?
1. Vormesse
Der Priester und die Ministranten knien an der untersten Altarstufe nieder.
Stufengebet Psalm 42

℣. Introíbo ad altáre Dei. ℟. Ad Deum, qui lætíficat juventútem meam. ℣. Júdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta: ab hómine iníquo et dolóso érue me. ℟. Quia tu es, Deus, fortitúdo mea: quare me repulísti, et quare tristis incédo, dum afflígit me inimícus? ℣. Emítte lucem tuam et veritátem tuam: ipsa me deduxérunt et adduxérunt in montem sanctum tuum et in tabernácula tua. ℟. Et introíbo ad altáre Dei, ad Deum, qui lætíficat juventútem meam. ℣. Confíteor Deo omnipoténti, beátæ Maríæ semper Vírgini, beáto Michaéli Archángelo, beáto Ioánni Baptístæ, sanctis Apóstolis Petro et Paulo, ómnibus Sanctis, et vobis, fratres, quia peccávi nimis cogitatióne, verbo et ópere: mea culpa, mea culpa, mea máxima culpa. ℟. Misereátur tui omnípotens Deus, et, dimíssis peccátis tuis, perdúcat te ad vitam ætérnam. ℣. Amen.

℣. Zum Altare Gottes will ich treten. ℟. Zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf. ℣. Richte mich, Gott, und führe meine Sache gegen ein unheiliges Volk; von dem ungerechten und arglistigen Menschen befreie mich. ℟. Denn du bist, Gott, meine Stärke; warum hast du mich verstoßen, und warum gehe ich traurig einher, da der Feind mich bedrängt? ℣. Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich geleiten, mich führen zu deinem heiligen Berge und zu deinen Zelten. ℟. So will ich hintreten zum Altare Gottes, zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf. ℣. Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria, dem heiligen Erzengel Michael, dem heiligen Johannes dem Täufer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen und euch, Brüder, dass ich viel gesündigt habe in Gedanken, Worten und Werken: durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine übergroße Schuld. ℟. Der allmächtige Gott erbarme sich deiner, er lasse dir die Sünden nach und führe dich zum ewigen Leben. ℣. Amen.

Der Priester steigt zum Altar hinauf, küsst den Altarstein und geht zur Epistelseite (rechts).
Introitus Psalm 29,2

Audívit Dóminus, et misértus est mihi: Dóminus factus est adjútor meus. Exaltábo te, Dómine, quóniam suscepísti me: nec delectásti inimícos meos super me. Audívit Dóminus, et misértus est mihi: Dóminus factus est adjútor meus.

Der Herr hat gehört und sich meiner erbarmt: der Herr ist mein Helfer geworden. Ich will dich preisen, Herr, denn du hast mich aufgenommen: und hast meine Feinde sich nicht über mich freuen lassen. Der Herr hat gehört und sich meiner erbarmt: der Herr ist mein Helfer geworden.

Der Priester betet das Kyrie abwechselnd mit den Ministranten in der Mitte des Altares.
Kyrie

℣. Kýrie, eléison. ℟. Kýrie, eléison. ℣. Kýrie, eléison. ℟. Christe, eléison. ℣. Christe, eléison. ℟. Christe, eléison. ℣. Kýrie, eléison. ℟. Kýrie, eléison. ℣. Kýrie, eléison.

℣. Herr, erbarme dich. ℟. Herr, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich. ℟. Christus, erbarme dich. ℣. Christus, erbarme dich. ℟. Christus, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich. ℟. Herr, erbarme dich. ℣. Herr, erbarme dich.

Der Priester wendet sich zum Volk: "Dominus vobiscum." — Das Volk antwortet: "Et cum spiritu tuo." — Dann: "Oremus."
Oratio

Inchoáta jejúnia, quǽsumus, Dómine, benígno favore proséquere: ut observántiam, quam corporáliter exhibémus, méntibus étiam sincéris exercére valeámus.

V. Wir beginnen die Fastenzeit; wir bitten dich, Herr, verfolge sie mit gütigem Wohlwollen: damit die Enthaltsamkeit, die wir körperlich zeigen, wir auch mit aufrichtigem Herzen ausüben können.

Commemoratio Oratio — S. Thomæ de Aquino Confessoris et Ecclesiæ Doctoris

Deus, qui Ecclésiam tuam beáti Thomæ Confessóris tui mira eruditióne claríficas, et sancta operatióne fecúndas: da nobis, quǽsumus; et quæ dócuit, intelléctu conspícere, et quæ egit, imitatióne complére.

