem diligéntius íntuens clara luce, deprehéndi non esse meum, quem genúeram. Respondítque áltera múlier: Non est ita, ut dicis, sed fílius tuus mórtuus est, meus autem vivit. E contrário illa dicébat: Mentiris: fílius quippe meus vivit, et fílius tuus mórtuus est. Atque in hunc modum contendébant coram rege. Tunc rex ait: Hæc dicit Fílius meus vivit, et fílius tuus mórtuus est. Et ista respóndit: Non, sed fílius tuus mórtuus est, meus autem vivit. Dixit ergo rex: Afférte mihi gládium. Cumque attulíssent gládium coram rege: Divídite, inquit, infántem vivum in duas partes, et dat dimídiam partem uni, et dimídiam partem álteri. Dixit autem múlier, cujus fílius erat vivus, ad regem - commóta sunt quippe víscera ejus super fílio suo: - Obsecro, dómine, date illi infántem vivum, et nolíte interfícere eum. E contrário illa dicébat: Nec mihi nec tibi sit, sed dividátur. Respóndit rex et ait: Date huic infántem vivum, et non occidátur: hæc est enim mater ejus. Audívit ítaque omnis Israël judícium, quod judicásset rex, et timuérunt regem, vidéntes sapiéntiam Dei esse in eo ad faciéndum judícium.
Lesung aus dem Buch der Könige In jenen Tagen kamen zwei Dirnen zum König Salomo und traten vor ihn hin. Die eine von ihnen sprach: Ich bitte dich, mein Herr: Ich und diese Frau wohnten in einem Haus, und ich gebar bei ihr im Zimmer. Am dritten Tag nach meiner Geburt aber gebar auch diese; und wir waren zusammen, und kein anderer war mit uns im Haus außer uns beiden. Gestorben aber ist der Sohn dieser Frau in der Nacht: im Schlaf nämlich erdrückte sie ihn. Und sie stand auf in der Stille der unzeitigen Nacht, nahm meinen Sohn von der Seite deiner Magd, die schlief, und legte ihn in ihren Schoß; ihren eigenen Sohn aber, der tot war, legte sie in meinen Schoß. Als ich aber am Morgen aufstand, um meinem Sohn die Brust zu geben, erschien er tot. Als ich ihn bei hellem Licht genauer betrachtete, bemerkte ich, dass es nicht mein Sohn war, den ich geboren hatte. Da antwortete die andere Frau: Es ist nicht so, wie du sagst, sondern dein Sohn ist tot, mein Sohn aber lebt. Jene aber sagte dagegen: Du lügst; denn mein Sohn lebt, und dein Sohn ist tot. Und auf diese Weise stritten sie vor dem König. Da sprach der König: Diese sagt: Mein Sohn lebt, und dein Sohn ist tot. Und jene antwortet: Nein, sondern dein Sohn ist tot, mein Sohn aber lebt. Da sprach der König: Bringt mir ein Schwert. Als sie das Schwert vor den König gebracht hatten, sprach er: Teilt das lebendige Kind in zwei Teile, und gebt die eine Hälfte der einen und die andere Hälfte der anderen. Da sagte die Frau, deren Sohn lebendig war, zum König – es regten sich nämlich ihre Eingeweide über ihrem Sohn –: Ich bitte dich, Herr, gebt ihr das lebendige Kind und tötet es nicht. Jene aber sagte dagegen: Weder mir noch dir soll es gehören, sondern man teile es. Da antwortete der König und sprach: Gebt dieser das lebendige Kind und tötet es nicht; denn diese ist seine Mutter. Ganz Israel hörte also das Urteil, das der König gesprochen hatte, und sie fürchteten den König, da sie sahen, dass die Weisheit Gottes in ihm war, um Recht zu sprechen.
Esto mihi in Deum protectórem et in locum refúgii, ut salvum me fácias. ℣. Deus, in te sperávi: Dómine, non confúndar in ætérnum. _ Dómine, non secúndum peccáta nostra, quæ fécimus nos: neque secúndum iniquitátes nostras retríbuas nobis. ℣. Dómine, ne memíneris iniquitátum nostrárum antiquárum: cito antícipent nos misericórdiæ tuæ, quia páuperes facti sumus nimis. (Hic genuflectitur) ℣. Adjuva nos, Deus, salutáris noster: et propter glóriam nóminis tui, Dómine, líbera nos: et propítius esto peccátis nostris, propter nomen tuum.
Sei mir ein schützender Gott und ein Ort der Zuflucht, um mich zu retten. ℣. Gott, auf dich habe ich gehofft: Herr, in Ewigkeit werde ich nicht zuschanden werden. _ Herr, nicht nach unseren Sünden, die wir getan haben, vergilt uns, noch nach unseren Missetaten. ℣. Herr, gedenke nicht unserer früheren Sünden: eilends mögen uns deine Erbarmungen zuvorkommen, denn wir sind sehr arm geworden. (Hier wird eine Kniebeuge gemacht) ℣. Hilf uns, Gott, unser Heil: und um der Herrlichkeit deines Namens willen, Herr, befreie uns: und sei gnädig unseren Sünden, um deines Namens willen.
Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Joánnem In illo témpore: Prope erat Pascha Judæórum, et ascéndit Jesus Jerosólymam: et invénit in templo vendéntes boves et oves et colúmbas, et nummulários sedéntes. Et cum fecísset quasi flagéllum de funículis, omnes ejécit de templo, oves quoque et boves, et nummulariórum effúdit æs et mensas subvértit. Et his, qui colúmbas vendébant, dixit: Auférte ista hinc, et nolíte fácere domum Patris mei domum negotiatiónis. Recordáti sunt vero discípuli ejus, quia scriptum est: Zelus domus tuæ comédit me. Respondérunt ergo Judǽi, et dixérunt ei: Quod signum osténdis nobis, quia hæc facis? Respóndit Jesus et dixit eis: Sólvite templum hoc, et in tribus diébus excitábo illud. Dixérunt ergo Judǽi: Quadragínta et sex annis ædificátum est templum hoc, et tu in tribus diébus excitábis illud? Ille autem dicébat de templo córporis sui. Cum ergo resurrexísset a mórtuis, recordáti sunt discípuli ejus, quia hoc dicébat, et credidérunt Scriptúræ, et sermóni, quem dixit Jesus. Cum autem esset Jerosólymis in Pascha in die festo, multi credidérunt in nómine ejus, vidéntes signa ejus, quæ faciébat. Ipse autem Jesus non credébat semetípsum eis, eo quod ipse nosset omnes, et quia opus ei non erat, ut quis testimónium perhibéret de hómine: ipse enim sciébat, quid esset in hómine.
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes † In jener Zeit: Das Pascha der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Und er fand im Tempel Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben, und Geldwechsler, die dort saßen. Und als er eine Art Geißel aus Stricken gemacht hatte, trieb er alle aus dem Tempel hinaus, sowohl die Schafe als auch die Rinder, und das Geld der Wechsler schüttete er aus und stieß die Tische um. Und zu denen, die Tauben verkauften, sagte er: Schafft das weg von hier, und macht das Haus meines Vaters nicht zu einem Kaufhaus. Da erinnerten sich seine Jünger, dass geschrieben steht: Der Eifer für dein Haus wird mich verzehren. Da antworteten die Juden und sagten zu ihm: Welches Zeichen zeigst du uns, dass du dies tust? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Reißt diesen Tempel nieder, und in drei Tagen werde ich ihn aufrichten. Da sagten die Juden: Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? Er aber sprach von dem Tempel seines Leibes. Als er nun von den Toten auferstanden war, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte. Als er aber in Jerusalem beim Paschafest war, glaubten viele an seinen Namen, da sie die Zeichen sahen, die er tat. Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, weil er alle kannte und weil es für ihn nicht nötig war, dass jemand Zeugnis über den Menschen ablegte; denn er wusste selbst, was im Menschen war.
Jubiláte Deo, omnis terra, servíte Dómino in lætítia: intráte in conspéctu ejus in exsultatióne: quia Dóminus ipse est Deus.
Jubelt Gott zu, alle Welt, dient dem Herrn in Freude: tretet vor sein Angesicht mit Frohlocken: denn der Herr, er ist Gott.
Oblátum tibi, Dómine, sacrifícium vivíficet nos semper et múniat.
Das dir dargebrachte Opfer, Herr, belebe uns allezeit und schütze uns.
Ut, quæ tibi, Dómine, offérimus, dona tuo sint digna conspéctu: beáti Joánnis et Sanctórum, quos ejus ópera expósitos in templis cólimus, pia suffragátio conspíret.
Damit die Gaben, die wir dir, Herr, darbringen, würdig seien vor deinem Angesicht: möge die fromme Fürbitte des seligen Johannes und der Heiligen, deren Werke wir in den Kirchen ausgestellt verehren, mitwirken.
Ab occúltis meis munda me, Dómine: et ab aliénis parce servo tuo.
Von meinen geheimen Sünden reinige mich, Herr: und von fremden Sünden verschone deinen Diener.
Sumptis, Dómine, salutáribus sacraméntis: ad redemptiónis ætérnæ, quǽsumus, proficiámus augméntum.
Nachdem wir, Herr, die heilbringenden Sakramente empfangen haben: mögen wir, bitten wir, zum Heil der ewigen Erlösung fortschreiten.
Sumpta nos, quǽsumus, Dómine, dona cœléstibus armis tueántur: et beáti Joánnis patrocínia circúmdent Sanctórum unánimi suffrágio cumuláta; quorum imágines evícit in Ecclésia esse venerándas.
Uns, die wir die himmlischen Gaben empfangen haben, mögen, wir bitten dich, Herr, die himmlischen Waffen schützen: und die Fürbitte des seligen Johannes möge uns umgeben, vermehrt durch die einmütige Fürsprache der Heiligen; deren Bilder zu verehren in der Kirche zu sein, er bewiesen hat.
Orémus. Humiliáte cápita vestra Deo. Deprecatiónem nostram, quǽsumus. Dómine, benígnus exáudi: et, quibus supplicándi præstas afféctum, tríbue defensiónis auxílium.
Lasset uns beten. Beugt eure Häupter vor Gott. Herr, wir bitten dich, nimm unsere Bitte gnädig an: und denen, die du mit dem Verlangen zu flehen beschenkst, gewähre auch die Hilfe deines Schutzes.