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VIOLETT • Fastenzeit

Aschermittwoch

Feria IV Cinerum

Violett I. Klasse Fastenzeit

Beginn der Fastenzeit. Auflegung der Asche: «Memento, homo, quia pulvis es.»

1. Vormesse
Der Priester und die Ministranten knien an der untersten Altarstufe nieder.
Stufengebet Psalm 42

℣. Introíbo ad altáre Dei. ℟. Ad Deum, qui lætíficat juventútem meam. ℣. Júdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta: ab hómine iníquo et dolóso érue me. ℟. Quia tu es, Deus, fortitúdo mea: quare me repulísti, et quare tristis incédo, dum afflígit me inimícus? ℣. Emítte lucem tuam et veritátem tuam: ipsa me deduxérunt et adduxérunt in montem sanctum tuum et in tabernácula tua. ℟. Et introíbo ad altáre Dei, ad Deum, qui lætíficat juventútem meam. ℣. Confíteor Deo omnipoténti, beátæ Maríæ semper Vírgini, beáto Michaéli Archángelo, beáto Ioánni Baptístæ, sanctis Apóstolis Petro et Paulo, ómnibus Sanctis, et vobis, fratres, quia peccávi nimis cogitatióne, verbo et ópere: mea culpa, mea culpa, mea máxima culpa. ℟. Misereátur tui omnípotens Deus, et, dimíssis peccátis tuis, perdúcat te ad vitam ætérnam. ℣. Amen.

℣. Zum Altare Gottes will ich treten. ℟. Zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf. ℣. Richte mich, Gott, und führe meine Sache gegen ein unheiliges Volk; von dem ungerechten und arglistigen Menschen befreie mich. ℟. Denn du bist, Gott, meine Stärke; warum hast du mich verstoßen, und warum gehe ich traurig einher, da der Feind mich bedrängt? ℣. Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich geleiten, mich führen zu deinem heiligen Berge und zu deinen Zelten. ℟. So will ich hintreten zum Altare Gottes, zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf. ℣. Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria, dem heiligen Erzengel Michael, dem heiligen Johannes dem Täufer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen und euch, Brüder, dass ich viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken: durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine übergroße Schuld. ℟. Der allmächtige Gott erbarme sich deiner, er lasse dir die Sünden nach und führe dich zum ewigen Leben. ℣. Amen.

Der Priester steigt zum Altar hinauf, küsst den Altarstein und geht zur Epistelseite (rechts).
Introitus Weisheit 11,27

Miseréris ómnium, Dómine, et nihil odísti eórum quæ fecísti, dissímulans peccáta hóminum propter pæniténtiam et parcens illis: quia tu es Dóminus, Deus noster Miserére mei, Deus, miserére mei: quóniam in te confídit ánima mea. Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in saecula saeculorum. Amen.

Du erbarmst dich aller, Herr, und hassest nichts von dem, was du geschaffen hast, übersiehst die Sünden der Menschen um der Buße willen und schonst sie: denn du bist der Herr, unser Gott. Erbarme dich meiner, Gott, erbarme dich meiner: denn auf dich vertraut meine Seele. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Der Priester betet das Kyrie abwechselnd mit den Ministranten in der Mitte des Altares.
Kyrie

℣. Kýrie, eléison. ℟. Kýrie, eléison. ℣. Kýrie, eléison. ℟. Christe, eléison. ℣. Christe, eléison. ℟. Christe, eléison. ℣. Kýrie, eléison. ℟. Kýrie, eléison. ℣. Kýrie, eléison.

℣. Herr, erbarme dich. ℟. Herr, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich. ℟. Christus, erbarme dich. ℣. Christus, erbarme dich. ℟. Christus, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich. ℟. Herr, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich.

Der Priester wendet sich zum Volk: "Dominus vobiscum." — Das Volk antwortet: "Et cum spiritu tuo." — Dann: "Oremus."
Oratio

Præsta, Dómine, fidélibus tuis: ut jejuniórum veneránda sollémnia, et cóngrua pietáte suscípiant, et secúra devotióne percúrrant.

Gewähre, Herr, deinen Gläubigen: dass sie die ehrwürdigen Feiern der Fastenzeiten mit angemessener Frömmigkeit aufnehmen und in unbesorgter Hingabe vollenden.

Die Lesung wird an der Epistelseite vorgetragen. Das Volk sitzt.