O Gott, du machst deine Kirche durch die wunderbare Gelehrsamkeit deines heiligen Bekenners Thomas glanzvoll und durch sein heiliges Wirken fruchtbar: gewähre uns, wir bitten dich, sowohl das, was er gelehrt hat, im Verstand zu erfassen, als auch das, was er getan hat, durch Nachahmung zu vollenden.

Die Lesung wird an der Epistelseite vorgetragen. Das Volk sitzt.

Léctio Isaíæ Prophétæ. Hæc dicit Dóminus Deus: Clama, ne cesses: quasi tuba exálta vocem tuam: et annúntia pópulo meo scélera eórum, et dómui Jacob peccáta eórum. Me étenim de die in diem quærunt, et scire vias meas volunt: quasi gens, quæ justítiam fécerit, et judícium Dei sui non derelíquerit: rogant me judícia justítiæ: appropinquáre Deo volunt. Quare jejunávimus, et non aspexísti: humiliávimus ánimas nostras, et nescísti? Ecce, in die jejúnii vestri invénitur volúntas vestra, et omnes debitóres vestros repétitis. Ecce, ad lites et contentiónes jejunátis, et percútitis pugno ímpie. Nolíte jejunáre sicut usque ad hanc diem, ut audiátur in excélso clamor vester. Numquid tale est jejúnium, quod elégi, per diem afflígere hóminem ánimam suam? numquid contorquére quasi círculum caput suum, et saccum et cínerem stérnere? numquid istud vocábis jejúnium, et diem acceptábilem Dómino? Nonne hoc est magis jejúnium quod elégi? dissólve colligatiónes impietátis, solve fascículos depriméntes: dimítte eos, qui confrácti sunt, líberos, et omne onus dirúmpe. Frange esuriénti panem tuum, et egénos vagósque induc in domum tuam: cum víderis nudum, operi eum, et carnem tuam ne despéxeris. Tunc erúmpet quasi mane lumen tuum, et sánitas tua cítius oriétur, et anteíbit fáciem tuam justítia tua, et glória Dómini cólligete. Tunc invocábis, et Dóminus exáudiet: clamábis, et dicet: Ecce, adsum. Quia miséricors sum, Dóminus, Deus tuus.

Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja. So spricht der Herr Gott: Rufe aus, höre nicht auf; erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkünde meinem Volk seine Verbrechen und dem Hause Jakob seine Sünden. Mich suchen sie Tag für Tag und wollen meine Wege kennen, wie ein Volk, das Gerechtigkeit geübt und das Urteil seines Gottes nicht verlassen hat; sie bitten mich um gerechte Urteile, sie wollen Gott nahe sein. Warum haben wir gefastet, und du hast nicht darauf geschaut? Warum haben wir unsere Seelen gedemütigt, und du hast es nicht beachtet? Siehe, am Tag eures Fastens findet sich euer Wille, und alle eure Schuldner treibt ihr an. Siehe, für Streit und Zank fastet ihr und schlagt mit gottloser Faust. Fastet nicht mehr so wie bisher, damit euer Geschrei in der Höhe gehört werde. Ist das etwa ein Fasten, wie ich es erwählt habe, einen Tag lang die Seele des Menschen zu demütigen? Etwa seinen Kopf wie einen Ring zu krümmen und Sack und Asche zu breiten? Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag, der dem Herrn wohlgefällig ist? Ist nicht vielmehr dies das Fasten, das ich erwählt habe: Löse die Fesseln der Gottlosigkeit, mach die Bündel der Bedrückung los, laß die Zerschlagenen frei und zerreiß jedes Joch. Brich dem Hungrigen dein Brot, und die Armen und Obdachlosen führe in dein Haus; wenn du einen Nackten siehst, kleide ihn, und dein eigen Fleisch verachte nicht. Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell aufsprießen; vor dir her wird deine Gerechtigkeit gehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird dich aufnehmen. Dann wirst du rufen, und der Herr wird erhören; du wirst schreien, und er wird sagen: Siehe, hier bin ich. Denn ich bin barmherzig, der Herr, dein Gott.

