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VIOLETT • Fastenzeit

Donnerstag der 4. Fastenwoche

Feria Quinta infra Hebdomadam IV in Quadragesima

Violett III. Klasse Fastenzeit
1. Vormesse
Der Priester und die Ministranten knien an der untersten Altarstufe nieder.
Stufengebet Psalm 42

℣. Introíbo ad altáre Dei. ℟. Ad Deum, qui lætíficat juventútem meam. ℣. Júdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta: ab hómine iníquo et dolóso érue me. ℟. Quia tu es, Deus, fortitúdo mea: quare me repulísti, et quare tristis incédo, dum afflígit me inimícus? ℣. Emítte lucem tuam et veritátem tuam: ipsa me deduxérunt et adduxérunt in montem sanctum tuum et in tabernácula tua. ℟. Et introíbo ad altáre Dei, ad Deum, qui lætíficat juventútem meam. ℣. Confíteor Deo omnipoténti, beátæ Maríæ semper Vírgini, beáto Michaéli Archángelo, beáto Ioánni Baptístæ, sanctis Apóstolis Petro et Paulo, ómnibus Sanctis, et vobis, fratres, quia peccávi nimis cogitatióne, verbo et ópere: mea culpa, mea culpa, mea máxima culpa. ℟. Misereátur tui omnípotens Deus, et, dimíssis peccátis tuis, perdúcat te ad vitam ætérnam. ℣. Amen.

℣. Zum Altare Gottes will ich treten. ℟. Zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf. ℣. Richte mich, Gott, und führe meine Sache gegen ein unheiliges Volk; von dem ungerechten und arglistigen Menschen befreie mich. ℟. Denn du bist, Gott, meine Stärke; warum hast du mich verstoßen, und warum gehe ich traurig einher, da der Feind mich bedrängt? ℣. Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich geleiten, mich führen zu deinem heiligen Berge und zu deinen Zelten. ℟. So will ich hintreten zum Altare Gottes, zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf. ℣. Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria, dem heiligen Erzengel Michael, dem heiligen Johannes dem Täufer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen und euch, Brüder, dass ich viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken: durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine übergroße Schuld. ℟. Der allmächtige Gott erbarme sich deiner, er lasse dir die Sünden nach und führe dich zum ewigen Leben. ℣. Amen.

Der Priester steigt zum Altar hinauf, küsst den Altarstein und geht zur Epistelseite (rechts).
Introitus Psalm 104,1

Lætétur cor quæréntium Dóminum: quǽrite Dóminum, et confirmámini: quǽrite fáciem ejus semper. Confitémini Dómino, et invocáte nomen ejus: annuntiáte inter gentes ópera ejus. Lætétur cor quæréntium Dóminum: quǽrite Dóminum, et confirmámini: quǽrite fáciem ejus semper.

Es freue sich das Herz derer, die den Herrn suchen: suchet den Herrn und werdet stark: suchet sein Angesicht allezeit. Preiset den Herrn und rufet seinen Namen an: verkündet unter den Völkern seine Werke. Es freue sich das Herz derer, die den Herrn suchen: suchet den Herrn und werdet stark: suchet sein Angesicht allezeit.

Der Priester betet das Kyrie abwechselnd mit den Ministranten in der Mitte des Altares.
Kyrie

℣. Kýrie, eléison. ℟. Kýrie, eléison. ℣. Kýrie, eléison. ℟. Christe, eléison. ℣. Christe, eléison. ℟. Christe, eléison. ℣. Kýrie, eléison. ℟. Kýrie, eléison. ℣. Kýrie, eléison.

℣. Herr, erbarme dich. ℟. Herr, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich. ℟. Christus, erbarme dich. ℣. Christus, erbarme dich. ℟. Christus, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich. ℟. Herr, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich.

Der Priester wendet sich zum Volk: "Dominus vobiscum." — Das Volk antwortet: "Et cum spiritu tuo." — Dann: "Oremus."
Oratio

Præsta, quǽsumus, omnípotens Deus: ut, quos jejúnia votíva castígant, ipsa quoque devótio sancta lætíficet; ut, terrénis afféctibus mitigátis, facílius cœléstia capiámus.

Gewähre, wir bitten dich, allmächtiger Gott: dass jene, die freiwillige Fastenübungen züchtigen, auch die heilige Andacht selbst erfreue; damit, nachdem die irdischen Begierden gemildert sind, wir leichter das Himmlische erfassen.