Léctio Joélis Prophétæ Hæc dicit Dóminus: Convertímini ad me in toto corde vestro, in jejúnio, et in fletu, et in planctu. Et scíndite corda vestra, et non vestiménta vestra, et convertímini ad Dóminum, Deum vestrum: quia benígnus et miséricors est, pátiens, et multæ misericórdiæ, et præstábilis super malítia. Quis scit, si convertátur, et ignóscat, et relínquat post se benedictiónem, sacrifícium et libámen Dómino, Deo vestro? Cánite tuba in Sion, sanctificáte jejúnium, vocáte coetum, congregáte pópulum, sanctificáte ecclésiam, coadunáte senes, congregáte parvulos et sugéntes úbera: egrediátur sponsus de cubíli suo, et sponsa de thálamo suo. Inter vestíbulum et altare plorábunt sacerdótes minístri Dómini, et dicent: Parce, Dómine, parce pópulo tuo: et ne des hereditátem tuam in oppróbrium, ut dominéntur eis natiónes. Quare dicunt in pópulis: Ubi est Deus eórum? Zelátus est Dóminus terram suam, et pepércit pópulo suo. Et respóndit Dóminus, et dixit populo suo: Ecce, ego mittam vobis fruméntum et vinum et óleum, et replebímini eis: et non dabo vos ultra oppróbrium in géntibus: dicit Dóminus omnípotens.

Lesung aus dem Buch des Propheten Joel So spricht der Herr: Kehrt um zu mir mit eurem ganzen Herzen, mit Fasten, mit Weinen und mit Klagen. Und zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider, und kehrt um zum Herrn, eurem Gott; denn er ist gütig und barmherzig, langmütig und von großer Barmherzigkeit, und er lässt sich das Unheil gereuen. Wer weiß, ob er nicht umkehrt und verzeiht und hinter sich einen Segen zurücklässt, Opfergabe und Trankopfer für den Herrn, euren Gott? Blast die Posaune auf dem Zion, heiligt ein Fasten, ruft eine Versammlung aus, sammelt das Volk, heiligt die Gemeinde, versammelt die Alten, sammelt die Kinder und die Säuglinge an der Brust; der Bräutigam trete hervor aus seiner Kammer und die Braut aus ihrem Gemach. Zwischen der Vorhalle und dem Altar sollen weinen die Priester, die Diener des Herrn, und sie sollen sagen: Verschone, Herr, verschone dein Volk; und gib nicht dein Erbe der Schmach preis, dass die Völker über sie herrschen. Warum sollen sie unter den Völkern sagen: Wo ist ihr Gott? Der Herr hat für sein Land Eifer gezeigt und hat seinem Volk Erbarmen erwiesen. Und der Herr antwortete und sprach zu seinem Volk: Siehe, ich sende euch Getreide und Wein und Öl, und ihr werdet damit gesättigt werden; und ich werde euch nicht mehr zur Schmach machen unter den Völkern: spricht der Herr, der Allmächtige.

Miserére mei, Deus, miserére mei: quóniam in te confídit ánima mea. ℣. Misit de coelo, et liberávit me, dedit in oppróbrium conculcántes me. Dómine, non secúndum peccáta nostra, quæ fécimus nos: neque secúndum iniquitátes nostras retríbuas nobis. Dómine, ne memíneris iniquitátum nostrarum antiquarum: cito antícipent nos misericórdiæ tuæ, quia páuperes facti sumus nimis. (Hic genuflectitur) ℣. Adjuva nos, Deus, salutáris noster: et propter glóriam nóminis tui, Dómine, libera nos: et propítius esto peccátis nostris, propter nomen tuum.

Erbarme dich meiner, Gott, erbarme dich meiner: denn auf dich vertraut meine Seele. ℣. Er sandte vom Himmel und befreite mich, er gab mich der Schmach preis, die mich zertreten. Herr, nicht nach unseren Sünden, die wir getan haben: noch nach unseren Missetaten vergilt uns. Herr, gedenke nicht unserer früheren Missetaten: eilends mögen uns deine Barmherzigkeiten zuvorkommen, denn wir sind sehr arm geworden. (Hier kniet man nieder) ℣. Hilf uns, Gott, unser Heil: und um der Ehre deines Namens willen, Herr, befreie uns: und sei gnädig unseren Sünden, um deines Namens willen.

Domine, non secundum peccata nostra, quæ fecimus nos: neque secundum iniquitates nostras retribuas nobis. ℣. (Ps.78, 8-9) Domine, ne memineris iniquitatum nostrarum antiquarum: cito anticipent nos misericordiæ tuæ, quia pauperes facti sumus nimis. (Hic genuflectitur) V Adjuva nos, Deus, salutaris noster: et propter gloriam nominis tui, Domine, libera nos: et propitius esto peccatis nostris, propter nomen tuum.

