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VIOLETT • Zeit nach Pfingsten

Feria Quarta Quattuor Temporum Septembris

Violett II. Klasse Zeit nach Pfingsten

Kommemoration: S. Josephi de Cupertino Confessoris

1. Vormesse
Der Priester und die Ministranten knien an der untersten Altarstufe nieder.
Stufengebet Psalm 42

℣. Introíbo ad altáre Dei. ℟. Ad Deum, qui lætíficat juventútem meam. ℣. Júdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta: ab hómine iníquo et dolóso érue me. ℟. Quia tu es, Deus, fortitúdo mea: quare me repulísti, et quare tristis incédo, dum afflígit me inimícus? ℣. Emítte lucem tuam et veritátem tuam: ipsa me deduxérunt et adduxérunt in montem sanctum tuum et in tabernácula tua. ℟. Et introíbo ad altáre Dei, ad Deum, qui lætíficat juventútem meam. ℣. Confíteor Deo omnipoténti, beátæ Maríæ semper Vírgini, beáto Michaéli Archángelo, beáto Ioánni Baptístæ, sanctis Apóstolis Petro et Paulo, ómnibus Sanctis, et vobis, fratres, quia peccávi nimis cogitatióne, verbo et ópere: mea culpa, mea culpa, mea máxima culpa. ℟. Misereátur tui omnípotens Deus, et, dimíssis peccátis tuis, perdúcat te ad vitam ætérnam. ℣. Amen.

℣. Zum Altare Gottes will ich treten. ℟. Zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf. ℣. Richte mich, Gott, und führe meine Sache gegen ein unheiliges Volk; von dem ungerechten und arglistigen Menschen befreie mich. ℟. Denn du bist, Gott, meine Stärke; warum hast du mich verstoßen, und warum gehe ich traurig einher, da der Feind mich bedrängt? ℣. Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich geleiten, mich führen zu deinem heiligen Berge und zu deinen Zelten. ℟. So will ich hintreten zum Altare Gottes, zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf. ℣. Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria, dem heiligen Erzengel Michael, dem heiligen Johannes dem Täufer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen und euch, Brüder, dass ich viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken: durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine übergroße Schuld. ℟. Der allmächtige Gott erbarme sich deiner, er lasse dir die Sünden nach und führe dich zum ewigen Leben. ℣. Amen.

Der Priester steigt zum Altar hinauf, küsst den Altarstein und geht zur Epistelseite (rechts).
Introitus Psalm 80,5–6

Exsultáte Deo, adjutóri nostro: jubiláte Deo Jacob: súmite psalmum jucúndum cum cíthara: cánite in inítio mensis tuba, quia præcéptum in Israël est, et judícium Deo Jacob. Testimónium in Joseph pósuit illud, cum exíret de terra Ægýpti: linguam, quam non nóverat, audívit. Exsultáte Deo, adjutóri nostro: jubiláte Deo Jacob: súmite psalmum jucúndum cum cíthara: cánite in inítio mensis tuba, quia præcéptum in Israël est, et judícium Deo Jacob.

Jauchzt Gott, unserem Helfer: jubelt dem Gott Jakobs zu: nehmt einen fröhlichen Psalm mit der Zither: singt am Anfang des Monats mit der Posaune, denn es ist Gebot in Israel und Rechtsspruch für den Gott Jakobs. Er setzte es als Zeugnis in Joseph ein, als er aus dem Land Ägypten auszog: eine Sprache, die er nicht kannte, hörte er. Jauchzt Gott, unserem Helfer: jubelt dem Gott Jakobs zu: nehmt einen fröhlichen Psalm mit der Zither: singt am Anfang des Monats mit der Posaune, denn es ist Gebot in Israel und Rechtsspruch für den Gott Jakobs.

