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VIOLETT • Passionszeit

Feria Quinta infra Hebdomadam Passionis

Violett III. Klasse Passionszeit

Kommemoration: S. Benedicti Abbatis

1. Vormesse
Der Priester und die Ministranten knien an der untersten Altarstufe nieder.
Stufengebet Psalm 42

℣. Introíbo ad altáre Dei. ℟. Ad Deum, qui lætíficat juventútem meam. ℣. Confíteor Deo omnipoténti, beátæ Maríæ semper Vírgini, beáto Michaéli Archángelo, beáto Ioánni Baptístæ, sanctis Apóstolis Petro et Paulo, ómnibus Sanctis, et vobis, fratres, quia peccávi nimis cogitatióne, verbo et ópere: mea culpa, mea culpa, mea máxima culpa. ℟. Misereátur tui omnípotens Deus, et, dimíssis peccátis tuis, perdúcat te ad vitam ætérnam. ℣. Amen.

℣. Zum Altare Gottes will ich treten. ℟. Zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf. ℣. Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria, dem heiligen Erzengel Michael, dem heiligen Johannes dem Täufer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen und euch, Brüder, dass ich viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken: durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine übergroße Schuld. ℟. Der allmächtige Gott erbarme sich deiner, er lasse dir die Sünden nach und führe dich zum ewigen Leben. ℣. Amen.

Der Priester steigt zum Altar hinauf, küsst den Altarstein und geht zur Epistelseite (rechts).
Introitus

Omnia, quæ fecísti nobis, Dómine, in vero judício fecísti: quia peccávimus tibi, et mandátis tuis non obedívimus: sed da glóriam nómini tuo, et fac nobíscum secúndum multitúdinem misericórdiæ tuæ. Beáti immaculáti in via: qui ámbulant in lege Dómini. Omnia, quæ fecísti nobis, Dómine, in vero judício fecísti: quia peccávimus tibi, et mandátis tuis non obedívimus: sed da glóriam nómini tuo, et fac nobíscum secúndum multitúdinem misericórdiæ tuæ.

Alles, was du uns getan hast, Herr, hast du in wahrhaftigem Gericht getan: denn wir haben gegen dich gesündigt und deinen Geboten nicht gehorcht. Aber gib deinem Namen die Ehre und handle an uns nach der Fülle deiner Barmherzigkeit. Selig, die ohne Makel auf dem Weg sind: die wandeln im Gesetz des Herrn. Alles, was du uns getan hast, Herr, hast du in wahrhaftigem Gericht getan: denn wir haben gegen dich gesündigt und deinen Geboten nicht gehorcht. Aber gib deinem Namen die Ehre und handle an uns nach der Fülle deiner Barmherzigkeit.

Der Priester betet das Kyrie abwechselnd mit den Ministranten in der Mitte des Altares.
Kyrie

℣. Kýrie, eléison. ℟. Kýrie, eléison. ℣. Kýrie, eléison. ℟. Christe, eléison. ℣. Christe, eléison. ℟. Christe, eléison. ℣. Kýrie, eléison. ℟. Kýrie, eléison. ℣. Kýrie, eléison.

℣. Herr, erbarme dich. ℟. Herr, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich. ℟. Christus, erbarme dich. ℣. Christus, erbarme dich. ℟. Christus, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich. ℟. Herr, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich.

Der Priester wendet sich zum Volk: "Dominus vobiscum." — Das Volk antwortet: "Et cum spiritu tuo." — Dann: "Oremus."
Oratio

Præsta, quǽsumus, omnípotens Deus: ut dígnitas condiciónis humánæ, per immoderántiam sauciáta, medicinális parsimóniæ stúdio reformétur.

Gewähre, wir bitten dich, allmächtiger Gott: dass die Würde des menschlichen Geschlechtes, durch die Maßlosigkeit verwundet, durch den Eifer der heilsamen Mäßigung wiederhergestellt werde.

Die Lesung wird an der Epistelseite vorgetragen. Das Volk sitzt.

