?
1. Vormesse
Der Priester und die Ministranten knien an der untersten Altarstufe nieder.
Stufengebet Psalm 42

℣. Introíbo ad altáre Dei. ℟. Ad Deum, qui lætíficat juventútem meam. ℣. Júdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta: ab hómine iníquo et dolóso érue me. ℟. Quia tu es, Deus, fortitúdo mea: quare me repulísti, et quare tristis incédo, dum afflígit me inimícus? ℣. Emítte lucem tuam et veritátem tuam: ipsa me deduxérunt et adduxérunt in montem sanctum tuum et in tabernácula tua. ℟. Et introíbo ad altáre Dei, ad Deum, qui lætíficat juventútem meam. ℣. Confíteor Deo omnipoténti, beátæ Maríæ semper Vírgini, beáto Michaéli Archángelo, beáto Ioánni Baptístæ, sanctis Apóstolis Petro et Paulo, ómnibus Sanctis, et vobis, fratres, quia peccávi nimis cogitatióne, verbo et ópere: mea culpa, mea culpa, mea máxima culpa. ℟. Misereátur tui omnípotens Deus, et, dimíssis peccátis tuis, perdúcat te ad vitam ætérnam. ℣. Amen.

℣. Zum Altare Gottes will ich treten. ℟. Zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf. ℣. Richte mich, Gott, und führe meine Sache gegen ein unheiliges Volk; von dem ungerechten und arglistigen Menschen befreie mich. ℟. Denn du bist, Gott, meine Stärke; warum hast du mich verstoßen, und warum gehe ich traurig einher, da der Feind mich bedrängt? ℣. Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich geleiten, mich führen zu deinem heiligen Berge und zu deinen Zelten. ℟. So will ich hintreten zum Altare Gottes, zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf. ℣. Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria, dem heiligen Erzengel Michael, dem heiligen Johannes dem Täufer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen und euch, Brüder, dass ich viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken: durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine übergroße Schuld. ℟. Der allmächtige Gott erbarme sich deiner, er lasse dir die Sünden nach und führe dich zum ewigen Leben. ℣. Amen.

Der Priester steigt zum Altar hinauf, küsst den Altarstein und geht zur Epistelseite (rechts).
Introitus

Ego autem cum justítia apparébo in conspéctu tuo: satiábor, dum manifestábitur glória tua. Exáudi, Dómine, justitiam meam: inténde deprecatióni meæ. Ego autem cum justítia apparébo in conspéctu tuo: satiábor, dum manifestábitur glória tua.

Ich aber werde in Gerechtigkeit vor deinem Angesicht erscheinen: ich werde gesättigt werden, wenn sich deine Herrlichkeit offenbart. Vernimm, Herr, meine Gerechtigkeit: achte auf mein Flehen. Ich aber werde in Gerechtigkeit vor deinem Angesicht erscheinen: ich werde gesättigt werden, wenn sich deine Herrlichkeit offenbart.

Der Priester betet das Kyrie abwechselnd mit den Ministranten in der Mitte des Altares.
Kyrie

℣. Kýrie, eléison. ℟. Kýrie, eléison. ℣. Kýrie, eléison. ℟. Christe, eléison. ℣. Christe, eléison. ℟. Christe, eléison. ℣. Kýrie, eléison. ℟. Kýrie, eléison. ℣. Kýrie, eléison.

℣. Herr, erbarme dich. ℟. Herr, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich. ℟. Christus, erbarme dich. ℣. Christus, erbarme dich. ℟. Christus, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich. ℟. Herr, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich.

Der Priester wendet sich zum Volk: "Dominus vobiscum." — Das Volk antwortet: "Et cum spiritu tuo." — Dann: "Oremus."
Oratio

Da, quǽsumus, omnípotens Deus: ut, sacro nos purificánte jejúnio, sincéris méntibus ad sancta ventúra fácias perveníre.

Gib, wir bitten dich, allmächtiger Gott: dass uns, da das heilige Fasten reinigt, du mit aufrichtigen Herzen zu den kommenden heiligen Festen gelangen lässt.