Die Lesung wird an der Epistelseite vorgetragen. Das Volk sitzt.

Léctio libri Regum In diébus illis: Venit múlier Sunamítis ad Eliséum in montem Carméli: cumque vidísset eam vir Dei e contra, ait ad Giézi púerum suum: Ecce Sunamítis illa. Vade ergo in occúrsum ejus, et dic ei: Recte ne ágitur circa te, et circa virum tuum, et circa fílium tuum? Quæ respóndit: Recte. Cumque venísset ad virum Dei in montem, apprehéndit pedes ejus: et accéssit Giézi, ut amovéret eam. Et ait homo Dei: Dimítte illam: ánima enim ejus in amaritúdine est, et Dóminus celávit a me, et non indicávit mihi. Quæ dixit illi: Numquid petívi fílium a dómino meo? Numquid non dixi tibi: Ne illúdas me? Et ille ait ad Giézi: Accínge lumbos tuos, et tolle báculum meum in manu tua, et vade. Si occurrérit tibi homo, non salútes eum: et si salutáverit te quíspiam, non respóndeas illi: et pones báculum meum super fáciem púeri. Porro mater púeri ait: Vivit Dóminus et vivit ánima tua, non dimíttam te. Surréxit ergo, et secútus est eam. Giézi autem præcésserat ante eos, et posúerat báculum super fáciem púeri, et non erat vox neque sensus: reversúsque est in occúrsum ejus, et nuntiávit ei, dicens: Non surréxit puer. Ingréssus est ergo Eliséus domum, et ecce, puer mórtuus jacébat in léctulo ejus: ingressúsque clausit óstium super se et super púerum: et orávit ad Dóminum. Et ascéndit, et incúbuit super púerum: posuítque os suum super os ejus, et óculos suos super óculos ejus, et manus suas super manus ejus: et incurvávit se super eum: et calefácta est caro púeri. At ille revérsus, deambulávit in domo, semel huc atque illuc: et ascéndit et incúbuit super eum: et oscitávit puer sépties, aperuítque oculos. At ille vocávit Giézi, et dixit ei: Voca Sunamítidem hanc. Quæ vocáta ingréssa est ad eum. Qui ait: Tolle fílium tuum. Venit illa, et córruit ad pedes ejus, et adorávit super terram: tulítque fílium suum, et egréssa est, et Eliséus revérsus est in Gálgala.

Lesung aus dem Buch der Könige In jenen Tagen: Die Frau aus Sunem kam zu Elischa auf den Berg Karmel. Als der Mann Gottes sie von weitem sah, sprach er zu seinem Diener Gehasi: Sieh, jene Frau aus Sunem. Geh ihr entgegen und frag sie: Geht es dir, deinem Mann und deinem Sohn gut? Sie antwortete: Ja. Als sie zum Mann Gottes auf den Berg kam, ergriff sie seine Füße. Da trat Gehasi hinzu, um sie wegzustoßen. Doch der Mann Gottes sprach: Lass sie! Denn ihre Seele ist in Bitterkeit, und der Herr hat es mir verborgen und nicht kundgetan. Sie aber sagte zu ihm: Habe ich etwa einen Sohn von meinem Herrn erbeten? Habe ich dir nicht gesagt: Täusche mich nicht? Da sprach er zu Gehasi: Gürte deine Lenden, nimm meinen Stab in deine Hand und geh! Wenn dir ein Mensch begegnet, grüße ihn nicht, und wenn dich jemand grüßt, antworte ihm nicht! Und lege meinen Stab auf das Angesicht des Knaben. Doch die Mutter des Knaben sprach: So wahr der Herr lebt und deine Seele lebt, ich lasse dich nicht. Da stand er auf und folgte ihr. Gehasi aber war vorausgegangen und hatte den Stab auf das Angesicht des Knaben gelegt; doch es war keine Stimme und kein Lebenszeichen. So kehrte er um, kam ihm entgegen und meldete ihm: Der Knabe ist nicht erwacht. Elischa trat also ins Haus, und siehe, der Knabe lag tot auf seinem Bett. Er ging hinein und schloss die Tür hinter sich und dem Knaben. Und er betete zum Herrn. Dann stieg er hinauf und legte sich auf den Knaben: Er setzte seinen Mund auf dessen Mund, seine Augen auf dessen Augen, seine Hände auf dessen Hände und beugte sich über ihn. Da wurde das Fleisch des Knaben warm. Er aber kehrte zurück, ging im Haus einmal hierhin und dorthin, stieg wieder hinauf und legte sich auf ihn. Da nieste der Knabe siebenmal und öffnete die Augen. Er rief Gehasi und sprach zu ihm: Rufe diese Frau aus Sunem! Als sie gerufen war, trat sie zu ihm. Er sprach: Nimm deinen Sohn! Sie kam, fiel ihm zu Füßen und betete an auf der Erde. Dann nahm sie ihren Sohn und ging hinaus. Elischa aber kehrte nach Gilgal zurück.