Unam pétii a Dómino, hanc requíram, ut inhábitem in domo Dómini, ℣. Ut vídeam voluptátem Dómini, et prótegar a templo sancto ejus. Dómine, non secúndum peccáta nostra, quæ fécimus nos: neque secúndum iniquitátes nostras retríbuas nobis Dómine, ne memíneris iniquitátum nostrarum antiquarum: cito antícipent nos misericórdiæ tuæ, quia páuperes facti sumus nimis. (Hic genuflectitur) ℣. Adjuva nos, Deus, salutáris noster: et propter glóriam nóminis tui, Dómine, libera nos: et propítius esto peccátis nostris, propter nomen tuum.

Eines habe ich vom Herrn erbeten, dieses will ich suchen, dass ich wohne im Hause des Herrn, ℣. Dass ich schaue die Wonne des Herrn und beschützt werde von seinem heiligen Tempel. Herr, nicht nach unseren Sünden, die wir getan haben: noch nach unseren Missetaten vergilt uns. Herr, gedenke nicht unserer früheren Missetaten: eilends mögen uns zuvorkommen deine Barmherzigkeiten, denn sehr arm sind wir geworden. (Hier wird eine Kniebeuge gemacht) ℣. Hilf uns, Gott, unser Heil: und um der Ehre deines Namens willen, Herr, befreie uns: und sei gnädig unseren Sünden, um deines Namens willen.

Der Priester geht zur Evangelienseite (links). Das Volk steht. Vor dem Evangelium: Kreuzzeichen auf Stirn, Mund und Brust.

Sequéntia † sancti Evangélii secúndum Matthǽum. In illo témpore: Dixit Jesus discípulis suis: Audístis, quia dictum est: Diliges próximum tuum, et ódio habébis inimícum tuum. Ego autem dico vobis: Dilígite inimícos vestros, benefácite his, qui odérunt vos, et oráte pro persequéntibus et calumniántibus vos, ut sitis fílii Patris vestri, qui in cœlis est: qui solem suum oriri facit super bonos et malos, et pluit super justos et injústos. Si enim dilígitis eos, qui vos díligunt, quam mercédem habébitis? nonne et publicáni hoc fáciunt? Et si salutavéritis fratres vestros tantum, quid ámplius fácitis? nonne et éthnici hoc fáciunt? Estóte ergo vos perfécti, sicut et Pater vester cœléstis perféctus est. Atténdite, ne justítiam vestram faciátis coram homínibus, ut videámini ab eis: alióquin mercédem non habébitis apud Patrem vestrum, qui in cœlis est. Cum ergo facis eleemósynam, noli tuba cánere ante te, sicut hypócritæ fáciunt in synagógis et in vicis, ut honorificéntur ab homínibus. Amen, dico vobis, recepérunt mercédem suam. Te autem faciénte eleemósynam, nésciat sinístra tua, quid fáciat déxtera tua, ut sit eleemósyna tua in abscóndito, et Pater tuus, qui videt in abscóndito, reddet tibi.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus. † In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen, und betet für die, die euch verfolgen und verleumden, damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist; der seine Sonne aufgehen lässt über Gute und Böse und regnen lässt über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn werdet ihr haben? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die Heiden dasselbe? Seid also vollkommen, wie auch euer himmlischer Vater vollkommen ist. Achtet darauf, dass ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Menschen übt, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater, der in den Himmeln ist. Wenn du also Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie die Heuchler es in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Menschen geehrt zu werden. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn empfangen. Du aber, wenn du Almosen gibst, soll deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tut, damit dein Almosen im Verborgenen sei; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird es dir vergelten.

2. Opfermesse
Opferung
Die Opferung beginnt. Das Volk sitzt. Der Priester wendet sich zum Volk: "Orate, fratres." — Das Volk antwortet mit dem Suscipiat.
Offertorium Psalm 118,41

Dómine, vivífica me secúndum elóquium tuum: ut sciam testimónia tua.

Herr, belebe mich nach deinem Wort, damit ich deine Zeugnisse erkenne.

Secreta

Sacrifícium, Dómine, observántiæ quadragesimális, quod offérimus, præsta, quǽsumus: ut tibi et mentes nostras reddat accéptas, et continéntiæ promptióris nobis tríbuat facultátem.

Herr, das Opfer der vierzig-tägigen Übung, das wir darbringen, gewähre, wir bitten: dass es dir sowohl unsere Herzen wohlgefällig mache, als auch uns die Fähigkeit zu willigerer Enthaltsamkeit verleihe.

Beim Sanctus läutet der Ministrant das Glöckchen. Das Volk kniet ab dem Sanctus nieder.