Der Priester betet das Kyrie abwechselnd mit den Ministranten in der Mitte des Altares.
Kyrie

℣. Kýrie, eléison. ℟. Kýrie, eléison. ℣. Kýrie, eléison. ℟. Christe, eléison. ℣. Christe, eléison. ℟. Christe, eléison. ℣. Kýrie, eléison. ℟. Kýrie, eléison. ℣. Kýrie, eléison.

℣. Herr, erbarme dich. ℟. Herr, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich. ℟. Christus, erbarme dich. ℣. Christus, erbarme dich. ℟. Christus, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich. ℟. Herr, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich.

Der Priester wendet sich zum Volk: "Dominus vobiscum." — Das Volk antwortet: "Et cum spiritu tuo." — Dann: "Oremus."
Oratio

Misericórdiæ tuæ remédiis, quǽsumus, Dómine, fragílitas nostra subsístat: ut, quæ sua conditióne attéritur, tua cleméntia reparétur.

Wir bitten, Herr, unsere Schwachheit möge durch die Heilmittel deiner Barmherzigkeit bestehen: damit, was durch seine eigene Beschaffenheit zermürbt wird, durch deine Güte wiederhergestellt werde.

Commemoratio Oratio — S. Josephi de Cupertino Confessoris

Deus, qui ad unigénitum Fílium tuum exaltátum a terra ómnia tráhere disposuísti: pérfice propítius; ut, méritis et exémplo seráphici Confessóris tui Joséphi, supra terrénas omnes cupiditátes eleváti, ad eum perveníre mereámur:

Gott, du hast bestimmt, dass dein eingeborener Sohn, von der Erde erhöht, alles an sich ziehen soll: gewähre uns gnädig, dass wir, durch die Verdienste und das Beispiel deines seraphischen Bekenners Josef über alle irdischen Begierden erhoben, zu ihm zu gelangen verdienen:

Die Lesung wird an der Epistelseite vorgetragen. Das Volk sitzt.

Léctio libri Esdræ In diébus illis: Congregátus est omnis pópulus quasi vir unus ad platéam, quæ est ante portam aquárum: et dixérunt Esdræ scribæ, ut afférret librum legis Moysi, quam præcéperat Dóminus Israéli. Attulit ergo Esdras sacérdos legem coram multitúdine virórum et mulíerum, cunctísque qui póterant intellégere, in die prima mensis séptimi. Et legit in eo apérte in platéa, quæ erat ante portam aquárum, de mane usque ad médiam diem, in conspéctu virórum et mulíerum et sapiéntium: et aures omnis pópuli erant eréctæ ad librum. Stetit autem Esdras scriba super gradum lígneum, quem fécerat ad loquendum. Et apéruit librum coram omni pópulo: super univérsum quippe pópulum eminébat: et cum aperuísset eum, stetit omnis pópulus. Et benedíxit Esdras Dómino, Deo magno: et respóndit omnis pópulus: Amen, Amen: élevans manus suas: et incurváti sunt et adoravérunt Deum proni in terram. Porro levítæ siléntium faciébant in pópulo ad audiéndam legem: pópulus autem stabat in gradu suo. Et legérunt in libro legis Dei distíncte et apérte ad intellegéndum: et intellexérunt, cum legerétur. Dixit autem Nehemías, et Esdras sacérdos et scriba, et levítæ interpretántes univérso pópulo: Dies sanctificátus est Dómino, Deo nostro, nolíte lugére et nolíte flere. Et dixit eis: Ite, comédite pínguia et bíbite mulsum, et míttite partes his, qui non præparavérunt sibi: quia sanctus dies Dómini est, et nolíte contristári: gáudium étenim Dómini est fortitúdo nostra.