Die Lesung wird an der Epistelseite vorgetragen. Das Volk sitzt.

Léctio libri Génesis. In diébus illis: Dixit Joseph frátribus suis: Audíte sómnium meum, quod vidi: Putábam nos ligáre manípulos in agro: et quasi consúrgere manípulum meum et stare, vestrósque manípulos circumstántes adoráre manípulum meum. Respondérunt fratres ejus: Numquid rex noster eris? aut subjiciémur dicióni tuæ? Hæc ergo causa somniórum atque sermónum, invídiæ et ódii fómitem ministrávit. Aliud quoque vidit sómnium, quod narrans frátribus, ait: Vidi per sómnium, quasi solem et lunam et stellas úndecim adoráre me. Quod cum patri suo et frátribus rettulísset, increpávit eum pater suus, et dixit: Quid sibi vult hoc sómnium, quod vidísti? Num ego et mater tua et fratres tui adorábimus te super terram? Invidébant ei ígitur fratres sui: pater vero rem tácitus considerábat. Cumque fratres illíus in pascéndis grégibus patris moraréntur in Sichem, dixit ad eum Israël: Fratres tui pascunt oves in Síchimis: veni, mittam te ad eos. Quo respondénte: Præsto sum, ait ei: Vade et vide, si cuncta próspera sint erga fratres tuos et pécora: et renúntia mihi, quid agátur. Missus de valle Hebron, venit in Sichem: invenítque eum vir errántem in agro, et interrogávit, quid quǽreret. At ille respóndit: Fratres meos quæro: índica mihi, ubi pascant greges. Dixítque ei vir: Recessérunt de loco isto: audívi autem eos dicéntes: Eámus in Dóthain. Perréxit ergo Joseph post fratres suos, et invénit eos in Dóthain. Qui cum vidíssent eum procul, ántequam accéderet ad eos, cogitavérunt illum occídere, et mútuo loquebántur: Ecce, somniátor venit; veníte, occidámus eum, et mittámus in cistérnam véterem, dicemúsque: Fera péssima devorávit eum: et tunc apparébit, quid illi prosint sómnia sua. Audiens autem hoc Ruben, nitebátur liberáre eum de mánibus eórum, et dicébat: Non interficiátis ánimam ejus, nec effundátis sánguinem: sed projícite eum in cistérnam hanc, quæ est in solitúdine, manúsque vestras serváte innóxias: hoc autem dicébat, volens erípere eum de mánibus eórum, et réddere patri suo.

Lesung aus dem Buch Genesis. In jenen Tagen sprach Joseph zu seinen Brüdern: Hört meinen Traum, den ich gesehen habe: Mir war, als bänden wir Garben auf dem Feld; und siehe, meine Garbe richtete sich auf und blieb stehen, eure Garben aber umstanden sie und verneigten sich vor meiner Garbe. Seine Brüder antworteten ihm: Willst du etwa König über uns sein? Oder sollen wir deiner Herrschaft unterworfen sein? Diese Sache der Träume und Reden lieferte also Nahrung für Neid und Hass. Einen anderen Traum sah er auch, den erzählte er seinen Brüdern und sprach: Ich sah im Traum, wie sich die Sonne und der Mond und elf Sterne vor mir verneigten. Als er dies seinem Vater und seinen Brüdern berichtet hatte, tadelte ihn sein Vater und sprach: Was soll dieser Traum bedeuten, den du gesehen hast? Sollen etwa ich und deine Mutter und deine Brüder uns vor dir zur Erde niederwerfen? Seine Brüder also beneideten ihn; der Vater aber bewahrte die Sache im Stillen. Als seine Brüder bei Sichem die Herden ihres Vaters weideten, sprach Israel zu ihm: Deine Brüder weiden die Schafe bei Sichem; komm, ich will dich zu ihnen senden. Als er antwortete: Ich bin bereit, sprach er zu ihm: Geh hin und sieh, ob alles wohl steht bei deinen Brüdern und bei den Herden, und berichte mir, wie es sich verhält. Ausgesandt vom Tal Hebron, kam er nach Sichem; und es fand ihn ein Mann, wie er auf dem Feld umherirrte, und fragte ihn, was er suche. Jener aber antwortete: Meine Brüder suche ich; zeige mir an, wo sie die Herden weiden. Und der Mann sprach zu ihm: Sie sind von diesem Ort weggezogen; ich hörte sie aber sagen: Lasst uns nach Dotan gehen. So zog Joseph seinen Brüdern nach und fand sie in Dotan. Als sie ihn von ferne sahen, bevor er zu ihnen herankam, beschlossen sie, ihn zu töten, und sprachen zueinander: Siehe, der Träumer kommt; auf, lasst uns ihn töten und in eine alte Zisterne werfen, und wir wollen sagen: Ein wildes Tier hat ihn gefressen; und dann wird sich zeigen, was ihm seine Träume nützen. Ruben aber, der dies hörte, suchte ihn aus ihren Händen zu befreien und sprach: Tötet seine Seele nicht und vergießt kein Blut; sondern werft ihn in diese Zisterne, die in der Einöde ist, und haltet eure Hände unbefleckt. Dies aber sagte er, weil er ihn aus ihren Händen retten und seinem Vater zurückgeben wollte.