Graduale

Réspice, Dómine, in testaméntum tuum: et ánimas páuperum tuórum ne obliviscáris in finem. ℣. Exsúrge, Dómine, júdica causam tuam: memor esto oppróbrii servórum tuórum.

Blicke, Herr, auf deinen Bund, und vergiss die Seelen deiner Armen nicht für immer. ℣. Erhebe dich, Herr, führe deine Sache; gedenke der Schmach deiner Knechte.

Der Priester geht zur Evangelienseite (links). Das Volk steht. Vor dem Evangelium: Kreuzzeichen auf Stirn, Mund und Brust.
Evangelium Lukas 7,11–16

Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Lucam In illo témpore: Ibat Jesus in civitátem, quæ vocátur Naim: et ibant cum eo discípuli ejus et turba copiósa. Cum autem appropinquáret portæ civitátis, ecce, defúnctus efferebátur fílius únicus matris suæ: et hæc vídua erat, et turba civitátis multa cum illa. Quam cum vidísset Dóminus, misericórdia motus super eam, dixit illi: Noli flere. Et accéssit et tétigit lóculum. - Hi autem, qui portábant, stetérunt - Et ait: Adoléscens, tibi dico, surge. Et resédit, qui erat mórtuus, et cœpit loqui. Et dedit illum matri suæ. Accépit autem omnes timor: et magnificábant Deum, dicéntes: Quia Prophéta magnus surréxit in nobis: et quia Deus visitávit plebem suam.

Aus dem heiligen Evangelium † nach Lukas In jener Zeit: Jesus ging in eine Stadt, die Naim heißt, und mit ihm gingen seine Jünger und eine große Menge. Als er sich aber dem Stadttor näherte, siehe, da wurde ein Toter hinausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter; und diese war Witwe, und eine große Menge aus der Stadt war mit ihr. Als der Herr sie sah, wurde er von Barmherzigkeit über sie bewegt und sprach zu ihr: Weine nicht. Und er trat hinzu und berührte die Bahre. - Die aber, welche sie trugen, blieben stehen. - Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf. Und der Tote setzte sich auf und begann zu sprechen. Und er gab ihn seiner Mutter zurück. Alle aber ergriff Furcht, und sie priesen Gott und sprachen: Ein großer Prophet ist unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk besucht.

2. Opfermesse
Opferung
Die Opferung beginnt. Das Volk sitzt. Der Priester wendet sich zum Volk: "Orate, fratres." — Das Volk antwortet mit dem Suscipiat.
Offertorium Daniel 3,44

Dómine, ad adjuvándum me festína: confundántur omnes, qui cógitant servis tuis mala.

Herr, eile, mir zu helfen; zuschanden sollen werden alle, die meinen Knechten Böses ersinnen.

Secreta

Purífica nos, miséricors Deus: ut Ecclésiæ tuæ preces, quæ tibi gratæ sunt, pia múnera deferéntes, fiant expiátis méntibus gratióres.

Reinige uns, barmherziger Gott: damit die Gebete deiner Kirche, die dir wohlgefällig sind, indem wir fromme Gaben darbringen, mit gereinigten Herzen noch gefälliger werden.

Beim Sanctus läutet der Ministrant das Glöckchen. Das Volk kniet ab dem Sanctus nieder.

Sanctus, Sanctus, Sanctus, Dóminus Deus Sábaoth. Pleni sunt cæli et terra glória tua. Hosánna in excélsis. Benedíctus, qui venit in nómine Dómini. Hosánna in excélsis.

Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe. Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.

