Alte Messe: Ablauf und Mitbeten

Missale Online erschließt die überlieferte lateinische Messe nach dem Missale Romanum 1962. Hier finden Sie einen Einstieg in den Ablauf und eine Anleitung, wie Sie die Texte des Tages mitlesen.

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Wie ist die Alte Messe aufgebaut?

Die Messordnung verbindet wiederkehrende Gebete mit Texten, die sich nach dem Tag richten. Das Messbuch nennt die Ordnung der Feier Ordo Missae. Diese Übersicht nennt die großen Abschnitte einer regulären Messe; besondere Tage können davon abweichen.

  1. Gebete zu Beginn, Lesungen und Evangelium: Zum Anfang gehören Stufengebet, Introitus und Kyrie. Es folgen unter anderem Tagesgebet, Lesung und Evangelium. Gloria und Credo werden an den dafür vorgesehenen Tagen gebetet.
  2. Opferung und Kanon: Auf die Opferung folgen Stillgebet, Präfation und Sanctus. Im Kanon stehen die Gebete über die Opfergaben und die Wandlungsworte.
  3. Kommunion und Abschluss: Vaterunser und Agnus Dei führen zur Kommunion. Kommunionvers, Schlussgebet und die abschließenden Gebete gehören zum weiteren Ablauf.

Die einzelnen Teile sind in den Allgemeinen Rubriken des Römischen Messbuchs, Nr. 424–510 beschrieben. Die Ordinarium-Seite stellt die wiederkehrenden Texte bereit.

Wie finde ich die richtigen Messtexte?

  1. Datum wählen: Öffnen Sie den Tageskalender. „Heute“ führt zum aktuellen Tag. Für einen anderen Termin verwenden Sie die Kalenderleiste oder die Pfeile der Datumsnavigation.
  2. Fest und Formular ansehen: Über den Texten stehen Festname, Datum, Klasse und Farbe. Werden mehrere Messen angeboten, wählen Sie das gewünschte Formular. Die Legende erklärt Klassen und Farben.
  3. Ansicht einstellen: Mit den Sprachschaltflächen zeigen Sie eine Fassung oder „Beide“. Auf schmalen Bildschirmen stehen bei „Beide“ die zugehörigen Textpaare untereinander; bei ausreichendem Platz nebeneinander. A− und A+ ändern die Schriftgröße.
  4. Zum Abschnitt springen: Das Inhaltsverzeichnis führt etwa zum Introitus, Evangelium oder Kanon. Die Textstelle bleibt beim Wechsel der Sprachansicht als Bezugspunkt erhalten.

Zum gemeinsamen Lesen müssen Sie nicht zwischen zwei Büchern wechseln: Die Tagesseite ordnet Proprium und Ordinarium in den Messablauf ein. Mit „Ordinarium“ können Sie die wiederkehrenden Teile ausblenden, wenn Sie nur die wechselnden Texte suchen.

Welche Übersetzung wird angezeigt?

Unter „Sprache und Ausgabe“ sehen und ändern Sie die beiden Textfassungen. Im Tageskalender können Sie die Quellen von Proprium und Ordinarium getrennt wählen. Die Bezeichnung am Text hilft, die tatsächlich angezeigte Fassung zu erkennen. Ein fehlender Text wird als fehlend gekennzeichnet.

Die Schott-Ausgabe von 1927 ist als historischer PDF-Download verfügbar. Sie ist nicht dieselbe Ausgabe wie ein Messbuch von 1962. Für den jeweiligen Tag verwenden Sie den Kalender und beachten die dort gewählte Quelle. Die Quellenübersicht erläutert die Herkunft der Texte.

Warum kann die Feier vor Ort abweichen?

Missale Online zeigt den hier hinterlegten Generalkalender. Örtliche Feste, eine Votivmesse oder eine Messe für Verstorbene können zu einer anderen Textauswahl führen. Die Regeln zum jeweiligen Kalender stehen in den Messbuchrubriken, Nr. 274–284. Richten Sie sich für die konkrete Feier auch nach den Angaben der Gemeinde.

Für einen Überblick über das Kirchenjahr öffnen Sie den Festkalender. Ein bestimmtes Fest finden Sie im Proprium-Verzeichnis.