Ad Dóminum, cum tribulárer, clamávi, et exaudívit me. ℣. Dómine, líbera ánimam meam a lábiis iníquis et a lingua dolósa. Dómine, non secúndum peccáta nostra, quæ fécimus nos: neque secúndum iniquitátes nostras retríbuas nobis Dómine, ne memíneris iniquitátum nostrárum antiquárum: cito antícipent nos misericórdiæ tuæ, quia páuperes facti sumus nimis. (Hic genuflectitur) ℣. Adjuva nos, Deus, salutáris noster: et propter glóriam nóminis tui, Dómine, líbera nos: et propítius esto peccátis nostris, propter nomen tuum.

Zu dem Herrn rief ich in meiner Bedrängnis, und er erhörte mich. ℣. Herr, befreie meine Seele von den Lippen der Falschen und von der trügerischen Zunge. Herr, vergelte uns nicht nach unseren Sünden, die wir getan haben: noch nach unseren Missetaten. Herr, gedenke nicht unserer früheren Sünden: eilends mögen uns deine Barmherzigkeiten zuvorkommen, denn wir sind sehr arm geworden. (Hier kniet man nieder) ℣. Hilf uns, Gott, unser Heil: und um der Ehre deines Namens willen, Herr, befreie uns: und sei gnädig unseren Sünden, um deines Namens willen.

Der Priester geht zur Evangelienseite (links). Das Volk steht. Vor dem Evangelium: Kreuzzeichen auf Stirn, Mund und Brust.

Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Matthǽum In illo témpore: Dixit Jesus turbis Judæórum et princípibus sacerdótum parábolam hanc: Homo erat paterfamílias, qui plantávit víneam, et sepem circúmdedit ei, et fodit in ea tórcular, et ædificávit turrim, et locávit eam agrícolis, et péregre proféctus est. Cum autem tempus frúctuum appropinquásset, misit servos suos ad agrícolas, ut accíperent fructus ejus. Et agrícolæ, apprehénsis servis ejus, alium cecidérunt, alium occidérunt, álium vero lapidavérunt. Iterum misit álios servos plures prióribus, et fecérunt illis simíliter. Novíssime autem misit ad eos fílium suum, dicens: Verebúntur fílium meum. Agrícolæ autem vidéntes fílium, dixérunt intra se: Hic est heres, veníte, occidámus eum, et habébimus hereditátem ejus. Et apprehénsum eum ejecérunt extra víneam, et occidérunt. Cum ergo vénerit dóminus víneæ, quid fáciet agrícolis illis? Ajunt illi: Malos male perdet: et víneam suam locábit áliis agrícolis, qui reddant ei fructum tempóribus suis. Dicit illis Jesus: Numquam legístis in Scriptúris: Lápidem, quem reprobavérunt ædificántes, hic factus est in caput ánguli? A Dómino factum est istud, et est mirábile in óculis nostris. Ideo dico vobis, quia auferétur a vobis regnum Dei, et dábitur genti faciénti fructus ejus. Et qui cecíderit super lápidem istum, confringétur: super quem vero cecíderit, cónteret eum. Et cum audíssent príncipes sacerdótum et pharisǽi parábolas ejus, cognovérunt, quod de ipsis díceret. Et quæréntes eum tenére, timuérunt turbas: quóniam sicut Prophétam eum habébant.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus † In jener Zeit: Jesus sprach zu den Volksscharen der Juden und den Hohenpriestern dieses Gleichnis: Ein Hausvater war, der pflanzte einen Weinberg, umgab ihn mit einem Zaun, grub eine Kelter darin, baute einen Turm, verpachtete ihn an Weingärtner und reiste in die Fremde. Als aber die Zeit der Früchte nahte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, um seine Früchte zu empfangen. Und die Weingärtner ergriffen seine Knechte, einen schlugen sie, einen töteten sie, einen aber steinigten sie. Wiederum sandte er andere Knechte, mehr als die ersten, und sie taten ihnen ebenso. Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Die Weingärtner aber, als sie den Sohn sahen, sprachen untereinander: Das ist der Erbe, kommt, lasst uns ihn töten, und wir werden sein Erbe haben. Und sie ergriffen ihn, warfen ihn hinaus aus dem Weinberg und töteten ihn. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er diesen Weingärtnern tun? Sie sagen zu ihm: Er wird die Bösen böse umbringen, und seinen Weinberg wird er anderen Weingärtnern verpachten, die ihm die Früchte geben zu ihren Zeiten. Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden? Vom Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen. Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringt. Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert; auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen. Und als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, erkannten sie, dass er von ihnen sprach. Und sie suchten ihn zu ergreifen, fürchteten aber die Volksscharen; denn sie hielten ihn für einen Propheten.

2. Opfermesse
Opferung
Die Opferung beginnt. Das Volk sitzt. Der Priester wendet sich zum Volk: "Orate, fratres." — Das Volk antwortet mit dem Suscipiat.
Offertorium Psalm 69,3

Dómine, in auxílium meum réspice: confundántur et revereántur, qui quærunt ánimam meam, ut áuferant eam: Dómine, in auxílium meum réspice.

Herr, blicke auf meine Hilfe: beschämt und in Ehrfurcht sollen werden, die meine Seele suchen, um sie wegzunehmen: Herr, blicke auf meine Hilfe.

Secreta

Hæc in nobis sacrifícia, Deus, et actióne permáneant, et operatióne firméntur.

Diese Opfer mögen in uns, o Gott, sowohl in der Ausübung fortdauern als auch in der Wirkung gestärkt werden.

Beim Sanctus läutet der Ministrant das Glöckchen. Das Volk kniet ab dem Sanctus nieder.

Sanctus, Sanctus, Sanctus, Dóminus Deus Sábaoth. Pleni sunt cæli et terra glória tua. Hosánna in excélsis. Benedíctus, qui venit in nómine Dómini. Hosánna in excélsis.

Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe. Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.

Der Kanon wird still gebetet. Bei der Wandlung läutet das Glöckchen dreimal: zur Kniebeuge vor, zur Erhebung, und zur Kniebeuge nach der Konsekration. Jeweils für Brot und Wein.
Canon Missæ

Te ígitur, clementíssime Pater, per Jesum Christum, Fílium tuum, Dóminum nostrum, súpplices rogámus ac pétimus, uti accépta hábeas et benedícas hæc dona, hæc múnera, hæc sancta sacrifícia illibáta. Quam oblatiónem tu, Deus, in ómnibus, quǽsumus, benedíctam, adscríptam, ratam, rationábilem, acceptabilémque fácere dignéris: ut nobis Corpus et Sanguis fiat dilectíssimi Fílii tui, Dómini nostri Jesu Christi. Qui, prídie quam paterétur, accépit panem in sanctas ac venerábiles manus suas, et elevátis óculis in cælum ad te Deum, Patrem suum omnipoténtem, tibi grátias agens, benedíxit, fregit, dedítque discípulis suis, dicens: Accípite et manducáte ex hoc omnes: HOC EST ENIM CORPUS MEUM. Símili modo, postquam cenátum est, accípiens et hunc præclárum Cálicem in sanctas ac venerábiles manus suas, item tibi grátias agens, benedíxit, dedítque discípulis suis, dicens: Accípite et bíbite ex eo omnes: HIC EST ENIM CALIX SÁNGUINIS MEI, NOVI ET ÆTÉRNI TESTAMÉNTI, MYSTÉRIUM FÍDEI, QUI PRO VOBIS ET PRO MULTIS EFFUNDÉTUR IN REMISSIÓNEM PECCATÓRUM. Hæc quotiescúmque fecéritis, in mei memóriam faciétis.