Der Kanon wird still gebetet. Bei der Wandlung läutet das Glöckchen dreimal: zur Kniebeuge vor, zur Erhebung, und zur Kniebeuge nach der Konsekration. Jeweils für Brot und Wein.
Canon Missæ

Te ígitur, clementíssime Pater, per Jesum Christum, Fílium tuum, Dóminum nostrum, súpplices rogámus ac pétimus, uti accépta hábeas et benedícas hæc dona, hæc múnera, hæc sancta sacrifícia illibáta. Quam oblatiónem tu, Deus, in ómnibus, quǽsumus, benedíctam, adscríptam, ratam, rationábilem, acceptabilémque fácere dignéris: ut nobis Corpus et Sanguis fiat dilectíssimi Fílii tui, Dómini nostri Jesu Christi. Qui, prídie quam paterétur, accépit panem in sanctas ac venerábiles manus suas, et elevátis óculis in cælum ad te Deum, Patrem suum omnipoténtem, tibi grátias agens, benedíxit, fregit, dedítque discípulis suis, dicens: Accípite et manducáte ex hoc omnes: HOC EST ENIM CORPUS MEUM. Símili modo, postquam cenátum est, accípiens et hunc præclárum Cálicem in sanctas ac venerábiles manus suas, item tibi grátias agens, benedíxit, dedítque discípulis suis, dicens: Accípite et bíbite ex eo omnes: HIC EST ENIM CALIX SÁNGUINIS MEI, NOVI ET ÆTÉRNI TESTAMÉNTI, MYSTÉRIUM FÍDEI, QUI PRO VOBIS ET PRO MULTIS EFFUNDÉTUR IN REMISSIÓNEM PECCATÓRUM. Hæc quotiescúmque fecéritis, in mei memóriam faciétis.

Dich also, gütigster Vater, bitten und flehen wir demütig durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn, du wollest gnädig annehmen und segnen diese Gaben, diese Geschenke, diese heiligen, makellosen Opfer. Diese Opfergabe also, so bitten wir, o Gott, habe die Güte in allem zu segnen, in dein Verzeichnis aufzunehmen, sie gültig, dem Geiste gemäß und dir wohlgefällig zu machen, damit sie uns zum Leibe und Blute werde deines vielgeliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus. Der am Tage vor seinem Leiden das Brot in seine heiligen und ehrwürdigen Hände nahm, und mit erhobenen Augen zum Himmel zu dir, Gott, seinem allmächtigen Vater, dir dankend es segnete, brach und seinen Jüngern gab mit den Worten: Nehmet hin und esset alle davon: DENN DAS IST MEIN LEIB. In gleicher Weise nahm er nach dem Mahle auch diesen herrlichen Kelch in seine heiligen und ehrwürdigen Hände, dankte dir wiederum, segnete ihn und gab ihn seinen Jüngern mit den Worten: Nehmet hin und trinket alle daraus: DENN DAS IST DER KELCH MEINES BLUTES, DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES, — GEHEIMNIS DES GLAUBENS — DAS FÜR EUCH UND FÜR VIELE VERGOSSEN WIRD ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN. Sooft ihr dies tut, tut es zu meinem Gedächtnis.

Das Vaterunser wird vom Priester laut gebetet. Das Volk antwortet: "Sed libera nos a malo."
Pater Noster Matthäus 6,9–13

Pater noster, qui es in cælis, sanctificétur nomen tuum. Advéniat regnum tuum. Fiat volúntas tua, sicut in cælo et in terra. Panem nostrum quotidiánum da nobis hódie. Et dimítte nobis débita nostra, sicut et nos dimíttimus debitóribus nostris. Et ne nos indúcas in tentatiónem. Sed líbera nos a malo. Amen.

Vater unser, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.

Kommunion
Dreimal wird das Agnus Dei gesprochen. Beim dritten Mal: "dona nobis pacem" statt "miserere nobis." In Totenmessen: "dona eis requiem / requiem sempiternam."

Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: dona nobis pacem.

Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: erbarme dich unser. Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: erbarme dich unser. Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: gib uns den Frieden.

3. Nachmesse
Vor dem Kommunionempfang: Dreimaliges "Domine, non sum dignus." Die Gläubigen knien am Kommunionbank nieder und empfangen die hl. Kommunion auf die Zunge.

Dómine, memorábor justítiæ tuæ solíus: Deus, docuísti me a juventúte mea: et usque in senéctam et sénium, Deus, ne derelínquas me.