Lesung aus dem Buch Esra In jenen Tagen: Das ganze Volk versammelte sich wie ein Mann auf dem Platz, der vor dem Wassertor ist: und sie sagten zu Esra, dem Schriftgelehrten, er solle das Buch des Gesetzes des Mose bringen, das der Herr Israel geboten hatte. Esra, der Priester, brachte also das Gesetz vor der Menge der Männer und Frauen und allen, die verstehen konnten, am ersten Tag des siebten Monats. Und er las darin deutlich auf dem Platz, der vor dem Wassertor war, vom Morgen bis zur Mitte des Tages, vor den Augen der Männer und Frauen und der Weisen: und die Ohren des ganzen Volkes waren auf das Buch gerichtet. Esra aber, der Schriftgelehrte, stand auf einer hölzernen Stufe, die er zum Sprechen gemacht hatte. Und er öffnete das Buch vor dem ganzen Volk: denn er ragte über das ganze Volk empor: und als er es geöffnet hatte, stand das ganze Volk. Und Esra segnete den Herrn, den großen Gott: und das ganze Volk antwortete: Amen, Amen: sie erhoben ihre Hände: und sie neigten sich und beteten Gott an, mit dem Gesicht zur Erde. Die Leviten aber machten im Volk Stille, um das Gesetz zu hören: das Volk aber stand auf seinem Platz. Und sie lasen im Buch des Gesetzes Gottes deutlich und verständlich, um es zu begreifen: und sie verstanden, als gelesen wurde. Es sprach aber Nehemia und Esra, der Priester und Schriftgelehrte, und die Leviten, die dem ganzen Volk erklärten: Der Tag ist dem Herrn, unserem Gott, heilig, trauert nicht und weint nicht. Und er sagte zu ihnen: Geht, esst Fettes und trinkt Süßes, und gebt Anteile denen, die nichts für sich zubereitet haben: denn heilig ist der Tag des Herrn, und seid nicht betrübt: denn die Freude des Herrn ist unsere Stärke.

Graduale Psalm 32,6

Beáta gens, cujus est Dóminus Deus eórum: pópulus, quem elégit Dóminus in hereditátem sibi. ℣. Verbo Dómini cœli firmáti sunt: et spíritu oris ejus omnis virtus eórum.

Selig das Volk, dessen Gott der Herr ist: das Volk, das der Herr sich zum Erbe erwählt hat. ℣. Durch das Wort des Herrn sind die Himmel gefestigt: und durch den Hauch seines Mundes all ihre Heerschar.

Der Priester geht zur Evangelienseite (links). Das Volk steht. Vor dem Evangelium: Kreuzzeichen auf Stirn, Mund und Brust.
Evangelium Markus 9,16–28

Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Marcum In illo témpore: Respóndens unus de turba, dixit ad Jesum: Magíster, áttuli fílium meum ad te, habéntem spíritum mutum: qui, ubicúmque eum apprehénderit, allídit illum, et spumat et stridet déntibus et aréscit: et dixi discípulis tuis, ut ejícerent illum, et non potúerunt. Qui respóndens eis, dixit: O generátio incrédula, quámdiu apud vos ero? quámdiu vos pátiar? Afférte illum ad me. Et attúlerunt eum. Et cum vidísset eum, statim spíritus conturbávit illum: et elísus in terram, volutabátur spumans. Et interrogávit patrem ejus: Quantum témporis est, ex quo ei hoc áccidit? At ille ait: Ab infántia: et frequénter eum in ignem et in aquas misit, ut eum pérderet. Sed si quid potes, ádjuva nos, misértus nostri. Jesus autem ait illi: Si potes credere, ómnia possibília sunt credénti. Et contínuo exclámans pater pueri, cum lácrimis ajébat: Credo, Dómine: ádjuva incredulitátem meam. Et cum vidéret Jesus concurréntem turbam, comminátus est spirítui immundo, dicens illi: Surde et mute spíritus, ego præcípio tibi, exi ab eo: et ámplius ne intróëas in eum. Et exclámans et multum discérpens eum, éxiit ab eo, et factus est sicut mórtuus, ita ut multi dícerent: Quia mórtuus est. Jesus autem tenens manum ejus, elevávit eum, et surréxit. Et cum introísset in domum, discípuli ejus secréto interrogábant eum: Quare nos non potúimus ejícere eum? Et dixit illis: Hoc genus in nullo potest exíre nisi in oratióne et jejúnio.