Léctio Daniélis Prophétæ In diébus illis: Orávit Azarías Dóminum, dicens: Dómine, Deus noster: ne, quǽsumus, tradas nos in perpétuum propter nomen tuum, et ne díssipes testaméntum tuum: neque áuferas misericórdiam tuam a nobis propter Abraham diléctum tuum, et Isaac servum tuum, et Israël sanctum tuum: quibus locútus es, póllicens, quod multiplicáres semen eórum sicut stellas cœli, et sicut arénam, quæ est in líttore maris: quia, Dómine, imminúti sumus plus quam omnes gentes, sumúsque húmiles in univérsa terra hódie propter peccáta nostra. Et non est in témpore hoc princeps, et dux, et prophéta, neque holocáustum, neque sacrifícium, neque oblátio, neque incénsum, neque locus primitiárum coram te, ut possímus inveníre misericórdiam tuam: sed in ánimo contríto et spíritu humilitátis suscipiámur. Sicut in holocáusto aríetum et taurórum, et sicut in míllibus agnórum pínguium: sic fiat sacrifícium nostrum in conspéctu tuo hódie, ut pláceat tibi: quóniam non est confúsio confidéntibus in te. Et nunc séquimur te in toto corde, et timémus te, et quǽrimus fáciem tuam. Ne confúndas nos: sed fac nobíscum juxta mansuetúdinem tuam et secúndum multitúdinem misericórdiæ tuæ. Et érue nos in mirabílibus tuis, et da glóriam nómini tuo, Dómine: et confundántur omnes, qui osténdunt servis tuis mala, confundántur in omni poténtia tua: et robur eórum conterátur: et sciant, quia tu es Dóminus, Deus solus, et gloriósus super orbem terrárum, Dómine, Deus noster.

Lesung aus dem Buch des Propheten Daniel In jenen Tagen betete Azarias zum Herrn und sprach: Herr, unser Gott, überliefere uns, wir bitten dich, nicht für immer um deines Namens willen und lass deinen Bund nicht zunichte werden. Entzieh uns nicht deine Barmherzigkeit um Abrahams willen, deines Geliebten, und um Isaaks, deines Dieners, und um Israels, deines Heiligen, denen du verheißen hast, dass du ihre Nachkommen mehren würdest wie die Sterne des Himmels und wie den Sand, der am Ufer des Meeres ist. Denn, Herr, wir sind geringer geworden als alle Völker und sind heute demütig auf der ganzen Erde wegen unserer Sünden. Und es gibt in dieser Zeit keinen Fürsten und keinen Führer und keinen Propheten, kein Brandopfer und kein Schlachtopfer, keine Gabe und keinen Weihrauch, keinen Ort für die Erstlingsgaben vor dir, damit wir deine Barmherzigkeit finden könnten. Aber mit zerknirschtem Herzen und demütigem Geist mögen wir aufgenommen werden. Wie beim Brandopfer von Widdern und Stieren und wie bei Tausenden fetter Lämmer, so geschehe unser Opfer heute vor deinen Augen, dass es dir gefalle. Denn es gibt keine Schande für die, die auf dich vertrauen. Und nun folgen wir dir mit ganzem Herzen und fürchten dich und suchen dein Angesicht. Beschäme uns nicht, sondern handle mit uns nach deiner Milde und nach der Fülle deiner Barmherzigkeit. Und errette uns durch deine Wunder und gib Ruhm deinem Namen, Herr. Und alle, die deinen Dienern Böses antun, sollen zuschanden werden, sie sollen zuschanden werden durch all deine Macht, und ihre Stärke werde zerschmettert. Und sie sollen erkennen, dass du allein der Herr, der einzige Gott bist und herrlich über den ganzen Erdkreis, Herr, unser Gott.

Graduale

Tóllite hóstias, et introíte in átria ejus: adoráte Dóminum in aula sancta ejus Revelávit Dóminus condénsa: et in templo ejus omnes dicent glóriam.

Nehmt Opfergaben und tretet ein in seine Vorhöfe: betet an den Herrn in seiner heiligen Halle. Der Herr hat das Verborgene offenbart: und in seinem Tempel werden alle seine Herrlichkeit verkünden.

Der Priester geht zur Evangelienseite (links). Das Volk steht. Vor dem Evangelium: Kreuzzeichen auf Stirn, Mund und Brust.
Evangelium Lukas 7,36–50

Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Lucam In illo témpore: Rogábat Jesum quidam de pharisǽis, ut manducáret cum illo. Et ingréssus domum pharisǽi, discúbuit. Et ecce múlier, quæ erat in civitáte peccátrix, ut cognóvit, quod accubuísset in domo pharisǽi, áttulit alabástrum unguénti: et stans retro secus pedes ejus, lácrimis cœpit rigáre pedes ejus, et capíllis cápitis sui tergébat, et osculabátur pedes ejus, et unguénto ungébat. Videns autem pharisǽus, qui vocáverat eum, ait intra se, dicens: Hic si esset Prophéta, sciret útique, quæ et qualis est múlier, quæ tangit eum: quia peccátrix est. Et respóndens Jesus, dixit ad illum: Simon, hábeo tibi áliquid dícere. At ille ait: Magíster, dic. Duo debitóres erant cuidam fœneratóri: unus debébat denários quingéntos, et álius quinquagínta. Non habéntibus illis, unde rédderent, donávit utrísque. Quis ergo eum plus díligit? Respóndens Simon, dixit: Æstimo, quia is, cui plus donávit. At ille dixit ei: Recte judicásti. Et convérsus ad mulíerem, dixit Simóni: Vides hanc mulíerem? Intrávi in domum tuam, aquam pédibus meis non dedísti: hæc autem lácrimis rigávit pedes meos et capíllis suis tersit. Osculum mihi non dedísti: hæc autem, ex quo intrávit, non cessávit osculári pedes meos. Oleo caput meum non unxísti: hæc autem unguénto unxit pedes meos. Propter quod dico tibi: Remittúntur ei peccáta multa, quóniam diléxit multum. Cui autem minus dimíttitur, minus díligit. Dixit autem ad illam: Remittúntur tibi peccáta. Et cœpérunt, qui simul accumbébant, dícere intra se: Quis est hic, qui étiam peccáta dimíttit? Dixit autem ad mulíerem: Fides tua te salvam fecit: vade in pace.

Aus dem heiligen † Evangelium nach Lukas In jener Zeit: Einer von den Pharisäern bat Jesus, mit ihm zu essen. Und er ging in das Haus des Pharisäers und setzte sich zu Tisch. Und siehe, eine Frau, die in der Stadt eine Sünderin war, erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers zu Tisch lag, brachte ein Alabastergefäß mit Salböl: und sie stellte sich hinten zu seinen Füßen, begann mit Tränen seine Füße zu benetzen und trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes ab, und sie küsste seine Füße und salbte sie mit dem Öl. Als aber der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, sprach er bei sich: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüsste er gewiss, wer und was für eine Frau das ist, die ihn berührt: dass sie eine Sünderin ist. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach: Meister, sprich. Zwei Schuldner hatte ein Geldverleiher: der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere fünfzig. Da sie nichts hatten, womit sie zurückzahlen konnten, schenkte er es beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben? Simon antwortete und sprach: Ich meine, der, dem er mehr geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt. Und er wandte sich zu der Frau und sprach zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, Wasser für meine Füße hast du mir nicht gegeben: diese aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit ihren Haaren getrocknet. Einen Kuss hast du mir nicht gegeben: diese aber hat, seit sie hereinkam, nicht aufgehört, meine Füße zu küssen. Mit Öl hast du mein Haupt nicht gesalbt: diese aber hat meine Füße mit Salböl gesalbt. Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind ihr vergeben, weil sie viel geliebt hat. Wem aber weniger vergeben wird, der liebt weniger. Er sprach aber zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben. Und die mit zu Tisch lagen, begannen bei sich zu sagen: Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt? Er sprach aber zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet: geh hin in Frieden.

2. Opfermesse
Opferung
Die Opferung beginnt. Das Volk sitzt. Der Priester wendet sich zum Volk: "Orate, fratres." — Das Volk antwortet mit dem Suscipiat.
Offertorium Psalm 136,1

Super flúmina Babylónis illic sédimus et flévimus: dum recordarémur tui, Sion.

An den Strömen Babylons, dort saßen wir und weinten, als wir deiner gedachten, Zion.

Secreta

Dómine, Deus noster, qui in his pótius creatúris, quas ad fragilitátis nostræ subsídium condidísti, tuo quoque nómini múnera jussísti dicánda constítui: tríbue, quǽsumus; ut et vitæ nobis præséntis auxílium et æternitátis effíciant sacraméntum.

Herr, unser Gott, du hast nicht nur diese Geschöpfe, die du zur Stütze unserer Schwachheit erschaffen hast, eingesetzt, sondern auch befohlen, dass deinem Namen Gaben geweiht werden: gewähre, bitten wir, dass sie uns sowohl eine Hilfe für das gegenwärtige Leben als auch ein Sakrament der Ewigkeit bewirken.

Beim Sanctus läutet der Ministrant das Glöckchen. Das Volk kniet ab dem Sanctus nieder.