Herr, ich will deiner Gerechtigkeit allein gedenken: Gott, du hast mich gelehrt von meiner Jugend an: und bis ins Greisenalter und hohe Alter, Gott, verlass mich nicht.

Postcommunio

Cœléstia dona capiéntibus, quǽsumus, Dómine: non ad judícium proveníre patiáris, quæ fidélibus tuis ad remédium providísti.

Wir bitten dich, Herr: lass nicht zum Gericht werden, was du deinen Gläubigen zur Heilung bestimmt hast, die himmlische Gaben empfangen.

Oratio super populum

Orémus. Humiliáte cápita vestra Deo. Pópuli tui, Deus, institútor et rector, peccáta, quibus impugnátur, expélle: ut semper tibi plácitus, et tuo munímine sit secúrus.

Lasset uns beten. Beuget eure Häupter vor Gott. Vertreibe, o Gott, du Urheber und Lenker deines Volkes, die Sünden, von denen es bedrängt wird: damit es dir stets wohlgefällig sei und unter deinem Schutze sicher bleibe.

Der Priester wendet sich zum Volk: "Ite, missa est." — "Deo gratias." In Messen ohne Gloria: "Benedicamus Domino." In Totenmessen: "Requiescant in pace."
Ite, Missa est

℣. Ite, missa est. ℟. Deo grátias. Pláceat tibi, sancta Trínitas, obséquium servitútis meæ: et præsta, ut sacrifícium, quod óculis tuæ majestátis indígnus óbtuli, tibi sit acceptábile, mihíque et ómnibus, pro quibus illud óbtuli, sit, te miseránte, propitiábile. Per Christum, Dóminum nostrum. Amen. ℣. Benedícat vos omnípotens Deus, Pater, et Fílius, ✝ et Spíritus Sanctus. ℟. Amen.

℣. Gehet hin, ihr seid entlassen. ℟. Dank sei Gott. Dir möge gefallen, heilige Dreifaltigkeit, der Dienst meiner Ergebenheit; und gewähre, dass dieses Opfer, das ich Unwürdiger den Augen deiner Majestät dargebracht habe, dir wohlgefällig sei, und für mich und alle, für die ich es dargebracht habe, sei es durch dein Erbarmen versöhnend. Durch Christus, unsern Herrn. Amen. ℣. Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater, und der Sohn ✝ und der Heilige Geist. ℟. Amen.

Der Priester liest das Evangelium nach Johannes (Joh 1,1–14). Bei "Et Verbum caro factum est" knien alle nieder.
Letztes Evangelium Johannes 1,1–14

In princípio erat Verbum, et Verbum erat apud Deum, et Deus erat Verbum. Hoc erat in princípio apud Deum. Ómnia per ipsum facta sunt: et sine ipso factum est nihil, quod factum est. In ipso vita erat, et vita erat lux hóminum: et lux in ténebris lucet, et ténebræ eam non comprehendérunt. Fuit homo missus a Deo, cui nomen erat Joánnes. Hic venit in testimónium, ut testimónium perhibéret de lúmine, ut omnes créderent per illum. Non erat ille lux, sed ut testimónium perhibéret de lúmine. Erat lux vera, quæ illúminat omnem hóminem veniéntem in hunc mundum. In mundo erat, et mundus per ipsum factus est, et mundus eum non cognóvit. In própria venit, et sui eum non recepérunt. Quotquot autem recepérunt eum, dedit eis potestátem fílios Dei fíeri, his, qui credunt in nómine ejus: qui non ex sanguínibus, neque ex voluntáte carnis, neque ex voluntáte viri, sed ex Deo nati sunt. ET VERBUM CARO FACTUM EST, et habitávit in nobis: et vídimus glóriam ejus, glóriam quasi Unigéniti a Patre, plenum grátiæ et veritátis. ℟. Deo grátias.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe geworden; und ohne dasselbe ist nichts geworden, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen; und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, sein Name war Johannes. Dieser kam zum Zeugnis, um Zeugnis zu geben von dem Lichte, damit alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Lichte. Es war das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe geworden, doch die Welt hat es nicht erkannt. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er die Macht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blute, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. UND DAS WORT IST FLEISCH GEWORDEN und hat unter uns gewohnt; und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater, voll der Gnade und Wahrheit. ℟. Dank sei Gott.