Dich also, gütigster Vater, bitten und flehen wir demütig durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn, du wollest gnädig annehmen und segnen diese Gaben, diese Geschenke, diese heiligen, makellosen Opfer. Diese Opfergabe also, so bitten wir, o Gott, habe die Güte in allem zu segnen, in dein Verzeichnis aufzunehmen, sie gültig, dem Geiste gemäß und dir wohlgefällig zu machen, damit sie uns zum Leibe und Blute werde deines vielgeliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus. Der am Tage vor seinem Leiden das Brot in seine heiligen und ehrwürdigen Hände nahm, und mit erhobenen Augen zum Himmel zu dir, Gott, seinem allmächtigen Vater, dir dankend es segnete, brach und seinen Jüngern gab mit den Worten: Nehmet hin und esset alle davon: DENN DAS IST MEIN LEIB. In gleicher Weise nahm er nach dem Mahle auch diesen herrlichen Kelch in seine heiligen und ehrwürdigen Hände, dankte dir wiederum, segnete ihn und gab ihn seinen Jüngern mit den Worten: Nehmet hin und trinket alle daraus: DENN DAS IST DER KELCH MEINES BLUTES, DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES, — GEHEIMNIS DES GLAUBENS — DAS FÜR EUCH UND FÜR VIELE VERGOSSEN WIRD ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN. Sooft ihr dies tut, tut es zu meinem Gedächtnis.

Das Vaterunser wird vom Priester laut gebetet. Das Volk antwortet: "Sed libera nos a malo."
Pater Noster Matthäus 6,9–13

Pater noster, qui es in cælis, sanctificétur nomen tuum. Advéniat regnum tuum. Fiat volúntas tua, sicut in cælo et in terra. Panem nostrum quotidiánum da nobis hódie. Et dimítte nobis débita nostra, sicut et nos dimíttimus debitóribus nostris. Et ne nos indúcas in tentatiónem. Sed líbera nos a malo. Amen.

Vater unser, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.

Kommunion
Dreimal wird das Agnus Dei gesprochen. Beim dritten Mal: "dona nobis pacem" statt "miserere nobis." In Totenmessen: "dona eis requiem / requiem sempiternam."

Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: dona nobis pacem.

Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: erbarme dich unser. Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: erbarme dich unser. Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: gib uns den Frieden.

3. Nachmesse
Vor dem Kommunionempfang: Dreimaliges "Domine, non sum dignus." Die Gläubigen knien am Kommunionbank nieder und empfangen die hl. Kommunion auf die Zunge.
Communio Psalm 11,8

Tu, Dómine, servábis nos, et custódies nos a generatióne hac in ætérnum.

Du, Herr, wirst uns bewahren und uns behüten vor diesem Geschlecht in Ewigkeit.

Postcommunio

Fac nos, quǽsumus, Dómine: accépto pígnore salútis ætérnæ, sic téndere congruénter; ut ad eam perveníre possímus.

Laß uns, o Herr, wir bitten: nach Empfang des Unterpfandes des ewigen Heiles, so angemessen streben; daß wir zu ihm gelangen können.

Commemoratio Postcommunio — Ss. Perpetuæ et Felicitatis Martyrum

Mýsticis, Dómine, repléti sumus votis et gáudiis: præsta, quǽsumus; ut intercessiónibus sanctárum Mártyrum tuárum Perpétuæ et Felicitátis, quæ temporáliter ágimus, spirituáliter consequámur.

