Latein
Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Matthǽum
In illo témpore: Dixit Jesus discípulis suis parábolam hanc: Assimilátum est regnum cœlórum hómini regi, qui vóluit ratiónem pónere cum servis suis. Et cum cœpísset ratiónem pónere, oblátus est ei unus, qui debébat ei decem mília talénta. Cum autem non habéret, unde rédderet, jussit eum dóminus ejus venúmdari et uxórem ejus et fílios et ómnia, quæ habébat, et reddi. Prócidens autem servus ille, orábat eum, dicens: Patiéntiam habe in me, et ómnia reddam tibi. Misértus autem dóminus servi illíus, dimísit eum et débitum dimísit ei. Egréssus autem servus ille, invénit unum de consérvis suis, qui debébat ei centum denários: et tenens suffocábat eum, dicens: Redde, quod debes. Et prócidens consérvus ejus, rogábat eum, dicens: Patiéntiam habe in me, et ómnia reddam tibi. Ille autem nóluit: sed ábiit, et misit eum in cárcerem, donec rédderet débitum. Vidéntes autem consérvi ejus, quæ fiébant, contristáti sunt valde: et venérunt et narravérunt dómino suo ómnia, quæ facta fúerant. Tunc vocávit illum dóminus suus: et ait illi: Serve nequam, omne débitum dimísi tibi, quóniam rogásti me: nonne ergo opórtuit et te miseréri consérvi tui, sicut et ego tui misértus sum? Et irátus dóminus ejus, trádidit eum tortóribus, quoadúsque rédderet univérsum débitum. Sic et Pater meus cœléstis fáciet vobis, si non remiséritis unusquísque fratri suo de córdibus vestris.
Deutsch
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus †
In jener Zeit: Jesus sagte seinen Jüngern dieses Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der mit seinen Dienern Abrechnung halten wollte. Und als er begann, Abrechnung zu halten, wurde einer zu ihm gebracht, der ihm zehntausend Talente schuldete. Da er aber nicht hatte, um zurückzuzahlen, befahl sein Herr, ihn zu verkaufen und seine Frau und seine Kinder und alles, was er hatte, und so zu bezahlen. Jener Diener aber fiel nieder, bat ihn und sprach: Hab Geduld mit mir, und ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr jenes Dieners aber erbarmte sich, ließ ihn frei und erließ ihm die Schuld. Jener Diener aber ging hinaus und fand einen seiner Mitdiener, der ihm hundert Denare schuldete: und er packte und würgte ihn und sprach: Bezahle, was du schuldest. Und sein Mitdiener fiel nieder, bat ihn und sprach: Hab Geduld mit mir, und ich werde dir alles zurückzahlen. Jener aber wollte nicht: sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er die Schuld zurückzahle. Als aber seine Mitdiener sahen, was geschah, wurden sie sehr betrübt: und sie kamen und berichteten ihrem Herrn alles, was geschehen war. Da rief ihn sein Herr: und sprach zu ihm: Böser Diener, jede Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich gebeten hast: Solltest da nicht auch du dich deines Mitdieners erbarmen, wie auch ich mich deiner erbarmt habe? Und zornig übergab ihn sein Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld zurückzahle. So wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von Herzen vergebt.