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus In jener Zeit: Einer aus der Menge antwortete und sprach zu Jesus: Meister, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht, der einen stummen Geist hat. Wo immer er ihn ergreift, wirft er ihn zu Boden, und er schäumt und knirscht mit den Zähnen und wird starr. Und ich sagte zu deinen Jüngern, sie sollten ihn austreiben, aber sie konnten es nicht. Er antwortete ihnen und sprach: O ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich noch bei euch sein? Wie lange soll ich euch noch ertragen? Bringt ihn zu mir. Und sie brachten ihn. Und als er ihn sah, erschütterte der Geist ihn sogleich; und er stürzte zu Boden und wälzte sich schäumend. Und er fragte seinen Vater: Wie lange ist es her, dass ihm dies widerfahren ist? Jener aber sprach: Von Kindheit an; und oft hat er ihn ins Feuer und ins Wasser geworfen, um ihn zu verderben. Doch wenn du etwas vermagst, so hilf uns, erbarme dich unser. Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du glauben kannst, so ist alles möglich dem, der glaubt. Und sogleich rief der Vater des Knaben mit Tränen aus und sprach: Ich glaube, Herr; hilf meinem Unglauben. Und als Jesus die herbeilaufende Menge sah, drohte er dem unreinen Geist und sprach zu ihm: Du tauber und stummer Geist, ich gebiete dir: Fahre aus von ihm und fahre nicht mehr in ihn hinein. Und er schrie und zerrte ihn heftig und fuhr aus von ihm, und er wurde wie tot, so dass viele sagten: Er ist tot. Jesus aber ergriff seine Hand und richtete ihn auf, und er stand auf. Und als er in das Haus eingetreten war, fragten ihn seine Jünger im Geheimen: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? Und er sprach zu ihnen: Diese Art kann durch nichts ausfahren außer durch Gebet und Fasten.

2. Opfermesse
Opferung
Die Opferung beginnt. Das Volk sitzt. Der Priester wendet sich zum Volk: "Orate, fratres." — Das Volk antwortet mit dem Suscipiat.
Offertorium Psalm 118,47–48

Meditábor in mandátis tuis, quæ diléxi valde: et levábo manus meas ad mandáta tua, quæ diléxi.

Ich will über deine Gebote nachsinnen, die ich sehr geliebt habe: und ich will meine Hände erheben zu deinen Geboten, die ich geliebt habe.

Secreta

Hæc hóstia, Dómine, quǽsumus, emúndet nostra delícta: et ad sacrifícium celebrándum, subditórum tibi córpora mentésque sanctíficet.

Dieses Opfer, Herr, so bitten wir, reinige unsere Vergehen und heilige zur Feier des Opfers die dir unterworfenen Leiber und Herzen.

Beim Sanctus läutet der Ministrant das Glöckchen. Das Volk kniet ab dem Sanctus nieder.

Sanctus, Sanctus, Sanctus, Dóminus Deus Sábaoth. Pleni sunt cæli et terra glória tua. Hosánna in excélsis. Benedíctus, qui venit in nómine Dómini. Hosánna in excélsis.

Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe. Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.

Der Kanon wird still gebetet. Bei der Wandlung läutet das Glöckchen dreimal: zur Kniebeuge vor, zur Erhebung, und zur Kniebeuge nach der Konsekration. Jeweils für Brot und Wein.
Canon Missæ