Mit geheimnisvollen Gelübden und Freuden sind wir erfüllt, o Herr: gewähre, wir bitten dich; dass wir durch die Fürsprache deiner heiligen Märtyrerinnen Perpetua und Felizitas, was wir zeitlich begehen, geistlich erlangen.

Oratio super populum

Orémus. Humiliáte cápita vestra Deo. Da, quǽsumus, Dómine, pópulo tuo salútem mentis et córporis: ut, bonis opéribus inhæréndo, tuæ semper virtútis mereátur protectióne deféndi.

Lasset uns beten. Beuget eure Häupter vor Gott. Verleihe, wir bitten Dich, o Herr, Deinem Volke das Heil der Seele und des Leibes: auf dass es, indem es an guten Werken festhält, stets Deiner Macht Schutz zu verdienen würdig werde.

Der Priester wendet sich zum Volk: "Ite, missa est." — "Deo gratias." In Messen ohne Gloria: "Benedicamus Domino." In Totenmessen: "Requiescant in pace."
Ite, Missa est

℣. Ite, missa est. ℟. Deo grátias. Pláceat tibi, sancta Trínitas, obséquium servitútis meæ: et præsta, ut sacrifícium, quod óculis tuæ majestátis indígnus óbtuli, tibi sit acceptábile, mihíque et ómnibus, pro quibus illud óbtuli, sit, te miseránte, propitiábile. Per Christum, Dóminum nostrum. Amen. ℣. Benedícat vos omnípotens Deus, Pater, et Fílius, ✝ et Spíritus Sanctus. ℟. Amen.

℣. Gehet hin, ihr seid entlassen. ℟. Dank sei Gott. Dir möge gefallen, heilige Dreifaltigkeit, der Dienst meiner Ergebenheit; und gewähre, dass dieses Opfer, das ich Unwürdiger den Augen deiner Majestät dargebracht habe, dir wohlgefällig sei, und für mich und alle, für die ich es dargebracht habe, sei es durch dein Erbarmen versöhnend. Durch Christus, unsern Herrn. Amen. ℣. Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater, und der Sohn ✝ und der Heilige Geist. ℟. Amen.

Der Priester liest das Evangelium nach Johannes (Joh 1,1–14). Bei "Et Verbum caro factum est" knien alle nieder.
Letztes Evangelium Johannes 1,1–14

In princípio erat Verbum, et Verbum erat apud Deum, et Deus erat Verbum. Hoc erat in princípio apud Deum. Ómnia per ipsum facta sunt: et sine ipso factum est nihil, quod factum est. In ipso vita erat, et vita erat lux hóminum: et lux in ténebris lucet, et ténebræ eam non comprehendérunt. Fuit homo missus a Deo, cui nomen erat Joánnes. Hic venit in testimónium, ut testimónium perhibéret de lúmine, ut omnes créderent per illum. Non erat ille lux, sed ut testimónium perhibéret de lúmine. Erat lux vera, quæ illúminat omnem hóminem veniéntem in hunc mundum. In mundo erat, et mundus per ipsum factus est, et mundus eum non cognóvit. In própria venit, et sui eum non recepérunt. Quotquot autem recepérunt eum, dedit eis potestátem fílios Dei fíeri, his, qui credunt in nómine ejus: qui non ex sanguínibus, neque ex voluntáte carnis, neque ex voluntáte viri, sed ex Deo nati sunt. ET VERBUM CARO FACTUM EST, et habitávit in nobis: et vídimus glóriam ejus, glóriam quasi Unigéniti a Patre, plenum grátiæ et veritátis. ℟. Deo grátias.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe geworden; und ohne dasselbe ist nichts geworden, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen; und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, sein Name war Johannes. Dieser kam zum Zeugnis, um Zeugnis zu geben von dem Lichte, damit alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Lichte. Es war das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe geworden, doch die Welt hat es nicht erkannt. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er die Macht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blute, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. UND DAS WORT IST FLEISCH GEWORDEN und hat unter uns gewohnt; und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater, voll der Gnade und Wahrheit. ℟. Dank sei Gott.