Sanctus, Sanctus, Sanctus, Dóminus Deus Sábaoth. Pleni sunt cæli et terra glória tua. Hosánna in excélsis. Benedíctus, qui venit in nómine Dómini. Hosánna in excélsis.

Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe. Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.

Der Kanon wird still gebetet. Bei der Wandlung läutet das Glöckchen dreimal: zur Kniebeuge vor, zur Erhebung, und zur Kniebeuge nach der Konsekration. Jeweils für Brot und Wein.
Canon Missæ

Te ígitur, clementíssime Pater, per Jesum Christum, Fílium tuum, Dóminum nostrum, súpplices rogámus ac pétimus, uti accépta hábeas et benedícas hæc dona, hæc múnera, hæc sancta sacrifícia illibáta. Quam oblatiónem tu, Deus, in ómnibus, quǽsumus, benedíctam, adscríptam, ratam, rationábilem, acceptabilémque fácere dignéris: ut nobis Corpus et Sanguis fiat dilectíssimi Fílii tui, Dómini nostri Jesu Christi. Qui, prídie quam paterétur, accépit panem in sanctas ac venerábiles manus suas, et elevátis óculis in cælum ad te Deum, Patrem suum omnipoténtem, tibi grátias agens, benedíxit, fregit, dedítque discípulis suis, dicens: Accípite et manducáte ex hoc omnes: HOC EST ENIM CORPUS MEUM. Símili modo, postquam cenátum est, accípiens et hunc præclárum Cálicem in sanctas ac venerábiles manus suas, item tibi grátias agens, benedíxit, dedítque discípulis suis, dicens: Accípite et bíbite ex eo omnes: HIC EST ENIM CALIX SÁNGUINIS MEI, NOVI ET ÆTÉRNI TESTAMÉNTI, MYSTÉRIUM FÍDEI, QUI PRO VOBIS ET PRO MULTIS EFFUNDÉTUR IN REMISSIÓNEM PECCATÓRUM. Hæc quotiescúmque fecéritis, in mei memóriam faciétis.

Dich also, gütigster Vater, bitten und flehen wir demütig durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn, du wollest gnädig annehmen und segnen diese Gaben, diese Geschenke, diese heiligen, makellosen Opfer. Diese Opfergabe also, so bitten wir, o Gott, habe die Güte in allem zu segnen, in dein Verzeichnis aufzunehmen, sie gültig, dem Geiste gemäß und dir wohlgefällig zu machen, damit sie uns zum Leibe und Blute werde deines vielgeliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus. Der am Tage vor seinem Leiden das Brot in seine heiligen und ehrwürdigen Hände nahm, und mit erhobenen Augen zum Himmel zu dir, Gott, seinem allmächtigen Vater, dir dankend es segnete, brach und seinen Jüngern gab mit den Worten: Nehmet hin und esset alle davon: DENN DAS IST MEIN LEIB. In gleicher Weise nahm er nach dem Mahle auch diesen herrlichen Kelch in seine heiligen und ehrwürdigen Hände, dankte dir wiederum, segnete ihn und gab ihn seinen Jüngern mit den Worten: Nehmet hin und trinket alle daraus: DENN DAS IST DER KELCH MEINES BLUTES, DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES, — GEHEIMNIS DES GLAUBENS — DAS FÜR EUCH UND FÜR VIELE VERGOSSEN WIRD ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN. Sooft ihr dies tut, tut es zu meinem Gedächtnis.

Das Vaterunser wird vom Priester laut gebetet. Das Volk antwortet: "Sed libera nos a malo."
Pater Noster Matthäus 6,9–13

Pater noster, qui es in cælis, sanctificétur nomen tuum. Advéniat regnum tuum. Fiat volúntas tua, sicut in cælo et in terra. Panem nostrum quotidiánum da nobis hódie. Et dimítte nobis débita nostra, sicut et nos dimíttimus debitóribus nostris. Et ne nos indúcas in tentatiónem. Sed líbera nos a malo. Amen.

Vater unser, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.

Kommunion
Dreimal wird das Agnus Dei gesprochen. Beim dritten Mal: "dona nobis pacem" statt "miserere nobis." In Totenmessen: "dona eis requiem / requiem sempiternam."

Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: dona nobis pacem.

Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: erbarme dich unser. Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: erbarme dich unser. Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: gib uns den Frieden.

3. Nachmesse
Vor dem Kommunionempfang: Dreimaliges "Domine, non sum dignus." Die Gläubigen knien am Kommunionbank nieder und empfangen die hl. Kommunion auf die Zunge.