Te ígitur, clementíssime Pater, per Jesum Christum, Fílium tuum, Dóminum nostrum, súpplices rogámus ac pétimus, uti accépta hábeas et benedícas hæc dona, hæc múnera, hæc sancta sacrifícia illibáta. Quam oblatiónem tu, Deus, in ómnibus, quǽsumus, benedíctam, adscríptam, ratam, rationábilem, acceptabilémque fácere dignéris: ut nobis Corpus et Sanguis fiat dilectíssimi Fílii tui, Dómini nostri Jesu Christi. Qui, prídie quam paterétur, accépit panem in sanctas ac venerábiles manus suas, et elevátis óculis in cælum ad te Deum, Patrem suum omnipoténtem, tibi grátias agens, benedíxit, fregit, dedítque discípulis suis, dicens: Accípite et manducáte ex hoc omnes: HOC EST ENIM CORPUS MEUM. Símili modo, postquam cenátum est, accípiens et hunc præclárum Cálicem in sanctas ac venerábiles manus suas, item tibi grátias agens, benedíxit, dedítque discípulis suis, dicens: Accípite et bíbite ex eo omnes: HIC EST ENIM CALIX SÁNGUINIS MEI, NOVI ET ÆTÉRNI TESTAMÉNTI, MYSTÉRIUM FÍDEI, QUI PRO VOBIS ET PRO MULTIS EFFUNDÉTUR IN REMISSIÓNEM PECCATÓRUM. Hæc quotiescúmque fecéritis, in mei memóriam faciétis.

Dich also, gütigster Vater, bitten und flehen wir demütig durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn, du wollest gnädig annehmen und segnen diese Gaben, diese Geschenke, diese heiligen, makellosen Opfer. Diese Opfergabe also, so bitten wir, o Gott, habe die Güte in allem zu segnen, in dein Verzeichnis aufzunehmen, sie gültig, dem Geiste gemäß und dir wohlgefällig zu machen, damit sie uns zum Leibe und Blute werde deines vielgeliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus. Der am Tage vor seinem Leiden das Brot in seine heiligen und ehrwürdigen Hände nahm, und mit erhobenen Augen zum Himmel zu dir, Gott, seinem allmächtigen Vater, dir dankend es segnete, brach und seinen Jüngern gab mit den Worten: Nehmet hin und esset alle davon: DENN DAS IST MEIN LEIB. In gleicher Weise nahm er nach dem Mahle auch diesen herrlichen Kelch in seine heiligen und ehrwürdigen Hände, dankte dir wiederum, segnete ihn und gab ihn seinen Jüngern mit den Worten: Nehmet hin und trinket alle daraus: DENN DAS IST DER KELCH MEINES BLUTES, DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES, — GEHEIMNIS DES GLAUBENS — DAS FÜR EUCH UND FÜR VIELE VERGOSSEN WIRD ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN. Sooft ihr dies tut, tut es zu meinem Gedächtnis.

Das Vaterunser wird vom Priester laut gebetet. Das Volk antwortet: "Sed libera nos a malo."
Pater Noster Matthäus 6,9–13

Pater noster, qui es in cælis, sanctificétur nomen tuum. Advéniat regnum tuum. Fiat volúntas tua, sicut in cælo et in terra. Panem nostrum quotidiánum da nobis hódie. Et dimítte nobis débita nostra, sicut et nos dimíttimus debitóribus nostris. Et ne nos indúcas in tentatiónem. Sed líbera nos a malo. Amen.

Vater unser, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.

Kommunion
Dreimal wird das Agnus Dei gesprochen. Beim dritten Mal: "dona nobis pacem" statt "miserere nobis." In Totenmessen: "dona eis requiem / requiem sempiternam."

Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: dona nobis pacem.

Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: erbarme dich unser. Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: erbarme dich unser. Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: gib uns den Frieden.

3. Nachmesse
Vor dem Kommunionempfang: Dreimaliges "Domine, non sum dignus." Die Gläubigen knien am Kommunionbank nieder und empfangen die hl. Kommunion auf die Zunge.
Communio Nehemia 8,10

Comédite pínguia et bíbite mulsum, et míttite partes his, qui non præparavérunt sibi: sanctus enim dies Dómini est, nolíte contristári: gáudium étenim Dómini est fortitúdo nostra.

