Latein
Léctio Epístolæ beáti Pauli Apóstoli ad Gálatas.
Fratres: Si spíritu vívimus, spíritu et ambulémus. Non efficiámur inanis glóriæ cúpidi, ínvicem provocántes, ínvicem invidéntes. Fratres, et si præoccupátus fúerit homo in áliquo delícto, vos, qui spirituáles estis, hujúsmodi instrúite in spíritu lenitátis, consíderans teípsum, ne et tu tentéris. Alter alteríus ónera portáte, et sic adimplébitis legem Christi. Nam si quis exístimat se áliquid esse, cum nihil sit, ipse se sedúcit. Opus autem suum probet unusquísque, et sic in semetípso tantum glóriam habébit, et non in áltero. Unusquísque enim onus suum portábit. Commúnicet autem is, qui catechizátur verbo, ei, qui se catechízat, in ómnibus bonis. Nolíte erráre: Deus non irridétur. Quæ enim semináverit homo, hæc et metet. Quóniam qui séminat in carne sua, de carne et metet corruptiónem: qui autem séminat in spíritu, de spíritu metet vitam ætérnam. Bonum autem faciéntes, non deficiámus: témpore enim suo metémus, non deficiéntes. Ergo, dum tempus habémus, operémur bonum ad omnes, maxime autem ad domésticos fídei.
Deutsch
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Galater.
Brüder: Wenn wir im Geiste leben, so lasst uns auch im Geiste wandeln. Lasst uns nicht eitlen Ruhmes begehrlich werden, einander herausfordernd, einander beneidend. Brüder, und wenn ein Mensch von irgendeinem Vergehen übereilt worden ist, so unterweiset ihr, die ihr geistlich seid, einen solchen im Geiste der Sanftmut, auf dich selbst achtgebend, dass nicht auch du versucht werdest. Einer trage des anderen Lasten, und so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Denn wenn jemand meint, etwas zu sein, obwohl er nichts ist, betrügt er sich selbst. Seine eigene Arbeit aber prüfe jeder, und dann wird er an sich selbst allein Ruhm haben und nicht an einem anderen. Denn jeder wird seine eigene Last tragen. Es teile aber mit der, der im Wort unterwiesen wird, dem, der ihn unterweist, in allen Gütern. Lasst euch nicht irreführen: Gott lässt sich nicht verspotten. Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten. Denn wer in sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber im Geiste sät, wird vom Geiste ewiges Leben ernten. Im Guten aber tuend, lasst uns nicht ermatten: zu seiner Zeit werden wir ernten, ohne zu ermatten. Darum, solange wir Zeit haben, lasst uns das Gute wirken an allen, vor allem aber an den Hausgenossen des Glaubens.