Herr, vergilt uns nicht nach unseren Sünden, die wir getan haben, und nicht nach unseren Missetaten. ℣. (Ps 78, 8-9) Herr, gedenke nicht unserer früheren Sünden: eilends mögen uns deine Erbarmungen zuvorkommen, denn wir sind sehr arm geworden. (Hier kniet man nieder) ℟ Steh uns bei, Gott, unser Heiland, und um der Herrlichkeit deines Namens willen, Herr, befreie uns, und sei gnädig unseren Sünden, um deines Namens willen.

Der Priester geht zur Evangelienseite (links). Das Volk steht. Vor dem Evangelium: Kreuzzeichen auf Stirn, Mund und Brust.

In illo témpore: Dixit Jesus discípulis suis: Cum jejunátis, nolíte fíeri, sicut hypócritæ, tristes. Extérminant enim fácies suas, ut appáreant homínibus jejunántes. Amen, dico vobis, quia recepérunt mercédem suam. Tu autem, cum jejúnas, unge caput tuum, et fáciem tuam lava, ne videáris homínibus jejúnans, sed Patri tuo, qui est in abscóndito: et Pater tuus, qui videt in abscóndito, reddet tibi. Nolíte thesaurizáre vobis thesáuros in terra: ubi ærúgo et tínea demolítur: et ubi fures effódiunt et furántur. Thesaurizáte autem vobis thesáuros in coelo: ubi neque ærúgo neque tínea demolítur; et ubi fures non effódiunt nec furántur. Ubi enim est thesáurus tuus, ibi est et cor tuum.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht finster dreinsehen wie die Heuchler. Sie machen nämlich ein trauriges Gesicht, um den Menschen als Fastende zu erscheinen. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon erhalten. Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit du nicht den Menschen als Fastender erscheinst, sondern deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird es dir vergelten. Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf der Erde, wo Rost und Motten sie zerstören und wo Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Rost noch Motten zerstören und wo Diebe nicht nachgraben noch stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.

2. Opfermesse
Opferung
Die Opferung beginnt. Das Volk sitzt. Der Priester wendet sich zum Volk: "Orate, fratres." — Das Volk antwortet mit dem Suscipiat.
Offertorium Psalm 29,2–3

Exaltábo te, Dómine, quóniam suscepísti me, nec delectásti inimícos meos super me: Dómine, clamávi ad te, et sanásti me.

Ich will dich erheben, Herr, denn du hast mich aufgenommen und meine Feinde nicht über mich triumphieren lassen: Herr, ich habe zu dir gerufen, und du hast mich geheilt.

Secreta

Fac nos, quǽsumus, Dómine, his munéribus offeréndis conveniénter aptári: quibus ipsíus venerábilis sacraménti celebrámus exórdium.

Mach uns, wir bitten, Herr, zum Darbringen dieser Gaben passend bereit: durch die wir den Anfang eben dieses ehrwürdigen Sakramentes begehen.

Wandlung
Der Dialog vor der Präfation: "Sursum corda" — "Habemus ad Dominum." — "Gratias agamus Domino Deo nostro" — "Dignum et iustum est." Das Volk steht.
Præfatio Præfatio de Quadragesima

Vere dignum et justum est, æquum et salutare, nos tibi semper et ubique gratias agere: Domine sancte, Pater omnipotens, æterne Deus: Qui corporali jejunio vitia comprimis, mentem elevas, virtutem largiris et præmia: per Christum, Dominum nostrum. Per quem majestatem tuam laudant Angeli, adorant Dominationes, tremunt Potestates. Cæli cælorumque Virtutes ac beata Seraphim socia exsultatione concelebrant. Cum quibus et nostras voces ut admitti jubeas, deprecamur, supplici confessione dicentes: Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus, Deus Sabaoth. Pleni sunt cæli et terra gloria tua. Hosanna in excelsis. Benedictus, qui venit in nomine Domini. Hosanna in excelsis.

Wahrhaft würdig und recht ist es, billig und heilsam, dass wir dir immer und überall Dank sagen: Heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott: Der du durch leibliches Fasten die Laster niederhältst, den Geist erhebst, Tugend schenkst und Belohnung: durch Christus, unseren Herrn. Durch ihn preisen deine Majestät die Engel, beten die Herrschaften an, erzittern die Mächte. Die Himmel und die Kräfte der Himmel und die seligen Seraphim feiern in gemeinsamer Freude. Mit ihnen bitten wir, dass du auch unsere Stimmen zuzulassen gebietest, indem wir in demütiger Lobpreisung sprechen: Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Voll sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe. Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.