Meménto verbi tui servo tuo, Dómine, in quo mihi spem dedísti: hæc me consoláta est in humilitáte mea.

Gedenke deines Wortes an deinen Knecht, Herr, in dem du mir Hoffnung gegeben hast: das hat mich getröstet in meiner Niedrigkeit.

Postcommunio

Quod ore súmpsimus, Dómine, pura mente capiámus: et de munere temporáli, fiat nobis remédium sempitérnum.

Was wir mit dem Mund empfangen haben, Herr, das mögen wir mit reinem Herzen aufnehmen: und aus dem zeitlichen Geschenk werde uns eine ewige Heilung.

Oratio super populum

Orémus. Humiliáte cápita vestra Deo. Esto, quǽsumus, Dómine, propítius plebi tuæ: ut, quæ tibi non placent, respuéntes; tuórum pótius repleántur delectatiónibus mandatórum.

Lasset uns beten. Beuget eure Häupter vor Gott. Sei gnädig, wir bitten dich, Herr, deinem Volke: damit es, was dir nicht gefällt, von sich weisend; vielmehr mit den Freuden deiner Gebote erfüllt werde.

Der Priester wendet sich zum Volk: "Ite, missa est." — "Deo gratias." In Messen ohne Gloria: "Benedicamus Domino." In Totenmessen: "Requiescant in pace."
Ite, Missa est

℣. Ite, missa est. ℟. Deo grátias. Pláceat tibi, sancta Trínitas, obséquium servitútis meæ: et præsta, ut sacrifícium, quod óculis tuæ majestátis indígnus óbtuli, tibi sit acceptábile, mihíque et ómnibus, pro quibus illud óbtuli, sit, te miseránte, propitiábile. Per Christum, Dóminum nostrum. Amen. ℣. Benedícat vos omnípotens Deus, Pater, et Fílius, ✝ et Spíritus Sanctus. ℟. Amen.

℣. Gehet hin, ihr seid entlassen. ℟. Dank sei Gott. Dir möge gefallen, heilige Dreifaltigkeit, der Dienst meiner Ergebenheit; und gewähre, dass dieses Opfer, das ich Unwürdiger den Augen deiner Majestät dargebracht habe, dir wohlgefällig sei, und für mich und alle, für die ich es dargebracht habe, sei es durch dein Erbarmen versöhnend. Durch Christus, unsern Herrn. Amen. ℣. Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater, und der Sohn ✝ und der Heilige Geist. ℟. Amen.

Der Priester liest das Evangelium nach Johannes (Joh 1,1–14). Bei "Et Verbum caro factum est" knien alle nieder.
Letztes Evangelium Johannes 1,1–14

In princípio erat Verbum, et Verbum erat apud Deum, et Deus erat Verbum. Hoc erat in princípio apud Deum. Ómnia per ipsum facta sunt: et sine ipso factum est nihil, quod factum est. In ipso vita erat, et vita erat lux hóminum: et lux in ténebris lucet, et ténebræ eam non comprehendérunt. Fuit homo missus a Deo, cui nomen erat Joánnes. Hic venit in testimónium, ut testimónium perhibéret de lúmine, ut omnes créderent per illum. Non erat ille lux, sed ut testimónium perhibéret de lúmine. Erat lux vera, quæ illúminat omnem hóminem veniéntem in hunc mundum. In mundo erat, et mundus per ipsum factus est, et mundus eum non cognóvit. In própria venit, et sui eum non recepérunt. Quotquot autem recepérunt eum, dedit eis potestátem fílios Dei fíeri, his, qui credunt in nómine ejus: qui non ex sanguínibus, neque ex voluntáte carnis, neque ex voluntáte viri, sed ex Deo nati sunt. ET VERBUM CARO FACTUM EST, et habitávit in nobis: et vídimus glóriam ejus, glóriam quasi Unigéniti a Patre, plenum grátiæ et veritátis. ℟. Deo grátias.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe geworden; und ohne dasselbe ist nichts geworden, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen; und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, sein Name war Johannes. Dieser kam zum Zeugnis, um Zeugnis zu geben von dem Lichte, damit alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Lichte. Es war das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe geworden, doch die Welt hat es nicht erkannt. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er die Macht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blute, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. UND DAS WORT IST FLEISCH GEWORDEN und hat unter uns gewohnt; und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater, voll der Gnade und Wahrheit. ℟. Dank sei Gott.