Sanctus, Sanctus, Sanctus, Dóminus Deus Sábaoth. Pleni sunt cæli et terra glória tua. Hosánna in excélsis. Benedíctus, qui venit in nómine Dómini. Hosánna in excélsis.

Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe. Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe.

Der Kanon wird still gebetet. Bei der Wandlung läutet das Glöckchen dreimal: zur Kniebeuge vor, zur Erhebung, und zur Kniebeuge nach der Konsekration. Jeweils für Brot und Wein.
Canon Missæ

Te ígitur, clementíssime Pater, per Jesum Christum, Fílium tuum, Dóminum nostrum, súpplices rogámus ac pétimus, uti accépta hábeas et benedícas hæc dona, hæc múnera, hæc sancta sacrifícia illibáta. Quam oblatiónem tu, Deus, in ómnibus, quǽsumus, benedíctam, adscríptam, ratam, rationábilem, acceptabilémque fácere dignéris: ut nobis Corpus et Sanguis fiat dilectíssimi Fílii tui, Dómini nostri Jesu Christi. Qui, prídie quam paterétur, accépit panem in sanctas ac venerábiles manus suas, et elevátis óculis in cælum ad te Deum, Patrem suum omnipoténtem, tibi grátias agens, benedíxit, fregit, dedítque discípulis suis, dicens: Accípite et manducáte ex hoc omnes: HOC EST ENIM CORPUS MEUM. Símili modo, postquam cenátum est, accípiens et hunc præclárum Cálicem in sanctas ac venerábiles manus suas, item tibi grátias agens, benedíxit, dedítque discípulis suis, dicens: Accípite et bíbite ex eo omnes: HIC EST ENIM CALIX SÁNGUINIS MEI, NOVI ET ÆTÉRNI TESTAMÉNTI, MYSTÉRIUM FÍDEI, QUI PRO VOBIS ET PRO MULTIS EFFUNDÉTUR IN REMISSIÓNEM PECCATÓRUM. Hæc quotiescúmque fecéritis, in mei memóriam faciétis.

Dich also, gütigster Vater, bitten und flehen wir demütig durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn, du wollest gnädig annehmen und segnen diese Gaben, diese Geschenke, diese heiligen, makellosen Opfer. Diese Opfergabe also, so bitten wir, o Gott, habe die Güte in allem zu segnen, in dein Verzeichnis aufzunehmen, sie gültig, dem Geiste gemäß und dir wohlgefällig zu machen, damit sie uns zum Leibe und Blute werde deines vielgeliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus. Der am Tage vor seinem Leiden das Brot in seine heiligen und ehrwürdigen Hände nahm, und mit erhobenen Augen zum Himmel zu dir, Gott, seinem allmächtigen Vater, dir dankend es segnete, brach und seinen Jüngern gab mit den Worten: Nehmet hin und esset alle davon: DENN DAS IST MEIN LEIB. In gleicher Weise nahm er nach dem Mahle auch diesen herrlichen Kelch in seine heiligen und ehrwürdigen Hände, dankte dir wiederum, segnete ihn und gab ihn seinen Jüngern mit den Worten: Nehmet hin und trinket alle daraus: DENN DAS IST DER KELCH MEINES BLUTES, DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES, — GEHEIMNIS DES GLAUBENS — DAS FÜR EUCH UND FÜR VIELE VERGOSSEN WIRD ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN. Sooft ihr dies tut, tut es zu meinem Gedächtnis.

Das Vaterunser wird vom Priester laut gebetet. Das Volk antwortet: "Sed libera nos a malo."
Pater Noster Matthäus 6,9–13

Pater noster, qui es in cælis, sanctificétur nomen tuum. Advéniat regnum tuum. Fiat volúntas tua, sicut in cælo et in terra. Panem nostrum quotidiánum da nobis hódie. Et dimítte nobis débita nostra, sicut et nos dimíttimus debitóribus nostris. Et ne nos indúcas in tentatiónem. Sed líbera nos a malo. Amen.

Vater unser, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.

Kommunion
Dreimal wird das Agnus Dei gesprochen. Beim dritten Mal: "dona nobis pacem" statt "miserere nobis." In Totenmessen: "dona eis requiem / requiem sempiternam."

Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: miserére nobis. Agnus Dei, qui tollis peccáta mundi: dona nobis pacem.

Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: erbarme dich unser. Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: erbarme dich unser. Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt: gib uns den Frieden.

3. Nachmesse
Vor dem Kommunionempfang: Dreimaliges "Domine, non sum dignus." Die Gläubigen knien am Kommunionbank nieder und empfangen die hl. Kommunion auf die Zunge.