Beim Sanctus läutet der Ministrant das Glöckchen. Das Volk kniet ab dem Sanctus nieder.

Sanctus, Sanctus, Sanctus, Dóminus Deus Sábaoth. Pleni sunt cæli et terra glória tua. Hosánna in excélsis. Benedíctus, qui venit in nómine Dómini. Hosánna in excélsis.

Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe. Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.

Der Kanon wird still gebetet. Bei der Wandlung läutet das Glöckchen dreimal: zur Kniebeuge vor, zur Erhebung, und zur Kniebeuge nach der Konsekration. Jeweils für Brot und Wein.
Canon Missæ

Te ígitur, clementíssime Pater, per Jesum Christum, Fílium tuum, Dóminum nostrum, súpplices rogámus ac pétimus, uti accépta hábeas et benedícas hæc dona, hæc múnera, hæc sancta sacrifícia illibáta. Quam oblatiónem tu, Deus, in ómnibus, quǽsumus, benedíctam, adscríptam, ratam, rationábilem, acceptabilémque fácere dignéris: ut nobis Corpus et Sanguis fiat dilectíssimi Fílii tui, Dómini nostri Jesu Christi. Qui, prídie quam paterétur, accépit panem in sanctas ac venerábiles manus suas, et elevátis óculis in cælum ad te Deum, Patrem suum omnipoténtem, tibi grátias agens, benedíxit, fregit, dedítque discípulis suis, dicens: Accípite et manducáte ex hoc omnes: HOC EST ENIM CORPUS MEUM. Símili modo, postquam cenátum est, accípiens et hunc præclárum Cálicem in sanctas ac venerábiles manus suas, item tibi grátias agens, benedíxit, dedítque discípulis suis, dicens: Accípite et bíbite ex eo omnes: HIC EST ENIM CALIX SÁNGUINIS MEI, NOVI ET ÆTÉRNI TESTAMÉNTI, MYSTÉRIUM FÍDEI, QUI PRO VOBIS ET PRO MULTIS EFFUNDÉTUR IN REMISSIÓNEM PECCATÓRUM. Hæc quotiescúmque fecéritis, in mei memóriam faciétis.

Dich also, gütigster Vater, bitten und flehen wir demütig durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn, du wollest gnädig annehmen und segnen diese Gaben, diese Geschenke, diese heiligen, makellosen Opfer. Diese Opfergabe also, so bitten wir, o Gott, habe die Güte in allem zu segnen, in dein Verzeichnis aufzunehmen, sie gültig, dem Geiste gemäß und dir wohlgefällig zu machen, damit sie uns zum Leibe und Blute werde deines vielgeliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus. Der am Tage vor seinem Leiden das Brot in seine heiligen und ehrwürdigen Hände nahm, und mit erhobenen Augen zum Himmel zu dir, Gott, seinem allmächtigen Vater, dir dankend es segnete, brach und seinen Jüngern gab mit den Worten: Nehmet hin und esset alle davon: DENN DAS IST MEIN LEIB. In gleicher Weise nahm er nach dem Mahle auch diesen herrlichen Kelch in seine heiligen und ehrwürdigen Hände, dankte dir wiederum, segnete ihn und gab ihn seinen Jüngern mit den Worten: Nehmet hin und trinket alle daraus: DENN DAS IST DER KELCH MEINES BLUTES, DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES, — GEHEIMNIS DES GLAUBENS — DAS FÜR EUCH UND FÜR VIELE VERGOSSEN WIRD ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN. Sooft ihr dies tut, tut es zu meinem Gedächtnis.

Das Vaterunser wird vom Priester laut gebetet. Das Volk antwortet: "Sed libera nos a malo."
Pater Noster Matthäus 6,9–13

Pater noster, qui es in cælis, sanctificétur nomen tuum. Advéniat regnum tuum. Fiat volúntas tua, sicut in cælo et in terra. Panem nostrum quotidiánum da nobis hódie. Et dimítte nobis débita nostra, sicut et nos dimíttimus debitóribus nostris. Et ne nos indúcas in tentatiónem. Sed líbera nos a malo. Amen.

Vater unser, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.

Kommunion
Dreimal wird das Agnus Dei gesprochen. Beim dritten Mal: "dona nobis pacem" statt "miserere nobis." In Totenmessen: "dona eis requiem / requiem sempiternam."

Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: dona nobis pacem.

Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: erbarme dich unser. Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: erbarme dich unser. Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: gib uns den Frieden.