Esst fette Speisen und trinkt süßen Wein, und gebt Anteile denen, die nichts für sich zubereitet haben: denn heilig ist der Tag des Herrn, seid nicht traurig: denn die Freude des Herrn ist unsere Stärke.

Postcommunio

Suméntes, Dómine, dona cœléstia, supplíciter deprecámur: ut, quæ sédula servitúte, donánte te, gérimus, dignis sénsibus tuo múnere capiámus.

Empfangend, Herr, die himmlischen Gaben, flehen wir demütig: dass, was wir in eifrigem Dienst, durch deine Gabe, vollbringen, wir mit würdigen Sinnen durch deine Gnade aufnehmen.

Der Priester wendet sich zum Volk: "Ite, missa est." — "Deo gratias." In Messen ohne Gloria: "Benedicamus Domino." In Totenmessen: "Requiescant in pace."
Ite, Missa est

℣. Ite, missa est. ℟. Deo grátias. Pláceat tibi, sancta Trínitas, obséquium servitútis meæ: et præsta, ut sacrifícium, quod óculis tuæ majestátis indígnus óbtuli, tibi sit acceptábile, mihíque et ómnibus, pro quibus illud óbtuli, sit, te miseránte, propitiábile. Per Christum, Dóminum nostrum. Amen. ℣. Benedícat vos omnípotens Deus, Pater, et Fílius, ✝ et Spíritus Sanctus. ℟. Amen.

℣. Gehet hin, ihr seid entlassen. ℟. Dank sei Gott. Dir möge gefallen, heilige Dreifaltigkeit, der Dienst meiner Ergebenheit; und gewähre, dass dieses Opfer, das ich Unwürdiger den Augen deiner Majestät dargebracht habe, dir wohlgefällig sei, und für mich und alle, für die ich es dargebracht habe, sei es durch dein Erbarmen versöhnend. Durch Christus, unsern Herrn. Amen. ℣. Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater, und der Sohn ✝ und der Heilige Geist. ℟. Amen.

Der Priester liest das Evangelium nach Johannes (Joh 1,1–14). Bei "Et Verbum caro factum est" knien alle nieder.
Letztes Evangelium Johannes 1,1–14

In princípio erat Verbum, et Verbum erat apud Deum, et Deus erat Verbum. Hoc erat in princípio apud Deum. Ómnia per ipsum facta sunt: et sine ipso factum est nihil, quod factum est. In ipso vita erat, et vita erat lux hóminum: et lux in ténebris lucet, et ténebræ eam non comprehendérunt. Fuit homo missus a Deo, cui nomen erat Joánnes. Hic venit in testimónium, ut testimónium perhibéret de lúmine, ut omnes créderent per illum. Non erat ille lux, sed ut testimónium perhibéret de lúmine. Erat lux vera, quæ illúminat omnem hóminem veniéntem in hunc mundum. In mundo erat, et mundus per ipsum factus est, et mundus eum non cognóvit. In própria venit, et sui eum non recepérunt. Quotquot autem recepérunt eum, dedit eis potestátem fílios Dei fíeri, his, qui credunt in nómine ejus: qui non ex sanguínibus, neque ex voluntáte carnis, neque ex voluntáte viri, sed ex Deo nati sunt. ET VERBUM CARO FACTUM EST, et habitávit in nobis: et vídimus glóriam ejus, glóriam quasi Unigéniti a Patre, plenum grátiæ et veritátis. ℟. Deo grátias.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe geworden; und ohne dasselbe ist nichts geworden, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen; und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, sein Name war Johannes. Dieser kam zum Zeugnis, um Zeugnis zu geben von dem Lichte, damit alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Lichte. Es war das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe geworden, doch die Welt hat es nicht erkannt. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er die Macht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blute, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. UND DAS WORT IST FLEISCH GEWORDEN und hat unter uns gewohnt; und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater, voll der Gnade und Wahrheit. ℟. Dank sei Gott.