Servite Dómino in timóre, et exsultáte ei cum tremóre: apprehéndite disciplínam, ne pereátis de via justa.

Dient dem Herrn in Furcht und frohlockt ihm mit Zittern: ergreift die Zucht, damit ihr nicht vom rechten Weg vergeht.

Postcommunio

Spíritum nobis, Dómine, tuæ caritátis infúnde: ut, quos uno pane cœlésti satiásti, tua fácias pietáte concórdes.

Gieße uns, Herr, den Geist deiner Liebe ein: damit du jene, die du mit einer himmlischen Speise gesättigt hast, durch deine Güte einträchtig machst.

Oratio super populum

Orémus. Humiliáte cápita vestra Deo. Tuére, Dómine, pópulum tuum et ab ómnibus peccátis cleménter emúnda: quia nulla ei nocébit advérsitas, si nulla ei dominétur iníquitas.

Lasset uns beten. Beuget eure Häupter vor Gott. Schütze, o Herr, dein Volk und reinige es gnädig von allen Sünden: denn kein Unglück wird ihm schaden, wenn keine Missetat über es herrscht.

Der Priester wendet sich zum Volk: "Ite, missa est." — "Deo gratias." In Messen ohne Gloria: "Benedicamus Domino." In Totenmessen: "Requiescant in pace."
Ite, Missa est

℣. Ite, missa est. ℟. Deo grátias. Pláceat tibi, sancta Trínitas, obséquium servitútis meæ: et præsta, ut sacrifícium, quod óculis tuæ majestátis indígnus óbtuli, tibi sit acceptábile, mihíque et ómnibus, pro quibus illud óbtuli, sit, te miseránte, propitiábile. Per Christum, Dóminum nostrum. Amen. ℣. Benedícat vos omnípotens Deus, Pater, et Fílius, ✝ et Spíritus Sanctus. ℟. Amen.

℣. Gehet hin, ihr seid entlassen. ℟. Dank sei Gott. Dir möge gefallen, heilige Dreifaltigkeit, der Dienst meiner Ergebenheit; und gewähre, dass dieses Opfer, das ich Unwürdiger den Augen deiner Majestät dargebracht habe, dir wohlgefällig sei, und für mich und alle, für die ich es dargebracht habe, sei es durch dein Erbarmen versöhnend. Durch Christus, unsern Herrn. Amen. ℣. Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater, und der Sohn ✝ und der Heilige Geist. ℟. Amen.

Der Priester liest das Evangelium nach Johannes (Joh 1,1–14). Bei "Et Verbum caro factum est" knien alle nieder.
Letztes Evangelium Johannes 1,1–14

In princípio erat Verbum, et Verbum erat apud Deum, et Deus erat Verbum. Hoc erat in princípio apud Deum. Ómnia per ipsum facta sunt: et sine ipso factum est nihil, quod factum est. In ipso vita erat, et vita erat lux hóminum: et lux in ténebris lucet, et ténebræ eam non comprehendérunt. Fuit homo missus a Deo, cui nomen erat Joánnes. Hic venit in testimónium, ut testimónium perhibéret de lúmine, ut omnes créderent per illum. Non erat ille lux, sed ut testimónium perhibéret de lúmine. Erat lux vera, quæ illúminat omnem hóminem veniéntem in hunc mundum. In mundo erat, et mundus per ipsum factus est, et mundus eum non cognóvit. In própria venit, et sui eum non recepérunt. Quotquot autem recepérunt eum, dedit eis potestátem fílios Dei fíeri, his, qui credunt in nómine ejus: qui non ex sanguínibus, neque ex voluntáte carnis, neque ex voluntáte viri, sed ex Deo nati sunt. ET VERBUM CARO FACTUM EST, et habitávit in nobis: et vídimus glóriam ejus, glóriam quasi Unigéniti a Patre, plenum grátiæ et veritátis. ℟. Deo grátias.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe geworden; und ohne dasselbe ist nichts geworden, was geworden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen; und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, sein Name war Johannes. Dieser kam zum Zeugnis, um Zeugnis zu geben von dem Lichte, damit alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Lichte. Es war das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe geworden, doch die Welt hat es nicht erkannt. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er die Macht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus dem Blute, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. UND DAS WORT IST FLEISCH GEWORDEN und hat unter uns gewohnt; und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater, voll der Gnade und Wahrheit. ℟. Dank sei Gott.