3. Nachmesse
Vor dem Kommunionempfang: Dreimaliges "Domine, non sum dignus." Die Gläubigen knien am Kommunionbank nieder und empfangen die hl. Kommunion auf die Zunge.
Communio Psalm 1,2

Qui meditábitur in lege Dómini die ac nocte, dabit fructum suum in témpore suo.

Wer über das Gesetz des Herren nachsinnt bei Tag und bei Nacht, wird seine Frucht geben zu seiner Zeit.

Postcommunio

Percépta nobis, Dómine, prǽbeant sacraménta subsídium: ut tibi grata sint nostra jejúnia, et nobis profíciant ad medélam.

Gewähre uns, Herr, die empfangenen Sakramente als Hilfe: dass dir unsere Fasten gefallen und uns zur Heilung gereichen.

Oratio super populum

℣. Orémus. ℣. Humiliáte cápita vestra Deo. ℣. Inclinántes se, Dómine, majestáti tuæ, propitiátus inténde: ut, qui divíno múnere sunt refécti, coeléstibus semper nutriántur auxíliis.

℣. Lasset uns beten. ℣. Beuget eure Häupter vor Gott. ℣. Die wir uns vor deiner Majestät neigen, o Herr, wende dich uns gnädig zu: auf dass alle, die durch die göttliche Gabe gestärkt sind, stets mit himmlischen Hilfen genährt werden.

Der Priester wendet sich zum Volk: "Ite, missa est." — "Deo gratias." In Messen ohne Gloria: "Benedicamus Domino." In Totenmessen: "Requiescant in pace."
Ite, Missa est

℣. Ite, missa est. ℟. Deo grátias. Pláceat tibi, sancta Trínitas, obséquium servitútis meæ: et præsta, ut sacrifícium, quod óculis tuæ majestátis indígnus óbtuli, tibi sit acceptábile, mihíque et ómnibus, pro quibus illud óbtuli, sit, te miseránte, propitiábile. Per Christum, Dóminum nostrum. Amen. ℣. Benedícat vos omnípotens Deus, Pater, et Fílius, ✝ et Spíritus Sanctus. ℟. Amen.

℣. Gehet hin, ihr seid entlassen. ℟. Dank sei Gott. Dir möge gefallen, heilige Dreifaltigkeit, der Dienst meiner Ergebenheit; und gewähre, dass dieses Opfer, das ich Unwürdiger den Augen deiner Majestät dargebracht habe, dir wohlgefällig sei, und für mich und alle, für die ich es dargebracht habe, sei es durch dein Erbarmen versöhnend. Durch Christus, unsern Herrn. Amen. ℣. Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater, und der Sohn ✝ und der Heilige Geist. ℟. Amen.

Der Priester liest das Evangelium nach Johannes (Joh 1,1–14). Bei "Et Verbum caro factum est" knien alle nieder.
Letztes Evangelium Johannes 1,1–14

In princípio erat Verbum, et Verbum erat apud Deum, et Deus erat Verbum. Hoc erat in princípio apud Deum. Ómnia per ipsum facta sunt: et sine ipso factum est nihil, quod factum est. In ipso vita erat, et vita erat lux hóminum: et lux in ténebris lucet, et ténebræ eam non comprehendérunt. Fuit homo missus a Deo, cui nomen erat Joánnes. Hic venit in testimónium, ut testimónium perhibéret de lúmine, ut omnes créderent per illum. Non erat ille lux, sed ut testimónium perhibéret de lúmine. Erat lux vera, quæ illúminat omnem hóminem veniéntem in hunc mundum. In mundo erat, et mundus per ipsum factus est, et mundus eum non cognóvit. In própria venit, et sui eum non recepérunt. Quotquot autem recepérunt eum, dedit eis potestátem fílios Dei fíeri, his, qui credunt in nómine ejus: qui non ex sanguínibus, neque ex voluntáte carnis, neque ex voluntáte viri, sed ex Deo nati sunt. ET VERBUM CARO FACTUM EST, et habitávit in nobis: et vídimus glóriam ejus, glóriam quasi Unigéniti a Patre, plenum grátiæ et veritátis. ℟. Deo grátias.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe geworden; und ohne dasselbe ist nichts geworden, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen; und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, sein Name war Johannes. Dieser kam zum Zeugnis, um Zeugnis zu geben von dem Lichte, damit alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Lichte. Es war das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe geworden, doch die Welt hat es nicht erkannt. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er die Macht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blute, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. UND DAS WORT IST FLEISCH GEWORDEN und hat unter uns gewohnt; und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater, voll der Gnade und Wahrheit. ℟. Dank sei Gott.